14 August 2019 | Geschichte

Vor 50 Jahren

NOCH KEINE ÄUSSERUNG DER BETROFFENEN

Lusaka - Weder die Anglo American Corporation noch der Roan Selection Trust äußerten sich bis jetzt über die Nationalisierung ihrer Kupfergruben. Sprecher dieser Finanzhäuser sagten nur, dass die Rede Kaundas und die möglichen unmittelbaren und späteren Folgen der Nationalisierung genau geprüft würden. Im Augenblick könne darüber nichts gesagt werden. Es ist jedoch eine gemeinsame Erklärung zu erwarten, worin die beiden Finanz- und Holdinggesellschaften ihren Standpunkt darlegen und sich über die Zukunft ihrer Aktivitäten in Sambia äußern werden.


EXPEDITION IM BRANDBERG

Windhoek - Die erste wissenschaftliche Expedition befindet sich seit über einer Woche in Begleitung eines deutschen Fernsehteams im Brandberg, um sich mit den Felszeichnungen am Numasfelsen, der dritthöchsten Spitze des Brandbergs, zu befassen. Die Expedition besteht aus Dr. P. Olivier, einem Biologen des Windhoeker Staatsmuseums, und P. Buys, dem Taxidermisten des Staatsmuseums, einigen nichtweißen Gehilfen sowie dem Amateurarchäologen Jalmar Radner aus Kapstadt, der zuvor schon einmal am Brandberg gearbeitet hat. Der Bergführer der Expedition ist Heinrich Roth aus Windhoek, der das Brandbergmassiv sehr gut kennt.

Der Expedition gehört auch ein Team des deutschen Fernsehens aus München an. Der Regisseur ist K. Stefan, der seit acht Jahren, besonders in Westafrika, Dokumentarfilme dreht. Dieses Team fertigt Filme über die Arbeit der Expedition und die Felszeichnungen im Brandberg an.


WESTMÄCHTE GEGEN SANKTIONEN

New York - Die Südwestafrika-Debatte des Weltsicherheitsrates wurde gestern fortgesetzt. Wie erwartet, ist noch eine Resolution vorgelegt worden. Der Schrei der Afroasiaten nach Zwangsmaßnahmen gemäß Kapitel VII der Karta der Vereinten Nationen, Zwangssanktionen oder Gewaltanwendung, erhielt gestern einen erheblichen Dämpfer. Sowohl die Vereinigten Staaten als auch England schlossen Warnungsmaßnahmen als geeignetes Lösungsmittel aus. Die UNO-Botschafter der Vereinigten Staaten kritisierten zwar gegenwärtigen Zustand, warnten aber vor der Anwendung von Sanktionen oder anderen Zwangsmitteln.


„ZOND 7“ UMRUNDETE DEN MOND

Moskau - Die sowjetische Nachrichtenagentur TASS gab offiziell bekannt, dass sich die Mondsonde „Zond 7“ auf dem Rückweg zur Erde befände, nachdem sie den Mond einmal umrundet habe. Die Instrumentenkapsel soll einige Aufnahmen gemacht haben, doch ließ TASS hierüber keine näheren Einzelheiten verlauten.


SAMBISCHE ZUKUNFTSPLÄNE

Lusaka - Präsident Kaunda gab in seiner Rede, in der er die Nationalisierung des Bergbaus in Sambia ankündigte, weiter bekannt, dass in Partnerschaft mit der dem italienischen Staat gehörenden Gesellschaft Enit in Ndola eine Erdölraffinerie gebaut werde. In Partnerschaft mit der italienischen AGIP werde eine Erdölmarketing Gesellschaft gegründet werden, und in Verbindung mit den Fiat-Automobilwerken soll ein Automobil-Montagewerk errichtet werden. In Kafue ist mit einem Kostenaufwand von 30 Millionen Kwachas, die Erstellung eines Stahl- und Eisenwerkes geplant, das 4000 Personen Arbeit verschaffen soll.


WICHTIGES IN KÜRZE

Pretoria - Der Zustand eines sechs Monate alten Säuglings, dem am Freitag die Kinderberuhigungsmittel „Pronap” und „Plaxin” verabreicht worden waren, wird als zufriedenstellend bezeichnet. Nach der Verlautbarung eines Sprechers des Verwoerd-Krankenhauses soll es die erste in Transvaal registrierte Vergiftung sein. In Kapstadt sind inzwischen sechs Säuglinge an den Folgen einer solchen Vergiftung gestorben.


Kinshasa - Präsident Joseph Mobutu hat die Wiedereröffnung der Universität Lovanium und von zwei Mittelschulen angeordnet, die nach den Demonstrationen vom 4. Juni geschlossen worden waren. Gleichzeitig wird die Kontrolle über Hochschule und Mittelschulen verschärft. Von den 400 verhafteten Studenten sind alle bis auf 34, die als Rädelsführer gelten, aus der Haft entlassen worden.

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