30 April 2018 | Geschichte

Vor 50 Jahren

30. April 1968

Südwests Sternwarte eingeweiht

Etemba (pi). Südwestafrikas einzige Sternwarte ist am Samstag auf der Gästefarm Etemba, rund 30 Meilen westlich von Omaruru gelegen, eingeweiht worden. Walter Kahn, Farmer aus Passion und Mäzen der Station, übergab die Sternwarte der Astronomischen Arbeitsgruppe der SWA Wissenschaftflichen Gesellschaft. Nach Belieben wird diese nun von der neuen Errungenschaft Gebrauch machen. Das Interesse bei den Laien, vornehmlich Schülern, soll geweckt werden, und Kontakte mit Sternwarten in der Reupublik und Deutschland werden angestrebt.

Hauptinstrument der auf einem Hügel rund 70 Meter von den Ferienbungalows entfernten Sternwarte ist ein Fünf-Zoll-Refraktor -1815 und eine Astro-Kamera mit 9 x 12 Platten. Der Refraktor, von einem beweglichen Dach vor Witterungsunbilden geschützt, beruht auf einer parallaktischen Montierung. Eine elektrische Nachführung gewährleistet, daß das zu beobachtende Objekt nicht aus dem Blickfeld entschwindet. Zubehör sind ein Suchfernrohr, drei Dämpfglaser, ein Sonnenprisma, ein 60-mm-Okular mit Weiwinkel 115 mm sowie je ein Okular von 25, 10 und 7 mm. Der Refraktor ist von der Firma Wachter in Stuttgart hergestellt worden und entspricht den Ansprüchen grundlegender wissenschaftlicher Arbeit. Auch die elektrische Nachtführung stammt von dieser Firma. Sie ist eine Spezialanfertigung für die Südhalbkugel, da sich das Fernrohr gegen den Uhrzeigersind drehen muß.

Durch den überaus klaren Himmel und die große Zahl wolkenloser Nächte war man bereits 1911 auf die Idee gekommen, in Südwestafrika eine Sternwarte zu errichten. Doch blieb es - wie später mehrmals - nur bei dem Gedanken. Das Projekt wurde nicht Wirklichkeit. 1934 griff Professor Schöhnberg, Leiter der Universitätssternwarte Breslau, einen einige Jahre zuvor vom Leiter der Sternwarte Babelsberg vorbereiteten Plan auf. Nach ihm sollte in Südwestafrika eine deutsche astronomische Station vorbereitet werden. Der Kuppelbau ist niemals verwirklicht worden, doch wenigstens eine Pilotensternwarte in den Gebäuden der Funkstation in Windhoek. Erster Leiter dieser bescheidenen Einrichtung war Professor Dr. Hoffmeister, der von seiner Frau und Dr. P. R. Skoberia unterstützt wurde. 1937/38 war die Arbeit aufgenommen worden. Der Krieg beendete das Unternehmen, und danach waren die Instrumente verschwunden.

Seither war Südwestafrika ohne Sternwarte. Doch das Interesse lag nicht brach. 1959/60 formierte sich die Arbeitsgruppe in der Wissenschaftlichen Gesellschaft, und auch in der deutschen Privatschule Karibib wurde eine astronomische Schülerarbeitsgemeinschaft ins Leben gerufen. Nun aber hat der großzügige Mäzen die Sternwarte errichtet, und Interessenten können sich ihrem Hobby intensiv widmen.

An diesen Unternehmersinn dachte wohl S. von Bach, MdL, als er die „glückliche Idee“ Walter Kahns pries, Menschen aus aller Welt zu diesem „Juwel in Südwestafrika“, der Farm Etemba, zu bringen.


30. April 1968

Puffotter an Bord der Unglücksboeing?

Windhoek (AZ). - An der Unglücksstelle der Boeing 707 „Pretoria“, die am 20. April bei Windhoek abstürzte, wurden verschiedene Schlangen gefunden, darunter eine Puffotter, die bereits stark verbrannt war, aber noch lebte. Nach Informationen der AZ ist die Puffotter von der Rettungsmannschaft getötet worden. Mindestens eine weitere ungiftige Schlange wurde ebenfalls an der Unglücksstelle gefunden. Ein Sprecher der SAL erklärte gegenüber der AZ, daß keinerlei lebende Tiere mit der Boeing 707 befördert werden. Hinsichtlich der Schlangen besteht die Möglichkeit, daß sie am Boden von dem Flugzeug überrascht wurden oder aber, daß einer der Passagiere - an Bord befand sich ein Schlangenexperte aus Jugoslawien - versucht hat, die Tiere illegal nach Europa zu befördern.

Die Namibspezies dürfte sich in jedem Fall im Gepäck, und zwar im Kabinengepäck, eines der Passagiere befunden haben.


30. April 1968

Roblain gestorben

Paris (SAPA/Reuter). Um 13 Uhr wurde aus Paris gemeldet, daß Frankreichs erster Herztransplantationspatient, der 66jährige Clovis Roblain, den chirurgischen Eingriff nicht überlebt hat. Kurz zuvor hatte Prof. Mercadier erklärt, sein Befinden sei schlecht und die Aussichten sehr ungünstig.

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