17 Mai 2019 | Geschichte

Vor 50 Jahren

16. Mai 1969

UNO-BERICHT ÜBER SÜDWESTAFRIKA

Lusaka - South West Africa Peoples Organisation (SWAPO) wünscht keine „Exilregierung für Namibia“. „Wir wollen unsere eigene Regierung. in Windhoek“, erklärte ein SWAPO-Sprecher vor dem UNO-Komitee gegen den Kolonialismus in Lusaka. Moses Garoeb, „Informationsdirektor“ von SWAPO, trat zwei Tage fang als Petent vor dem Ausschuss auf.

Garoeb wurde von dem Vertreter Ekuadors, der dem Ausschuss angehört, gefragt, ob er eine Unabhängigkeitserklärung Südwestafrikas und die Errichtung einer Exilregierung in New York befürworten würde. Garoeb erwiderte, dass dies unter keinen Umständen akzeptabel sei. Auf die Frage des Vertreters von Ekuador, ob der UNO-Rat für Südwestafrika durch eine andere Institution ersetzt werden solle, erwiderte Garoeb, er sehe hierfür keinen Grund, es sei denn, eine andere Organisation könne auf Gebieten, auf denen der Rat versagt habe, mehr erreichen.

DIE PRÄSIDENTSCHAFTSKANDIDATEN

Paris - Sieben Kandidaten werden sich offiziell um die Nachfolge Präsident Charles de Gaulles bei den französischen Wahlen im nächsten Monat bewerben. Unter ihnen ist nur ein einziger unabhängiger Kandidat, der gegen die übrigen sechs von Parteien unterstützten Anwärter auf das Präsidentschaftsamt in den Wahlkampf geht.

Die Kandidaten. sind: Gaston Defferre (Sozialist), Louis Ducatel (unabhängig), Jacques Duclos (Kommunist), Alain Krivine (Kommunistische Liga, Trotzkist), Alain Poher (Interimspräsident, Zentrumspartei), Georges Pompidou (Gaullist) und Michel Rocard (Vereinigte Sozialistische Partei, extrem links).

SWAPO-PETENT VOR UNO-AUSSCHUSS

New York - In einem Bericht an den Weltsicherheitsrat befasst sich Generalsekretär U Thant mit der Südwestafrika-Frage und der Weigerung Südafrikas, die UNO-Entschließung über Südwestafrika durchzuführen. Der 18 Seiten umfassende Bericht über Südwestafrika enthalt unter anderem den Text der Rede des südafrikanischen Außenministers Dr. Hilgard Muller zu diesem Thema vor dem Senat in Kapstadt sowie Auszüge aus einer Rede des südafrikanischen Ministerpräsidenten B. J. Vorster, in der er zu der Entschließung des Sicherheitsrates Stellung nahm.

In seiner Rede vor dem Senat erklärte Dr. Muller, dass die Anstrengungen der Vereinten Nationen, die Verwaltung Südwestafrikas durch Südafrika zu beenden, „illegal und völlig unrealistisch“ seien. Ministerpräsident Vorster erneuerte die Bereitschaft seiner Regierung, „Angelegenheiten, die von gemeinsamem Interesse sind und die unsere Beziehungen zu den Vereinten Nationen betreffen, mit dem Generalsekretär oder einem Vertreter zu diskutieren.“

APOLLO 10 STARTBEREIT

Kap Kennedy - Während der Geologe H. Schmitt die Astronauten über nähere Einzelheiten der Mondoberfläche unterrichtet, stehen die riesige Saturn-5-Rakete sowie die Kommandokapsel und das LEM-Gefährt startbereit auf den Abschussrampen von Kap Kennedy. Die Lancierung soll am Sonntag um 18 Uhr (SA-Zeit) stattfinden. Die drei Apollo-10-Astronauten werden sich der Mondoberflache bis auf acht nautische Meilen nähern und dabei wichtige Marksteine der Mondoberfläche sowie wissenschaftlich wichtige Gebiete fotografieren. Die Photographien sollen den Apollo-11-Astro-nauten als Wegweiser bei ihrer Mondlandung, die voraus-sichtlich im Juli stattfinden soll, dienen. Während der acht Tage dauernden Mission werden die Apollo-10-Astronauten den Mond in 61 Stunden etwa 31 Mal umrunden.

FRIEDENSVORSCHLÄGE RICHARD NIXONS

Washington - Präsident Nixon forderte am Donnerstag die Regierung von Hanoi auf, einem allmählichen Rückzug alter fremden Truppen aus Südvietnam im Laufe der nächsten zwölf Monate zuzustimmen. In einer Fernsehansprache, die 22 Minuten dauerte, entwickelte Nixon einen aus acht Punkten bestehenden Plan, den-Nixon als „großmütiges und vernünftiges Friedensangebot“ bezeichnete. Die wichtigsten Punkte sind: Allmählicher Rückzug der Truppen innerhalb eines Jahres, Internationale Überwachung des Waffenstillstandes and freie Wahlen in Südvietnam. Der Plan wird heute, Freitag, auf einer gemeinsamen Sitzung des Kabinetts und des Nationalen Sicherheitsrates in Washington überprüft werden.

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