28 März 2019 | Geschichte

Vor 50 Jahren

27. März 1969

BRÜCKE BEI MALTAHÖHE ÜBERFLUTET

Maltahöhe - Die Gegend um Maltahöhe erhielt gestern und vorgestern schwere Regenfälle. Gestern Mittag stieg das Hudup-Rivier derart an, dass es die Brücke der Straße, die nach Helmeringhausen führt, überflutete. Der Verkehr von Maltahöhe in Richtung Westen ist unterbrochen. In den letzten zehn Jahren ist der Hudup nie so hoch abgekommen.

Die Farmen der Umgebung dürften durch die schweren Regenfälle Schaden erlitten haben. Auf der Farm Namseb (A. Bernhardt), zehn Meilen außerhalb von Maltahöhe, wurde ein mit einem Schakalzaun versehenes Kamp derart hoch überflutet, dass nur noch die Buschspitzen aus dem Wasser hervorsahen. In dem Kamp befanden sich Schafe und Ziegen. Mindestens 128 Schafe und Ziegen wurden Opfer der Fluten. Die meisten Tiere ertranken während der Regenfälle in der Nacht zum Mittwoch. Farmer Bernhardt versuchte am Mittwochfrüh zu retten, was zu retten war. Er schwamm zweieinhalb Stunden auf dem überschwemmten Gelände. Die Strömung war so stark, dass die Rettungsaktion fast vergeblich war. Der Schaden wird auf 600 bis 1000 Rand beziffert. Farmer Bernhardt verbot zwei Owambos, die ihm „bei der Rettungsarbeit helfen wollten, ins Wasser zu kommen, da die Strömung zu stark war.

SAL AUCH NACH BUENOS AIRES?

Rio de Janeiro - Der südafrikanische Außenminister Dr. Hilgard Muller wird während seines kurzen Aufenthalts in Südamerika womöglich ein Abkommen unterzeichnen, nach dem die südafrikanische Luftfahrtgesellschaft SAL in absehbarer Zukunft auch Landerechte in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires erteilt werden sollen. Dr. Muller ist am Donnerstag mit etwa 120 Gästen der SAL auf dem Einweihungsflug in Rio de Janeiro gelandet.

Da der Außenminister Brasilien und Argentinien keinen offiziellen Besuch abstattet, sind keine Einzelheiten über seine Termine bisher veröffentlicht worden. Er wird im Laufe des Tages eine Stadtrundfahrt durch Rio de Janeiro unternehmen. Morgen ist er bei einem Empfang seines argentinischen Kollegen José de Magalhaes Pinto Ehrengast im Außenministerium. Am Samstag fliegt er nach Buenos Aires.

TRUPPENBEWEGUNGEN IN SAMBIA

Lusaka - Verschiedene Truppenverlegungen sind in Sambia vorgenommen worden. Diese Maßnahme erfolgte, nachdem Präsident Kenneth Kaunda am Wochenende davon sprach, dass ein rhodesischer Angriff unmittelbar bevorstehe. In Salisbury wurde diese Behauptung als ein „Höhenflug der Phantasie“ zurückgewiesen.

In seiner Ankündigung über die Truppenbewegungen betonte Kaunda, dass die Truppen nicht näher an die rhodesische Grenze verlegt werden, sondern nur in solchen wo es sich um strategische Einrichtungen handelt.

„Wir werden die Truppen einige Zeit in Alarmbereitschaft halten, bis wir die Lage noch einmal geprüft haben“, fügte Kaunda hinzu. Er betonte gleichzeitig, dass diese Truppenverlegungen nichts Außergewöhnliches seien. Es besteht kein Anlass zur Besorgnis für das Volk.

RAND 50 MILLIONEN FÜR SWA

Kapstadt - Mit gutem Willen auf beiden Seiten, an dem es gewiss nicht fehlen wird, können Schwierigkeiten, die in Südwestafrika im Zusammenhang mit der Steuerreform in der Republik entstehen, ausgeglichen werden. Dies erklärte Finanzminister Dr. N. Diederichs gestern im Zuge seiner Haushaltsrede im Volksrat. Der Finanzminister sagte, er sehe einer fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen der Republik und Südwestafrika entgegen.

Die Neuregelung der Beziehungen zwischen der Republik und Südwestafrika machten gewisse Änderungen der Ausgaben der einzelnen Ministerien notwendig. Die Ministerien würden in Zukunft auch für Südwestafrika verantwortlich sein. Diese Ausgabenposten müssten im Haushaltsplan erscheinen, würden jedoch aus dem Südwestafrika-Konto beglichen werden. Das Steueraufkommen aus Südwestafrika wird buchmäßig gesondert geführt. Hierzu gehört nicht die persönliche Einkommensteuer, die von Südwestafrika weiterhin selbst verwaltet wird.

50 Millionen Rand Ausgaben sind im Haushaltsplan der Republik für das Finanzjahr 1969/70 für Südwestafrika vorgesehen. Das Steuereinkommen aus Südwestafrika, das in das Südwestafrika-Konto der Republik fliest, wird auf 42 Millionen Rand veranschlagt. Das Defizit soll aus dem südwestafrikanischen Reservefonds gedeckt werden.

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