12 Februar 2019 | Geschichte

Vor 50 Jahren

SÜDAFRIKA UND DER TERRORISMUS

Johannesburg. - Der Administrator von Natal, Theo Gerdener, sagte, er glaube nicht, dass Südafrika sich jemals der Bedrohung des Terrorismus werde entziehen können.

In einem Rundfunkinterview erklärte er, dass sich Südafrika über die im Norden drohende Terroristengefahr noch nicht völlig im Klaren sei. Auch solle das Land die Bevölkerung über die Bedrohung aufklären.

Die Südafrikaner sollten und könnten terrorbekämpfenden Organisationen mehr finanzielle Hilfe zukommen lassen. Dieses Geld konnte z.B. zur Unterstützung der portugiesischen Soldaten verwendet werden.

„Wenn die portugiesische Wehrmacht eines Tages in Angola und Mosambik ausfallen sollte, werde Südafrika innerhalb weniger Wochen direkt in den Kampf miteinbezogen werden”, sagte Gerdener.



DIE SOWJETUNION WIRD ERMAHNT

Bonn - Die drei westlichen Alliierten der Bundesrepublik Deutschland erklärten am Montag, dass für die einschränkenden Maßnahmen der Sowjetzone hinsichtlich der Überlanddurchreise nach Westberlin keine Rechtfertigung bestehe. Britannien, Frankreich und die USA erinnerten die Sowjetunion in gleichlautenden Erklärungen, die von ihren Botschaften in Bonn veröffentlicht wurden, daran, dass sie und nicht die Sowjetzone für einen freien und ungehinderten Zugang für Menschen und Waren nach Berlin verantwortlich sei.



OPPOSITION GEGEN SWA-GESETZ

Kapstadt - Der Speaker des Volksrates H. J. Klopper erklärte am Montag, dass das Parlament kompetent sei, das vorliegende Gesetz über die Neuregelung der Beziehungen zwischen Südwestafrika und der Republik zu verabschieden. Der Abgeordnete M. L. Mitchell (VP Durban Nord) hatte den Speaker zuvor gebeten, sich zu dieser Frage zu äußern. Mitchell wies auf einen Paragraphen in der südwestafrikanischen Verfassung hin, nach dem jede Verfassungsänderung von dem Landesrat Südwestafrikas durch Beschluss und Übermittlung ans Parlament gebilligt werden.

Advokat S. Frank (NP Omaruru) erklärte, ein entsprechender Beschluss sei bereits vom Landesrat im vergangenen Jahr verabschiedet worden, als das Verfassungsänderungsgesetz dem Volksrat vorlag. Außerdem betonte der Abgeordnete, dass das Parlament kompetent sei, jegliche Art von Gesetzgebung zu verabschieden. Im Anschluss daran gab der Speaker dem Abgeordneten Frank recht und fügte hinzu, dass der Beschluss des Südwester Landesrates bereits 1964 gefasst worden sei. Die Gesetzgebung, die der Volksrat im vergangenen Jahr verabschiedete, war konsolidierender Art. Das macht eine weitere Resolution des Südwester Landesrates überflüssig.



KRAFTWERK FÜR TSUMEBMINE

London - Die Tsumeb Corporation bestellte durch die Ruston Engine Division of English Electric Diesels Limited einen 1050-KW-Diesel-Wechselstromerzeuger für ihre konkurrenzlose Mine. Der Generator wird Strom erzeugen für Licht und Ventilation sowie für mechanische Dienste.

Die Schalt- und Kontrollvorrichtungen werden durch die English Electric Benoni in Südafrika hergestellt. Eine Erweiterung des Kraftwerkes wird durch die Installation weiterer Generatoren ermöglicht. Dieses geschieht, sobald die Weiterentwicklung der Mine es verlangt. Ferner werden dann auch Vorkehrungen getroffen werden in Bezug auf automatische Synchronisation.



NEUE HINWEISE AUF DEN TÖTER

Daressalam - Eine tansanische Regierungszeitung berichtet, dass die Bombe, welcher Dr. Eduard Mondlane zum Opfer fiel, in einem mit einer westdeutschen Marke versehenen Paket verschickt worden war.

Dr. Mondlane, 48-jähriger Führer der FRELIMO Befreiungsorganisation für Mosambik, wurde am vergangenen Montag von einer Bombe getötet, die man nach ersten Meldungen an seinem Schreibtischstuhl befestigt haben sollte. Das Attentat geschah in dem Haus seiner armerikanischen Freundin in Daressalam.

Ferner berichtet die Zeitung, dass die Bombe in einem, als Büchersendung getarnten Paket verschickt worden war. Das Paket war mit dem Vermerk „Persönlich und Vertraulich” versehen. Dr. Mondlane hatte das Paket am Morgen vor seinem Tode aus Daressalam abgeholt und war danach zum Strandhaus seiner Freundin gefahren.

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