11 Februar 2019 | Geschichte

Vor 50 Jahren

10. Februar 1969

NIGERIANISCHER LUFTANGRIFF FORDERT 300 TOTE

Umuahia - Ungefähr 300 Personen wurden getötet, mehr als 500 verletzt, nachdem. ein nigerianisches Kriegsflugzeug einen Marktplatz bombardiert hatte. Auch wurde der Marktplatz im Tiefflug mit Bordwaffen angegriffen. Die Opfer waren hauptsächlich Frauen mit Kindern. Seit dem Angriff auf Outchamarket im letzten Jahr, welcher 500 Opfer forderte, ist dies die höchste Verlustziffer. Nigerianische Kriegsflugzeuge konzentrieren ihre Überfälle jetzt auf Zivilstädte in Biafra. Viele Einwohner verließen aus diesem Grunde in den letzten zwei Wochen ihre Wohngebiete.


SÜDAFRIKANISCHE HILFE FÜR LESOTHO

Johannesburg - Eine Dakota der südafrikanischen Luftwaffe wird in Maseru erwartet. Sie transportiert zur Notnahrungsvorräte in das im Malutigebirge gelegene Mashaigebiet Lesothos.

Mehr als 17000 lbs Maismehl sind schon in das Mashaigebiet geflogen worden. Weitere 90 Flüge müssen noch unternommen werden. Der Dienst einer zweiten Dakota wird in Erwägung gezogen.


CONRAD HILTO JUN. GESTORBEN

Los Angeles - Conrad Hilton jun., Sohn des Gründers der Hilton-Hotelkette, ist am Donnerstag an einem Herzschlag im Alter von 42 Jahren gestorben. Hilton, von Freunden „Nicky“ genannt, war der erste Ehemann von Elizabeth Taylor. Hilton war Präsident der Conrad-Hilton-Stiftung, Direktor der Trans-World-Airlines mit der Hilton International Company.


SÜDAFRIKA MUSS EIGENE PROBLEME LÖSEN

Windhoek - Tief beeindruckt von der fortschrittliehen Entwicklung der südwestafrikanischen Landeshauptstadt zeigte sich am Freitag der ehemalige britische Verteidigungs-und Außenminister Selwyn Lloyd. Er hielt sich von Freitag bis Sonntag in Windhoek auf und schloß mit diesem Besuch seine dreiwöchige Informationsreise durch Süd- und Südwestafrika ab. Über Johannesburg ist er nach Mosambik und Rhodesien weitergeflogen.

In einem Gespräch mit der Presse sagte Selwyn Lloyd, der Zweck seiner Reise ist ein Studium der Probleme des südlichen Afrikas. Britannien und Südafrika haben sehr bedeutende gemeinsame Interessen. In diesem Zusammenhang verwies der britische Gast auf die Bedeutung der Seeroute um das Kap und deren Verteidigung. Ferner erinnerte er an die Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern. Selwyn Lloyd, der der Konservativen Partei im Unterhaus angehört, betonte, dass er Südafrika mit dem Ziel besucht zu „hören, sehen und lernen“. Er will dadurch in die Lage versetzt werden, die öffentliche Meinung in Britannien besser dirigieren zu können.


DIE TERRITORIALE TRENNUNG ALS ZIEL

Kapstadt - Die Debatte über das Misstrauensvotum der Opposition ist am Freitag im Volksrat abgeschlossen worden. Sie währte fünf Tage. Der Misstrauensantrag von Sir de Villiers Graaff ist mit 118 zu 40 Stimmen abgelehnt worden. Die Hauptsprecher waren am Freitag Ministerpräsident B. J. Vorster und Oppositionsführer de Villiers Graaff.

Beide konzentrierten sich in ihren Ansprachen auf die Politik der getrennten Entwicklung. Premier Vorster erklärte, das endgültige Ziel der Regierungspolitik sei die absolute territoriale Trennung, während Oppositionsführer de Villiers Graaf den Standpunkt vertrat, dass die Apartheidspolitik ein Misserfolg sei.

Ministerpräsident Vorster erklärte: „Die absolute territoriale Trennung ist und soll unser Ideal für immer bleiben. Dieses Ziel müssen wir sinnvoll anstreben.“ Er fügte hinzu, dass der Führer der Opposition den Eindruck entstehen lassen wollte, die Regierung habe ihre Ansicht in dieser Beziehung geändert. So wurde zum Beispiel der Eindruck erweckt, dass Dr. Malan als Ministerpräsident Südafrikas bereits die totale Trennung als unmittelbares Ziel seiner Partei formuliert habe. Das war nicht der Fall.


SOWJETZONE BERHÄNGT DURCHREISEVERBOT

Berlin - Die Ostberliner Regierung hat bei der deutschen Bundesregierung gegen die am 5. März beabsichtigte Wahl des neuen deutschen Bundespräsidenten in West-Berlin „schärfsten Protest“ erhoben und gefordert, die Wahl in Westberlin zu verhindern. Einer Meldung der Nachrichtenagentur ADN zufolge hat das Ostberliner Außenministerium eine entsprechende Note an das Auswärtige Amt in Bonn übermittelt.

In der Note heißt es, die DDR-Regierung „betrachte als sehr ernst auch die Tatsache, dass für die rechtswidrige Durchführung der Bundesversammlung und der Wahl des westdeutschen Staatsoberhauptes an Westberlin der Missbrauch der Verbindungswege der Deutschen Demokratischen Republik von und nach Westberlin einkalkuliert ist”.

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