27 Juni 2019 | Geschichte

Vor 50 Jahren

26. Juni 1969

WASSERKONSUM IMMER NOCH ZU HOCH

Windhoek - „Mit Bedauern muss ich ankündigen, dass der Wasserkonsum immer noch wesentlich über der geschätzte sicheren Lieferungskapazität der Stadt liegt“, erklärte Bürgermeister Joachim von Prittwitz zur Eröffnung der ordentlichen Monatssitzung des Windhoeker Stadtrates am Mittwoch. Nur sieben der insgesamt zwölf Ratsherren nahmen daran teil. Der Bürgermeister musste selbst den Vorsitz übernehmen.

Bürgermeister von Prittwitz teilte dem Stadtrat mit, dass der Goreangab-Stausee zur Zeit nur über 24 Prozent seines Fassungsvermögens verfügt, was etwa 700 000 Kubikmetern Wasser entspricht. Der Avis-Stausee ist leer. Die gegenwärtig gesicherte Lieferung aus den Bohrlöchern liegt bei 3,5 Millionen Kubikmetern pro Jahr. Bei der städtischen Kläranlage werden gegenwärtig Experimente durchgeführt, um die Lieferung dieser Wasserquelle zu erhöhen.

Der sichere Wasserertrag der Stadt Windhoek von Juni 1969 bis Februar 1970 setzt sich nach den Angaben des Bürgermeisters wie folgt zusammen:

Goreangab-Stausee 700 000 Kubikmeter;

Gereinigte Abwässer 1,08 Millionen Kubikmeter;

Bohrlöcher 2,85 Millionen Kubikmeter.

Das gibt einen Gesamtertrag von 4,605 Millionen Kubikmetern, der aber mit 1,022 Millionen Kubikmetern unter der zu erwartenden Wassernachfrage liegt. Diese Berechnung beruht auf den gegenwärtigen Tendenzen. Ein weiterer Punkt, der berücksichtigt werden muss, so sagte von Prittwitz, ist, dass die Stadt während des Spitzenverbrauchs in den Sommermonaten nicht in der Lage ist, Wasser schnell genug aus den Bohrlöchern zu liefern.

SELTENES NATURSCHAUSPIEK

Okaukuejo -Kürzlich bat sich den Besuchern des Etoscha-Nationalparks ein recht seltenes Schauspiel. Oftmals bekommt der Tourist nicht einmal Raubwild zu Gesicht, und noch seltener kann er es beim Beuteerlegen beobachten. Die Tatsache aber, dass Löwen bis in ein Touristenlager eindringengen, um ihrer Beute habhaft zu werden, scheint einmalig.

Dies geschah jedoch in der Nacht zum Mittwoch, als ein von Löwen verfolgter Kudu über eine Mauer sprang und inmitten des Touristenlagers Okaukuejo landete. Doch gaben die Löwen die Verfolgung nicht auf und, ehe man es sich versah, befanden sich mehrere Löwen innerhalb des Lagers, die dort eine regelrechte Treibjagd veranstalteten. Nach mehreren erfolglosen Versuchen, die in wilden Verfolgungsjagden zwischen den Ferienhäusern gipfelten, konnte das Opfer endlich erlegt werden.

Die Sensationslust der Touristen, die das ganze Schauspiel von den Fenstern ihrer Wohnungen aus verfolgen konnten, wurde befriedigt, als die Raubkatzen zuletzt ein „Nachtmahl“ veranstalteten. Danach scheinen die Löwen das Lager wieder verlassen zu haben.

Die zuständigen Behörden sind gegenwärtig mit der Errichtung einer sichernden Umzäunung beschäftigt. Das Lager ist voll besetzt, und der Gedanke eine etwaige Wiederholung dieses Vorfalls scheint nicht gerade behaglich.

GOLDNACHBILDUNG DER DREIECKSMARKE

Kapstadt - Eine Nachbildung der klassischen Kap-Dreiecks-Marke von 1853, die zu den berühmtesten Marken der Welt gehört, ist in solidem 18 karätigen Gold in ihrer Originalgröße gemünzt worden. Das gab die Standard Bank of South Africa am Dienstag bekannt. Nur 500 dieser Münzen werden zur Verfügung stehen. Sie sind von 1 bis 500 nummeriert und wiegen 0,32 Unzen pro Stück. Ihre Dicke beträgt etwa 1,6 mm.

Das Südafrikanische Allgemeine Warentest-Institut (SABS) liefert mit jeder Nachbildung eine schriftliche Bestätigung des Goldgehalts sowie der limitierten Ausgabe. Die Nachbildung mit der Nr. 1 wird der nationalen Markensammlung im Afrikanermuseum übergeben.

ERBITTERTE KAMPFHANDLUNGEN IM NAHOST

Tel Aviv - Im schwelenden Nahost-Krieg loderte am Dienstag die Flamme der Kampfhandlungen hell auf. Israelische wie auch ägyptische Beobachter bezeichnen die Kampfe als die schwersten seit dem sechstägigen Blitzkrieg. Die erbitterten Kämpfe fanden unter beiderseitigem Einsatz von Armee- und Luftwaffeneinheiten statt und breiteten sich über ein umfangreiches Gebiet des Suezkanals aus. Ägyptische Militärsprecher gaben bekannt, dass 22 Israelis getötet seien. Arabischen Guerillas soll die Sprengung einer Erdölleitung nach Haifa gelungen sein, welche zu einem heftigen Luftkampf zwischen israelischen und ägyptischen Kampfflugzeugen über Haifa führte. Den Israelis gelang der Abschuss einer ägyptischen MiG. Verschiedene Beobachter sehen die intensiven Gefechte als eine Warnung Ägyptens an, sich nicht zu bedingten Friedensgesprächen zwingen zu lasssen.

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