28 Februar 2019 | Geschichte

Vor 50 Jahren

DIE ZEMENTFABRIK WIRD NICHT GEBAUT

Windhoek - Die geplante Zementfabrik, ein Projekt von rund sechs Millionen Rand, wird vorerst nicht gebaut. Das kündigte die South West Africa Portland Cement (Pty.) Ltd. am Mittwoch in Windhoek an. Es handelt sich dabei um eine Tochtergesellschaft der Anglo-Alpha-Cement Ltd., deren Geschäftszentrale in Johannesburg liegt und die fünf Zementfabriken in der Republik unterhält.

In der offiziellen Verlautbarung der South West Africa Portland Cement heißt es, dass über 200000 Rand in die vorbereitenden Arbeiten für dieses geplante Projekt in Südwestafrika investiert wurden. Die Gesellschaft war schon bereit, ihre Pläne durchzuführen, als sie erfuhr, dass der gespaltene Eisenbahntarif abgeschafft werden soll. Inzwischen hatte Verkehrsminister B. S. Schoeman offiziell angekündigt, dass dieser besondere Tarif mit Wirkung vom 1. April 1969 abgeschafft wird.



ISRAELS MINISTERPRÄSIDENT GESTORBEN

Tel Aviv - Der israelische Ministerpräsident Levi Eshkol ist am Mittwoch im Alter von 63 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes gestorben. Das gab die israelische Regierung offiziell bekannt. Eshkol wurde in den letzten Monaten verschiedentlich von einer Lungenentzündung heimgesucht. Am 3. Februar erlitt er nach einer schweren Kabinettskrise seine erste Herzattacke. Das israelische Kabinett ist am Mittwochvormittag, bald nachdem es die Todesnachricht erreicht hatte, zusammengetreten und hat General Yigal Allon zum amtierenden Ministerpräsidenten einstimmig ernannt. Am Vortage präsidierte Eshkol noch auf einer Sitzung eines ministeriellen Ausschusses.

Nach ersten Meldungen hatte die arabische Guerilla-Organisation Al Fatah behauptet, dass der israelische Ministerpräsident bei einem Überfall auf die Niederlassung Degania-Bet, in der sich sein Landhaus befindet, getötet worden sei. Die Terroristen behaupteten, dass sie seine Wohnung mit Raketen völlig zerstört hätten. Eshkol soll unmittelbar nach diesem Angriff in ein Krankenhaus eingeliefert worden sein, wo er dann den Folgen seiner Verletzungen erlag.



WARNUNG AN DIE AUTOFAHRER

Windhoek - Autofahrer, die Kindergruppen, wie z. B. Sportteams oder Schulkinder, mit ihren Autos befördern, ohne dass sie bestimmte Versicherungen abgeschlossen haben, können im Falle eines Unglücks, wobei eines oder mehrere dieser Kinder durch Verletzungen zu Körperbehinderten werden, für die finanzielle Unterstützung dieser Kinder verantwortlich gemacht werden. Ein Sprecher des südafrikanischen Automobilklubs (AA) rät Lehrern sowie anderen Fahrern, die solche Transporte ausführen, sich mit ihren Versicherungsgesellschaften in Verbindung zu setzen und sich von ihnen beraten zu lassen.

Er erklärte ferner, dass Tausende von Autofahrern nicht umfassend genug versichert seien, auch wenn sie im Besitz der obligatorischen Haftpflichtversicherung sind. Diese Versicherung deckt keineswegs Kinder, denen im Falle eines solchen Transportes etwas zustößt. Selbst wenn ein Autofahrer im Besitz einer umfassenden Versicherung ist, weigern sich die betreffenden Versicherungsgesellschaften, für die Unkosten mitgeführter und dadurch verletzter Kinder aufzukommen.



GRUNDSTEUERN VIERTELJÄHRLICH

ZAHLBAR

Windhoek - Die städtischen Grundstückssteuern, die bisher halbjährlich zahlbar waren, müssen in Zukunft vierteljährlich entrichtet werden. Das kündigte Bürgermeister C. E. Katzke am Mittwoch auf der Januarsitzung des Windhoeker Stadtrates an. Nach seiner Überzeugung wird diese Neuerung von den Steuerzahlern in Windhoek begrüßt werden, da sich die Zahlungen künftig gleichmäßig über das Jahr verteilen. Der Stadtrat verabschiedete einstimmig eine entsprechende Resolution und setzte den 1. April 1969 als Zahltag für das Vierteljahr bis zum 30. Juni an. Ein Rabatt wird bewilligt, wenn die fälligen Grundsteuern bis spätestens zum 1: Mai um 17 Uhr gezahlt werden.

Diese Ankündigung des Bürgermeisters überrascht etwas, wenn man bedenkt, dass der städtische Steuerzahler bereits für das erste Quartal 1969 seine vierteljährliche Grundsteuer zu entrichten hatte, zumal der Stichtag für den Rabatt auf den Tag fiel, an dem der Bürgermeister seine offizielle Ankündigung über diese Neuregelung machte.



ERSTER WEIBLICHER RICHTER

Kapstadt - Zum ersten Mal in der Justizgeschichte der Republik ist eine Frau mit dem Amt des Richters betraut worden. Fräulein Leonora van den Heever, SA, ist zum amtierenden Richter am Obergericht des Oranjefreistaates ernannt worden. Sie ist die Tochter des verstorbenen Richters S. P. („Toon”) van den Heever, der ebenfalls Richter im Oranjefreistaat und später am Appellationsgericht war.

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