21 Januar 2019 | Geschichte

Vor 50 Jahren

20. Januar 1969

MINISTERPRÄSIDENT VORSTER IN WINDHOEK

Windhoek - Ministerpräsident B. J. Vorster traf heute vormittag in einer Viscount der südafrikanischen Luftwaffe auf dem J. G. Strijdom-Flughafen bei Windhoek ein. Er wurde vom Administrator für Südwestafrika, J. G. H. van der Wath, auf dem Flughafen begrüßt.

Der Ministerpräsident ist Gast des Windhoeker Stadtrates. Er wird morgen um 10 Uhr die offizielle Eröffnung der städtischen Wasserklaranlage im Saal des SKW in Windhoek vornehmen. Der Ministerpräsident wird begleitet von seiner Ehefrau, dem Minister für Justiz und Gefängnisse P. Pelser sowie dem Minister für Wasserwesen S. P. Botha.

Heute nachmittag um 15 Uhr wird der Rehobother Basterrat dem Ministerpräsidenten in der Administration in Windhoek bestimmte Wünsche über die Zukunft des Bastervolkes vortragen. Ferner will die Volkspartei in Rehoboth dem Ministerpräsidenten eine Denkschrift überreichen. Die Volkspartei ist die regierende Partei in Rehoboth.

Bisher waren Verhandlungen über eine weitere Entwicklung des Basterlandes meist an der Unentschlossenheit der Baster gescheitert. Die Vorschläge, die der Basterrat und die Volkspartei dem Ministerpräsidenten überbringen wollen, sollen unter anderem den Wunsch nach größerer Unabhängigkeit enthalten. In Rehoboth leben etwa 12 000 Baster.

Der Administrator von Südwestafrika, J. G. H. van der Wath, erklärte heute früh in einem Gespräch mit der AZ, dass der Basterrat gebeten hatte, vom Ministerpräsidenten empfangen zu werden. Der Administrator hat die Zusammenkunft arrangiert. Er hat den Basterrat gleichzeitig gebeten, in Memorandum über die Gesprächspunkte aufzustellen. Dies ist vom Basterrat getan worden. Van der Wath erklärte, er wolle keine Einzelheiten des Memorandums bekanntgeben, bevor dies nicht dem Ministerpräsidenten, an den es gerichtet ist, vorgelegt worden ist. Van der Wath betonte jedoch, dass die Baster keineswegs die Unabhängigkeit fordern; sie wünschen lediglich ein größeres Maß an Selbstverwaltung. Die Regierung sei seit Jahren bereit gewesen, die Selbstverwaltung des Bastergebietes zu fordern. Er selbst habe mehrfach mit den Basters über diese Frage verhandelt.


KEINE BOMBE AN BORD

Johannesburg - Eine Boeing 707 der südafrikanischen Luftfahrtgesellschaft SAL traf von Frankfurt kommend am Samstag mit über fünfstündiger Verspätung in Windhoek ein. In Lissabon wurde das Flugzeug Stunden lang durchsucht, da man eine Bombe an Bord vermutete. Nähere Einzelheiten wurden nicht bekannt, da SAL die Verspätung offiziell mit „schlechtem Wetter“ begründete. Passagiere berichteten jedoch von der Entladung des Flugzeugs in Lissabon und einer Durchsuchung durch portugiesische Polizei. Die Boeing befand sich auf einem Flug von Frankfurt - Lissabon Ilha de Sol nach Windhoek und Johannesburg. Vom Frankfurter Flughafen soll der Kommandant der SAL-Boeing nach dem Start verständigt worden sein, dass sich angeblich eine Bombe an Bord befinde. Die Durchsuchung des Flugzeugs verlief ergebnislos.


GEGEN LUFTPIRATEN

Kapstadt - Verkehrsminister B.J. Schoeman erklärte in Kapstadt, die südafrikanische Luftfahrtgesellschaft SAL habe in Zusammenarbeit mit der Polizei Schutzmaßnahmen gegen Flugzeugentführungen ergriffen. Einzelheiten gab er nicht bekannt, da diese nur den Luftpiraten helfen würden. Schoeman setzte sich gleichzeitig für eine schärfere Bestrafung der Luftgangster und eine diesbezügliche internationale Übereinkunft ein.


LAFRENZ GEHT MIT LTA ZUSAMMEN

Windhoek - Die Firma E. Lafrenz (Pty) Ltd. hat nach Verhandlungen mit Anglo American in Johannesburg einen wesentlichen, aber nicht den Hauptteil der Firmenanteile an LTA Limited sowie Boart and Hard Metal Products S. A. Limited verkauft. Edmund Lafrenz wird die Firma nach wie vor weiterführen. E. Lafrenz (Pty) Ltd. verfügt über Millionen-Kontrakte in Südwestafrika und der Republik. Von der Neuregelung nicht betroffen werden E. Lafrenz Investments (Pty.) Ltd., S. W. A. Motor and Technical Supplies (Pty.) Ltd.

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