26 März 2019 | Geschichte

Vor 50 Jahren

UM WEISSFISCH UND PILCHARD

Windhoek - Am Freitag haben zwischen der Exekutive von Südwestafrika und dem Weißfisch-Konsortium Verhandlungen über eine neue Übereinkunft stattgefunden. Die sechs Lizenzinhaber der zukünftigen Weißfischindustrie hatten vor geraumer Zeit zwecks Aufbau einer Weißfischindustrie in Südwestafrika eine Pilchardlizenz erhalten. Unter den sechs Lizenzinhabern kam es jedoch zu erheblichen Unstimmigkeiten, und die Administration wurde von verschiedenen Parteien um Klarstellung gewisser Punkte des ursprünglichen Abkommens gebeten. Mit Zustimmung der sechs Lizenzinhaber hat die Administration ein neues Abkommen entworfen, das dazu bestimmt war, die Meinungsverschiedenheiten unter den Lizenzinhabern zu beseitigen und die Weißfisch-cum-Pilchardindustrie auf eine gesunde Basis zu stellen. Obwohl das Konsortium, wie Advokat E. van Zijl, MdE, der AZ erklärte, dem neuen Abkommen mündlich zugestimmt hatte, wurde das Abkommen am Freitag bei der entscheidenden Sitzung von den Mitgliedern des Konsortiums abgelehnt. Damit bleibt es bei der ursprünglichen Übereinkunft zwischen Administration und dem Konsortium, das zu den Zwistigkeiten innerhalb des Konsortiums geführt hatte.

GOLD IN ANGOLA?

Lissabon - Eine Wochenzeitung in Malanje in Angola meldete, dass ungefähr hundert Kilometer von Malanje entfernt Goldvorkommen entdeckt worden seien. Eine Goldader sei 1,6 Kilometer lang. Im Ministerium für Überseeangelegenheiten in Lissabon weiß man über diese Meldung nichts, und in anderen Regierungskreisen wird die Meldung weder bestätigt noch dementiert. Malanje liegt östlich von Luanda und ist mit der Hauptstadt mit einer Eisenbahn verbunden. In der Nähe befinden sich beträchtliche Vorkommen an eisenhaltigen Metallen.



MONDLANE-ATTENTAT BLEIBT

UNAUFGEKLÄRT

Daressalam - Nach sieben Wochen und mehr als hundert Verhören scheint die Polizei Tansanias einer Aufklärung des Mordes an dem afrikanischen Freiheitsführer Dr. Eduardo Mondlane um keinen Schritt näher gekommen zu sein. Dr. Mondlane fiel am 3. Februar einem Attentat zum Opfer, als in einem Strandhaus in Daressalam eine Bombe explodierte. Am vergangenen Donnerstag räumte die Polizei zum ersten Mal das Haus, doch wird sie mit ihren intensiven Nachforschungen fortfahren, die sich bis über Tansanias Grenzen hinaus erstrecken und als die größter Menschenjagd der ostafrikanischen Geschichte angesehen wird. Tansanias Polizeichef weigert sich, irgendwelche Informationen über die Herkunft der als Buchpaket getarnten und verschickten Bombe verlauten zu lassen. Auch lehnt er die Erörterung etwaiger Motive sowie der geplanten Polizeiaktionen ab.



ALTERSHEIM OTJIWARONGO EINGEWEIHT

Otjiwarongo - Anlässlich der feierlichen Einweihung des evangelischen Altersheimes in Otjiwarongo für die Öffentlichkeit als erstes Werk des Diakonischen Rates der deutschen evang.-lutherischen Kirche von SWA hieß es, daß die Institution jeden angehe. So war nicht nur die Heliandkirche zum morgendlichen Festgottesdienst bis auf den letzten Platz gefüllt, auch am Nachmittag fasste der geräumige, lichte Saal des Altersheimes kaum alle Gäste, die dem Festakt beiwohnen wollten. Landespropst Milk als Vorsitzender des Diakonischen Rates und S. von Bach, MdE, als Vertreter der Regierung gaben ihrer Freude über das Gelingen dieses großen Projektes Ausdruck.



FARBIGENMINISTERIUM WIRD AUFGELÖST

Kapstadt - Der Farbigenrat der Republik wird am 1. Juli wichtige administrative Aufgaben des bisherigen Farbigenministeriums übernehmen. Dies gab der Minister für Farbigenangelegenheiten, M. Viljoen, in einer Presseerklärung in Kapstadt bekannt. Sämtliche farbigen Beamten und Lehrer, die zur Zeit dem Farbigenministerium unterstehen, gehen in den Dienst des Farbigenrates über.

Der größte Teil der Aufgaben des Ministeriums der Farbigenangelegenheiten geht am 1. Juni auf den Farbigenrat über, der an diesem Tag offiziell gebildet wird. Eine beträchtliche Anzahl von weißen Beamten wird ebenfalls in die neue administrative Organisation der farbigen Bevölkerung Südafrikas überwechseln.



MOBUTU IN DER BUNDESREPUBLIK

Bonn - Der Präsident der Republik Kongo, Joseph-Desiré Mobutu, weilte zu einem einwöchigen Staatsbesuch in der Bundesrepublik. Er wurde von seinem Außenminister Justin Marie Bomboko, Justizminister Etienne Tshisekedi sowie dem Gouverneur der Nationalbank, Albert Ndele, begleitet. Auf seinem umfangreichen Besuchsprogramm stand neben politischen Kontakten auch Treff en mit Vertretern der deutschen Wirtschaft. In einem am 21. März in Bonn veröffentlichten Kommuniqué unterstrichen beide Seiten ihren Willen, die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern zu stärken. Die Assoziierung afrikanischer Staaten mit der EWG soll fortgesetzt werden.

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