06 April 2020 | Geschichte

Vor 50 Jahren

ÖLSUCHE BEI KEETMANSHOOP

Keetmanshoop - Eine Gruppe französischer Geologen ist in Keetmanshoop eingetroffen, um den Landstrich nordöstlich von Keetmanshoop auf eventuelle Ölvorkommen zu untersuchen. Das erste Hauptlager der Geologen ist bei Tses gelegen. Ölbohrer, Fahrzeuge und Vorräte sind bereits in Keetmanshoop eingetroffen. Falls die Proben positiv sind, wird eine weitere Gruppe von Wissenschaftlern im Verlauf des Jahres erwartet.



NEUE UNRUHEN IN LESOTHO

Maseru - Zwei Polizisten und „mehrere Personen” – die genaue Zahl wurde nicht angegeben – sind über das Wochenende in Lesotho getötet wurden. Wie weit die neuen Unruhen mit der Abreise König Moshoeshoes in Zusammenhang stehen, ist nicht bekannt. Die beiden Polizisten wurden getötet, als bewaffnete Basothos in Lephaquo im Leribe-Distrikt einen Polizeiwagen überfielen. In Koasa, ebenfalls im Leribe-Distrikt, kamen bei einem Zusammenstoß zwischen einer mobilen Polizeitruppe und stark bewaffneten Basothos „mehrere Personen” ums Leben. Die Polizei hatte keine Verluste. Eine bewaffnete Gruppe überfiel am Montag früh das Polizeiamt in Mothae in Mokahotiong-Distrikt. Es wurden darüber keine Einzelheiten bekanntgegeben. Auch das Polizeiamt in Kao wurde überfallen. In allen größeren Ortschaften wurde zwischen 18 Uhr und 6 Uhr ein Ausgehverbot verhängt.



GRAF VON SPRETI ERSCHOSSEN

Guatemala-Stadt/Bonn - Die Regierung Guatemalas hat ihre Suchaktion nach den Mördern des bundesdeutschen Botschafters Graf Karl von Spreti am Wochenende intensiviert. In der ganzen Welt wurde scharf auf diesen Fall reagiert. Graf von Spreti (63) wurde am Sonntagabend mit einer Schußwunde an der Schläfe in Guatemala-Stadt tot aufgefunden.

Graf von Spreti war in der vergangenen Woche vermutlich von linksorientierten Terroristen entführt worden. Als Bedingung für seine Freilassung waren die Entlassung von 25 Gefangenen und ein Lösegeld von 500000 Rand gefordert worden. Die Terroristen hatten wiederholt mit dem Tode des Grafs von Spreti gedroht, falls ihren Forderungen nicht entsprochen würde. Die Regierung Guatemalas hatte sich strikt geweigert, die Gefangenen freizulassen und das Lösegeld zu zahlen. Daraufhin wurde Graf von Spreti erschossen.



KRANKHEITSWELLE IM KREML

Moskau - Der kommunistische Parteichef Leonid Breschnew ist von einem offiziellen Besuch in Budapest nach Moskau zurückgekehrt. Er fand dort die beiden anderen Mitglieder des Triumvirats, das seit dem Sturz Chuschtschows die Herrschaft aussieht, krank vor. Der 67-jährige Präsident Nikolai Podgorny musste einen offiziellen Besuch in Japan absagen, da er sich eine fieberhafte Erkältung zugezogen hat. Der 66-jährige Ministerpräsident Alexei Koerssygin litt zuerst einer leichten Erkältung, die sich verschlimmerte, so dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste. Seit mehr als einer Woche hat sich der erste stellvertretende Ministerpräsident Dimitri Poliansky nicht auf Sitzungen gezeigt. Gleichzeitig werden Gerüchte verbreitet, es sei eine neue Säuberungswelle in einigen Regierungsämtern im Gange.



DEUTSCHE LUFTBRÜCKE ZUM

ERDBEBEN GEBIET

Bonn - Über eine von der deutschen Bundesluftwaffe eingerichtete Luftbrücke sind am 1. April 46 Tonnen Hilfsgüter in das türkische Erdbebengebiet gebracht worden. Nach Angaben des Bonner Verteidigungsministeriums flogen eine Boeing 707 mit 26 Tonnen Medikamenten, Decken und Zelten sowie drei Transall-Maschinen mit 20 Tonnen Bekleidung, Decken und Gerken in die Türkei. Zwei Transall-Flugzeuge haben inzwischen einen Pendelverkehr zwischen Izmir und dem Erdbebengebiet aufgenommen.

Das Deutsche Rote Kreuz hatte bereits am Ostermontag lebenswichtige Hilfsgüter im Wert von 170 000 Mark in das türkische Erdbebengebiet gebracht. Wie das DRK in Bonn mitteilte, wurden mit Hilfe türkischer und deutscher Luftfahrtgesellschaften und in enger Zusammenarbeit mit der Bundeswehr Lebensmittel, Medikamente, Wolldecken und Zeltheizungsanlagen in die betroffenen Gebiete geflogen.



ENTFÜHRTE BOING SICHER GELANDET

Tokio - Die am vergangenen Dienstagmorgen von linksextremistischen Studenten während eines internen Fluges über Japan entführte japanische Boeing 727 kehrte am vergangenen Sonntag sicher auf den Flughafen von Tokio zurück, nachdem sie am vergangenen Freitag in der nord-koreanischen Hauptstadt Pjöngjang gelandet war. Somit endete die am längsten dauernde Entführung eines kommerziellen Verkehrsflugzeuges. Die dreistrahlige Boeing der JAL-Gesellschaft befand sich genau 122 Stunden in der Gewalt der Luftpiraten.

An Bord der Maschine befanden sich bei der Landung in der japanischen Hauptstadt nur drei Besatzungsmitglieder sowie der japanische Vizeminister für Transport, Schinjiro Yamamura, der sich den Studenten am vergangenen Freitag als Gegenleistung für die Freilassung Passagiere als Geisel gestellt hatte. Der Rückflug der Maschine aus der nordkoreanischen Hauptstadt erfolgte am vergangenen Samstag. Zuvor hatte die Behörde die Besatzung eines Verstoßes gegen internationale Luftfahrtgesetze bezichtigt. Danach organisierte man ein Fest, an dem nordkoreanische Sicherheitsbeamte, die Studenten und die Besatzungsmitglieder teilnehmen durften.

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