08 November 2019 | Geschichte

Vor 50 Jahren

7. November 1969

DIE ENTWICKLUNG SWAKOPMUNDS

Swakopmund - Der neue Stadtteil Swakopmunds, in dem eine überaus rege Bautätigkeit herrscht, soll den Namen „Kramersdorf“ erhalten. Dieser Name bezeichnet im Volksmund bereits den östlichen Stadtteil und soll daher beibehalten werden. Das Industrieviertel nördlich der Bahnlinie wird „Industria“ benannt und der Teil zwischen Vineta und Swakopmund „Swakopmund-Nord“.

Die Pläne für das neue Sportfeld haben inzwischen konkrete Formen angenommen und werden wohl demnächst genehmigt werden. Das Stadion umfasst ein Gebiet von 10 ha, in dem eine recht großzügige Anlage für mehrere Sportarten sowie drei verschiedene Tribünen mit insgesamt 2500 Sitzplätzen vorgesehen sind. Über das Schwimmbadprojekt wird immer noch verhandelt, doch steht bereits fest, dass das Hallenbad olympische Maße haben soll und somit das einzige Hallenbad dieser Größe in Südafrika sein wird. Außerdem sollen sechs medizinische Bäder angeschlossen werden sowie eine Seewassertrinkhalle. Auch Sitzplätze für etwa 300 Zuschauer sind vorgesehen.

Die Errichtung von 50 weiteren Bungalows mit einem - hoffentlich besser durchdacht als die bestehenden! - mit einem Kostenaufwand von 200000 Rand steht auf dem Programm.

DER ERASMUS-PREIS

Rotterdam - Kulturgeschichtler aus ganz Europa trafen sich zum Gedenken an den 500. Geburtstag des niederländischen Humanisten Erasmus von Rotterdam in der niederländischen Hafenstadt. Die Feier fand in Anwesenheit der königlichen Familie und des diplomatischen Korps, darunter des deutschen Botschafters Dr. Hans Arnold, in der nach Kriegszerstörung wieder errichteten Sankt-Laurens-Kirche im Stadtzentrum statt, in der Erasmus wahrscheinlich getauft worden ist.

Dabei überreichte man den bereits zu einem früheren Zeitpunkt verliehenen Erasmus-Preis 1969: Er ging an den deutschen Atomforscher und Philosophen Prof. Dr. Carl-Friedrich von Weizsäcker und den französischen Schriftsteller und Mitbegründer der christlichen Existenzphilosophie, Gabriel Marcel. Der Preis von 150000 Gulden wurde zu gleichen Teilen vergeben. Von den Preisträgern erwartet die „Stiftung Praemium Erasmianum“, dass sie sich an den Brauch halten, einen Teil des Geldes zur Förderung eines Projekts der europäischen Kultur bereitzustellen.

MINISTER KRITISIERT PROFESSOR BARNARD

Johannesburg - Der Minister für Arbeiter- und Farbigen-Angelegenheiten, M. Viljoen, attackierte gestern in einer Rede auf einem Dinner des Rapportryer-Clubs in Johannesburg die drei Fragen Professor Barnards vor der Sakekamer in Kapstadt. Professor Barnard, so sagte Viljoen, habe so viele Länder der Welt gesehen und müsse dabei festgestellt haben, dass jedes Land seine eigenen Probleme und Widersprüche habe. Er werde wahrscheinlich auch festgestellt haben, dass wahre Patrioten dieser Länder nicht nach diesen Dingen gegriffen und sie für eine negative Publizität für ihr eigenes Land genutzt hatten. Im weiteren Verlauf seiner Rede kritisierte Minister Viljoen Dr. Hertzog sowie jene südafrikanischen Wirtschaftler, die nur an ihre eigene Tasche und nicht an die Zukunft des Landes denken.

EHRUNG VASCO DA GAMAS

Pretoria - Die diesjährige Wiederkehr des Geburtstages des berühmten Seefahrers Vasco da Curia beging Portugal mit Feierlichkeiten. Für die Republik von Südafrika ist die Entdeckung der Seeroute um die Südspitze Afrikas nach Indien von historischer Bedeutung. Aus diesem Grunde sah sich die portugiesische Regierung veranlasst, der Regierung Südafrikas zu Ehren da Gamas wie auch als Andenken an des Seefahrers Geburtstag ein Denkmal zu überreichen.

Das Denkmal stoll in St. Helena-Bay - dort betrat die Mannschaft da Gamas zum ersten Mal südafrikanisches Territorium - errichtet werden. Der Gedenkstein setzt sich aus zwei, drei Meter und zwanzig Zentimeter messenden Marmorsäulen zusammen, zwischen denen eine Denkschrift mit folgendem Wortlaut auf eine Platte eingraviert worden:

„Zum Gedenken der 500. Wiederkehr des Geburtstages Vasco da Gamas überreichte Portugal dieses Denkmal an die Regierung der Republik Südafrika. Die Errichtung dieses Gedenksteines markiert gleichzeitig die 472. Wiederkehr des Tages an dem eine Schiffsflotte unter dem Befehl dieses großen Kapitäns in dieser Bucht vor Anker ging.“

LESOTHO WÄHLT AM 27. JANUAR

Maseru - Ministerpräsident Chief Leabua Jonathan teilte am Donnerstag im Rundfunk mit, der König habe das Parlament mit Wirkung ab Freitag, 7. November, aufgelöst. Die Neuwahlen werden am 27. Januar 1970 stattfinden. Es sind die ersten Wahlen im unabhängigen Lesotho. Jonathan versicherte den Wählern, er werde alles einsetzen, um Ruhe und Ordnung aufrechtzuerhalten, und sie sollten daher der Opposition, die von kommenden Unruhen spreche, keinen Glauben schenken.

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