30 Juli 2019 | Geschichte

Vor 50 Jahren

KEINE VERTRETUNG

Salisbury - Außenminister J. H. Howman erklärte auf eine Anfrage des konservativen Abgeordneten Robin James im Parlament, dass Rhodesien weder in Malawi noch Sambia diplomatische Vertretungen unterhalten könne. Auf die Frage, was Rhodesien unternommen habe, um die Rechte der Rhodesier in Malawi zu schützen, gab der Minister keine Antwort. James fragte dann, ob nicht ein anderer Staat mit der Interessenwahrung beauftragt werden konnte, worauf der Minister antwortete, dieses Problem stelle sich nicht. Rhodesier lebten schon lange in Malawi, ohne auf Schwierigkeiten zu stoßen.



PRÄSIDENT NIXON AUF WELTREISE

Djakarta - Auf seiner Reise um die Welt ist US-Präsident Nixon in Djakarta eingetroffen. Nachdem Nixon die amerikanischen Astronauten nach ihrer Rückkehr vom Mond auf dem Flugzeugträger „Hornet” begrüßt hatte, flog der Präsident nach Manila, der Hauptstadt der Philippinen. Trotz eines grauen Himmels mit böigen Winden am Rande eines Taifuns waren tausende Philippinos erschienen, um Präsident Nixon zu begrüßen. Präsident Nixon besucht außer den Philippinen, Thailand, Indonesien, Pakistan, Rumänien und England. Nixon wird von seiner Frau begleitet. Auf dem Flugplatz in Manila wurde er von Staatspräsident Marcos und dessen Frau, die das traditionelle lange Gewand der Inselbevölkerung trug, begrüßt.



DIE LUNANAUTEN SIND IN HOUSTON

Houston - Ein riesiges amerikanisches Transportflugzeug vom Typ C-141 hat die mobile Quarantänestation von Hawaii nach Houston geflogen. Unmittelbar nachdem die Apollo 11 im Pazifik gewassert hatte, wurden die Astronauten mit einem Hubschrauber auf den Flugzeugträger „USS Hornet” gebracht. Dort mussten sie sich unverzüglich in die Isolation begeben und konnten sich nur über ein Lautsprechersystem mit dem amerikanischen Präsidenten Richard Nixon unterhalten. Drei Wochen werden sie in Quarantäne gehalten, um sicherzugehen, dass sie keine Lunarinfektion zur Erde zurückgebracht haben.



ZWEI MONATE GEFÄNGNIS FÜR KENNEDY

Edgartown - Im Schnellverfahren hat das Gericht in Edgartown (US-Staat Massachusetts) Senator Edward Kennedy wegen Fahrerflucht zu zwei Monaten Gefängnis mit Bewährung verurteilt.

Kennedy bekannte sich zu Beginn des Prozesses schuldig, in der Nacht zum Ietzten Samstag unbefugt die Unfallstelle verlassen zu haben, an der seine Begleiterin, die 29-jährige Sekretärin Mary Jo Kopechne, ertrank, nachdem sein Wagen von einer schmalen Holzbrücke ins Wasser gestürzt war. Der Senator erhielt die Mindeststrafe. Auf Fahrerflucht stehen in Massachusetts zwei Monate bis zu zwei Jahre Gefängnis, für die in der Regel Bewährung anerkannt wird.

Am Abend zuvor hatte der Ankläger laut UPI betont, dass weitere Ermittlungen gegen den Senator, vor allem wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung, im Gange seien.

Das Blitzverfahren in Edgartown (US-Staat Massachusetts), in dessen Verlauf Senator Edward Kennedy am Freitag der Fahrerflucht überführt wurde, hat nicht zur Klärung der vielen offenen Fragen zum Unfallhergang beigetragen. Durch das Schuldbekenntnis des Senators konnte das Gericht nach amerikanischem Recht auf die Vernehmung der Zeugen weitgehend verzichten.


SCHERBEN AUF KURFÜRSTENDAMM

Berlin - Mehr als 500 Demonstranten, die rote Flaggen mit sich trugen und im Chor „Mao Tse-tung” schrien, schlugen am Kurfürstendamm alle Fensterscheiben der British European Airways ein, zogen dann, von der Polizei verfolgt, über den Kurfürstendamm, wo sie weitere Scheiben einschlugen, besonders im ,Maison de France”, dem französischen Kulturzentrum. Mehrere Demonstranten wurden verletzt und einige verhaftet. Jedes Jahr ziehen etwa 5000 junge Leute aus der Bundesrepublik nach West-Berlin, um dem Militärdienst zu entgehen (West-Berlin ist nicht militärpflichtig). Die Stellungsbefehle erreichen die jungen Leute aber trotzdem, und wer sich ihnen entzieht, kann verhaftet werden. Sieben Stellungspflichtige, die als Deserteure galten, wurden mit einem britischen Flugzeug von Berlin nach Westdeutschland gebracht. Die Demonstranten begannen daher ihre Aktion bei der britischen Luftfahrtgesellschaft. Bereits am Freitag war es zu Demonstrationen gekommen, wobei 26 Polizisten verletzt wurden.


NEUE DIAMENTENVORKOMMEN IM KONGO

Kinshasa - In der Bandundu-Provinz, etwa 500 Kilometer östlich von Kinshasa, wurden in Kilembe und Kahemba, wo bereits Kupfer und Gold gefunden wurden, neue Diamantenvorkommen entdeckt. Das Ausmaß der Vorkommen muss nun zuerst geprüft werden. Der Kongo ist bereits einer der größten Produzenten von Industriediamanten, die seit 1967 allein von der British Congo Diamonds Co. in London auf den Markt gebracht werden.

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