31 Juli 2019 | Geschichte

Vor 50 Jahren

WIEDER EINE SWA-DEBATTE

New York - Der Weltsicherheitsrat wird morgen um 21 Uhr (SA Zeit) zusammentreten, um über die Situation in Südwestafrika zu beraten. Der sogenannte UNO-Rat für Südwestafrika, der seine Unfähigkeit eingestand, Südwestafrika zu verwalten, fordert vom Sicherheitsrat „dringende Maßnahmen”, um den Abzug Südafrikas aus Südwestafrika zu erreichen und die UNO zum Herrscher in Südwest zu machen. Dem UNO-Rat für Südwestafrika gehören an: Chile, Kolumbien, Guayana, Indien, Indonesien, Nigeria, Pakistan, Ägypten, Türkei, Jugoslawien und Sambia.



DR. DE WET BESUCHT RHODESIEN

Salisbury - Der südafrikanische Minister für Bergbau, Planung und Gesundheitswesen, Dr. Karel de Wet, erklärte auf dem Flughafen von Salisbury am Montagabend, sein Besuch Rhodesiens sei „ein normaler Besuch, den man einem befreundeten Nachbarstaat bringt”. Dr. de Wet wird sechs Tage in Rhodesien bleiben. Auf dem Flugplatz wurde er von Außenminister Jack Howman, Bergbauminister Ian Dillon, Informationsminister P. K. van der Byl sowie dem südafrikanischen diplomatischen Vertreter R. J. Montgomery begrüßt.

Während seines Aufenthaltes in Rhodesien wird Dr. de Wet mit den meisten Regierungsmitgliedern zu Gesprächen über gemeinsame Probleme zusammentreffen. Nach seiner Meinung gebe es zahlreiche Gebiete für Zusammenarbeit, besonders im Hinblick auf die Planung and Forschung. Keines der beiden Länder könne es sich leisten, die wissenschaftliche Arbeit des anderen zu verdoppeln. Südafrikas wirtschaftliche Planung betreffe das gesamte südliche Afrika, fügte Dr. de Wet hinzu.



SICHERHEITSRAT TADELT PORTUGAL

New York - Der Weltsicherheitsrat befasste sich gestern mit einer Beschwerde Sambias gegen Portugal wegen einer angeblichen Aggression. In einem scharf gehaltenen Tadelsantrag wird Portugal beschuldigt, am 30. Juni einen Luftangriff auf ein Dorf in Sambia durchgeführt zu haben, bei dem zwei Sambier ums Leben gekommen sein sollen. Vor der Abstimmung über den Antrag erklärte ein Sprecher von Sambia-Präsident Kenneth Kaunda in Lusaka, sein Land werde eine Stimmenthaltung Englands, der USA oder Frankreichs bei der Abstimmung über den anti-portugiesischen Antrag als Unterstützung für Portugal betrachten. Der Sambier beschuldigte Portugal, während der letzten drei Jahre 60 Grenzverletzungen von Mosambik und Angola aus durchgeführt und verschiedentlich sambische Grenzdörfer bombardiert zu haben. „Diese Akte der Aggression sind beabsichtigt und zielen darauf ab, unsere Unabhängigkeit zu untergraben”, sagte der Sprecher Kaundas. Eine geldliche Kompensation genüge nicht, Portugal müsse vielmehr bestraft werden. Trotz der großen Worte aus Lusaka enthielten sich die USA, England, Frankreich und Spanien im Weltsicherheitsrat der Stimme



ZUSTIMMUNG ZUM „PAPIERGOLD“

Washington - Der Internationale Währungsfonds gibt bekannt, dass von den 111 Mitgliedern 67 Staaten dem Plan für Sonderziehungsrechte (offiziell: Special drawing rights, abgekürzt SDR), der praktisch die Schaffung einer Art „Papiergeld” bedeutet, zugestimmt haben. Nach den Statuten des Fonds ist damit die vorgeschriebene Zahl der Stimmen erreicht, um den Plan zu verwirklichen. Die letzte Entscheidung auf der Jahresversammlung des IMF im September, wenn der Generaldirektor Pierre-Paul Schweitzer die Empfehlungen über die Höhe der Sonderziehungsrechte und den Zeitpunkt der Einführung bekanntgeben wird.

Die Ratifizierung des Plans war die letzte Hürde, die übersprungen werden musste, um den Weg für die Einführung des „Papiergoldes” freizugeben. Der Plan wird zum ersten Mal in der Geschichte ermöglichen, neben Gold und Dollars, mit denen bis jetzt die Staaten ihre Rechnungen untereinander beglichen haben, ein künstliches Währungsinstrument zu schaffen, das mithelfen soll, die internationale Liquidität der westlichen Welt zu erhöhen, die notwendig ist, weil das Wachstum der offiziellen Währungsreserven, nämlich Gold und Dollars, nicht Schritt mit dem Wachstum des internationalen Handels halten konnte.



REORGANISATION DES

INFORMATIONSDIENSTES

Blantyre - Der südafrikanische Leiter des Informationsdienstes Malawis, D. G. van der Spuy, ist nach Südafrika geflogen, um von dort eine Reise durch Europa, die USA und den Fernen Osten zu unternehmen. Er wird zwei Wochen in Taiwan als Gast der nationalchinesischen Regierung verbringen und sich eingehend mit dem Informationsdienst Formosas befassen. Von dort sind seine nächsten Stationen New York, London und Bonn, wo er unter anderem auch die malawischen diplomatischen Missionen besuchen wird. Hier wird er in erster Linie die Informationsabteilungen reorganisieren und die Möglichkeit der Informationsverbreitung durch freiwillige Agenturen untersuchen.

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