23 August 2019 | Geschichte

Vor 50 Jahren

21. August 1969

PLÄNE FÜR EIN SWAKOPMUNDER TIERHEIM

Swakopmund - Am 15. August fand die Jahreshauptversammlung des Swakopmunder Tierschutzvereins statt, der vor einem Jahr gegründet worden war und prozentual zur Einwohnerzahl wahrscheinlich die größte Mitgliederzahl in Südafrika aufweist. Aus dem Jahresbericht des Vorsitzenden, L. Bierberg, ging hervor, dass der Verein, bzw. der Vorstand im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht untätig gewesen ist. Der Verein wurde als Wohltätigkeitsorganisation seitens der Administration anerkannt, er veranstaltete im Januar eine Hundeschau, die trotz einiger organisatorischer Mängel ein großer Erfolg war, es wurde eine stattliche Anzahl herrenloser, umherschweifender Hunde aufgelesen, getreulich verpflegt und neuen Besitzern zugeführt, eine Autoverlosung vorbereitet usw. Alles Wirken und Planen gehört dem großen Ziel des Vereins: die Errichtung eines Tierheims mit Tierklinik in Swakopmund.



ZUM ERSTEN MAL IM SÜDWESTAFRIKA-HAUS

Windhoek - Zum ersten Male wurde den Alten des Susanne-Grau-Heims die Ehre zuteil, vom Administrator von Südwestafrika, J. G. H. van der Wath, und dessen Frau zu Kaffee und Kuchen im Südwestafrika-Haus eingeladen zu werden. Mit privaten Autos und zwei modernen Eisenbahnbussen wurden die Bewohner des Altersheims gestern Nachmittag in das Südwestafrika-Haus gebracht und von Frau Tan der Wath empfangen. Sämtliche Besucherinnen und Besucher trugen sich in das Gästebuch ein und wurden anschließend vom Administrator begrüßt. An einer langen, mit Blumen geschmückten Tafel wurden die Gäste des Administrators mit Kaffee, Tee und Kuchen bewirtet. In einer in deutscher Sprache gehaltenen Ansprache betonte der Administrator, dass er ein Herz für die Alten habe, die ja geholfen hatten, das Land aufzubauen.



HARTKNÄCKIGE DEMONSTRANTEN

Prag - Während des ganzen gestrigen Tages und während der Nacht zum Donnerstag gingen Polizei und Militär im Zentrum von Prag mit Tränengasbomben und Knüppeln vor, doch sammelten sich immer wieder neue Menschenmassen, um am Jahrestag des Einmarsches der Truppen der Warschauer-Pakt-Staaten gegen die Besetzung zu protestieren. Wiederholt mussten der Wenzelsplatz und die benachbarten Straßen geräumt werden, wobei aus Wasserkanonen geschossen wurde. Aber die Tausende von Demonstranten kamen stets zurück, um sich vor dem Denkmal des Heiligen Wenzel und vor dem Museum zu sammeln, dem traditionellen Demonstrationsplatz in Prag.



„JÄHRLICHE FESTSITZUNG“

Daressalam - Die unabhängige in Daressalam erscheinende Zeitung „Standard“ attackierte die Afrika-Safari des UNO-Sonderkomitees gegen die Apartheid. Die Zeitung wirft dem Komitee vor, Geld zu verschwenden, um in Afrika eine „jährliche Festsitzung“ abzuhalten. Das Komitee traf gestern Abend, von Lusaka kommend, in Daressalam ein. Der „Standard“ misst der kostspieligen Reise lediglich geringen Propagandawert bei. „Natürlich ist es nicht nötig. Tausende von Meilen zu reisen und sich in den besten Hotels aufzuhalten, um lediglich mit den gleichen Freiheitskämpfern zu sprechen, die von dem Komitee längst zuvor empfangen wurden. Die Petenten müssen herzkrank sein, eine Sache, die ihnen am Herzen liegt, immer wieder vorzutragen und doch gewiss zu sein, dass ihre Worte niemals in Aktion umgesetzt werden, und dass nur ein neuer Band den platzenden Archiven in New York zugefügt wird“, sagt die Zeitung.



WICHTIGES IN KÜRZE

Kinshasa - Der Kongo hat die diplomatischen Beziehungen mit Bulgarien abgebrochen und den bulgarischen Botschafter aufgefordert, das Land innerhalb 48 Stunden zu verlassen. Gleichzeitig erhielt auch der französische Konsul in Kinshasa den Ausweisungsbefehl. Beide werden beschuldigt, in die Zwischenfälle vom 4. Juni verwickelt gewesen zu sein, als Polizei das Feuer gegen Studenten eröffnete. Ferner gab die Regierung bekannt, dass alle Ausländer ausgewiesen würden, die ohne Arbeit seien oder nicht über ausreichende Geldmittel oder Guthaben verfügten. Auch wer nicht genügend Kenntnisse besitze, solle ausgewiesen werden. Der Kongo begrüße nur Ausländer, die sich zur Zusammenarbeit bereitfänden.

Durban - Am Mittwochmittag suchte ein heftiger Sturmwind die Küste Natals heim, der zeitweilig mit einer Geschwindigkeit von 55 Stundenmeilen über die Küstengebiete raste. Während des Nachmittags konnten keine Flugzeuge vom Flughafen Durbans aufsteigen. Eine Walfängerflotte, bestehend aus sechs Booten, musste am selben Tage in den Hafen von Durban zurückkehren.

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