28 Januar 2020 | Geschichte

Vor 50 Jahren

BANTUKIND WIEDERGEFUNDEN

Windhoek - Ein dreijähriges Bantukind, das seit Freitag auf Farm Okakanju im Bezirk Okahandja vermisst wurde, ist am Montagnachmittag von der Polizei wiedergefunden worden. Das Kind war vollkommen unversehrt. Einige Bantukinder hatten am Freitag in einem trockenen Rivierlauf gespielt. Der dreijährige Junge hatte sich schlafen gelegt. Als er später aufwachte, waren die anderen Kinder verschwunden. Erst einen Tag später wurde das vermisste Kind bei der Polizei gemeldet. Inzwischen war ein guter Regenschauer niedergegangen, der sämtliche Spuren verwischt hatte und die Suche deshalb erheblich beeinträchtige.



MATRIKPRÜFUNG MIT ERFOLG BESTANDEN

Windhoek - Als zufriedenstellend bezeichnete Studienrat W. Friedrich, Leiter der Höheren Privatschule Windhoek, die Ergebnisse der Matrikprüfung seiner Lehranstalt. 34 Kandidaten waren für das Examen des Joint Matriculation Board gemeldet worden, alle haben ihre Prüfung bestanden. Neun der Matrikulanten der HPS bestanden die Prüfung mit erster Klasse, 24 mit zweiter Klasse und einer der Schüler erreichte das Schulentlassungsziel.

In einem Gespräch mit der AZ betonte Friedrich, dass 32 der 34 Matrikulanten Mathematik als Pflichtfach hatten und darin ihre Prüfung ablegen mussten. Ferner wurde in dem Fach Afrikaans A ein Klassendurchschnitt von 56 Prozent in den Abschlußprüfungen erzielt, was für eine Schule mit vorwiegend deutschsprachigen Kindern eine besonders gute Leistung ist. Die Matrikulanten der Höheren Privatschule, die im November/Dezember 1969 ihre Prüfung ablegten, hatten folgende Fächer: Afrikaans A, Deutsch A, Englisch B, Mathematik, Physik-Chemie, Biologie und wahlweise Erdkunde oder Latein.



VERLUSTE DER TERRORISTEN

Salisbury - In einem Kommuniqué wurde bekanntgegeben, dass seit dem 22. Januar die Operationen gegen die Terroristen weitergingen und noch drei Terroristen getötet und einige gefangengenommen worden seien. Den rhodesischen Sicherheitskräften seien beträchtliche Mengen an Waffen, Munition, Ausrüstungen und Kleidern in die Hände gefallen. Das erste Bataillon der „Rhodesian African Rifles” habe wieder einen Mann verloren, den Soldaten I. M. Anas. Der früher gefallene Rhodesier war Soldat A. J. Brading.

Insgesamt sind während der gegenwärtigen Operationen bis jetzt elf Terroristen getötet worden. Die Zahl der Verwundeten und der Gefangenen wurde nicht angegeben. Die rhodesischen Sicherheitskräfte verloren zwei Mann, acht Mann wurden verwundet, darunter vier Südafrikaner.



KURZ BERICHTET

Lissabon - Guerillas überfielen im östlichen Angola einen Polizeiwagen und töteten zwei der Insassen. Dem einen wurde der Kopf abgeschlagen. Zwei Personen wurden verwundet. In Portugiesisch-Guinea wurden in der letzten Woche 30 Guerillas getötet. Die Portugiesen verloren zwei Mann. In der letzten Operation gegen Guerillas, die aus dem benachbarten Guinea kamen, wurden zehn Terroristen getötet, darunter ein Kubaner. Die Gruppe wurde von einem anderen Kubaner angeführt.



Lagos - Präsident Mobutu vom Kongo-Kinshasa ist zu einem zweitägigen Staatsbesuch in Lagos eingetroffen. Er hatte sich vorher in Libreville (Gabun) aufgehalten und wird nach dem Besuch in Lagos nach Jaunde in Kamerun weiterfliegen, wo eine Zusammenkunft der französisch-sprechenden Staatsoberhäupter Afrikas stattfinden wird. Mobutu will zwischen Nigeria und Gabun vermitteln, die die Beziehungen abgebrochen hatten, weil Gabun Biafra anerkannte.



Tokio - Kenia, Uganda und Tansania haben Japan ersucht, die Besprechungen über ein Luftverkehrsabkommen, die 1967 unterbrochen worden waren, wiederaufzunehmen. Japan hat zugestimmt. Die East African Airways, die von allen drei ostafrikanischen Staaten gemeinsam betrieben wird, unterhält einen regelmäßigen Dienst mit Hongkong, doch möchte die EAA die Linie gern weiter nach Tokio führen. Die Japan Airline hat vorläufig nicht die Absicht, einen besonderen Afrika-Dienst einzurichten; sie will eventuell Ostafrika nur als Zwischenstation einer großen internationalen Linie anfliegen.



Tripolis - Der libysche Revolutionsrat hat die Vertreter von 21 Erdölgesellschaften ersucht, den Preis für Rohöl zu erhöhen. Der gegenwärtige Preis von 2,21 Dollars je Fass sei zu niedrig angesichts der guten Qualität des Öles und der Nähe der europäischen Absatzgebiete. Libyen ist heute der viertgrößte Erdölexporteur. 1969 wurden 160 Millionen Tonnen Rohöl ausgeführt.

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