13 Februar 2019 | Geschichte

Vor 50 Jahren

12. Februar 2019

EINE ZWECKMÄßIGE VERWALTUNG MÖGLICH

Kapstadt - Innenminister S.L. Muller erklärte am Dienstag im Volksrat, er sei der Überzeugung, dass Südwestafrika im Rahmen der neugeregelten Beziehungen mit der Republik wesentlich zweckmäßiger verwaltet werden könne. Der Abgeordnete J. du P. Basson (VP Bezuidenhout) hatte behauptet, dass der große Fortschritt in Südwestafrika auf ein Gesetz von 1949 zurückzuführen sei, das die gegenwärtige Position Südwests geschaffen hat. Nach seiner Ansicht, so sagte der Minister, wurde der größte Fortschritt erzielt, nachdem der Inhalt des Berichtes der Odendaalkommission bekannt wurde. Vorher haben oft Wohnungen in Windhoek leer gestanden. Heute herrscht dort Wohnungsnot. Erst in der vergangenen Woche wurde in Windhoek ein Geschäftsgrundstück für über eine halbe Million Rand verkauft.

Basson habe ferner behauptet, heute könnten alle Probleme in Windhoek gelöst werden, nach der Verabschiedung des SWA-Gesetzes wurde Pretoria die Verwaltungszentrale. Dieses Argument steht auf schwachen Füßen. Zur Zeit des Nationalkonvents im Jahre 1909, als Entfernungen eine große Rolle spielten, hätte ein derartiges Argument aufgeworfen werden können. Die Provinzen beschlossen jedoch, die Bildung einer Union und nicht einer Föderation. Heute will es scheinen, als sei dieses ein richtiger Beschluss gewesen.



„WIR BESUCHEN UNSERE LANDSLEUTE“

Windhoek - Der Deutsche Heimatbund führt im Monat August eine vierwöchige Gemeinschaftsreise von Frankfurt nach Südwest durch. Da diese Fahrt unter dem Motto: „Wir besuchen unsere Landsleute“ steht, so ist u. a. auch der Besuch bei Freunden, Bekannten und Verwandten möglich. Wer keine direkte Verbindung zu den Landsleuten hat, für den wird ein Aufenthalt in der Stadt Windhoek (Hotels) und auf Gästefarmen vermittelt. Es sind auch Gemeinschaftsveranstaltungen vorgesehen, für die einzeln gebucht werden kann, wie Fünf-Tage-Tour zur Etoscha-Pfanne, Besichtigung der historischen Stätten in und bei Windhoek, der Schulen, der kulturellen und sozialen Einrichtungen, der Wohnsiedlungen für die Eingeborenen, Teilnahme an der Gedenkfeier am Waterberg u. a. m. Auskunft. Veranstaltungsplan und Buchung nur beim Reiseleiter: H. G. Bleibaum, 2262 Leck, Friesenweg 12 (Rückporto beifügen).



KULTURBRIEF

Auf dem Jahreskongress der Amerikanischen Medizinischen Gesellschaft ist eine Salbe vorgeführt worden, durch die Neger eine weiße Haut erlangen. Wie der Erfinder, Dr. Robert Stolar, angab, begann er mit seinen Forschungen, als er festgestellt hatte, dass farbige Gerbereiarbeiter nach sechs Monaten fast weiße Arme bekamen. In mehrjähriger Kleinarbeit gelang es ihm schließlich, die Substanzen zu isolieren, die für diese Wirkung verantwortlich sind. Die Salbe täglich aufgetragen werden; eine „Kur“ dauert zwei Jahre, Dr. Stolar hofft aber, in absehbarer Zeit auch Tabletten mit der gleichen Wirkung herstellen zu können.



HISTORISCHER FLUG SÜDAFRIKANISCHER PILOTEN

Johannesburg - Südafrikanische Piloten legten am Sonntag einen historischen Flug zurück. Sie flogen von Südafrika in die Vereinigten Staaten und zurück.

Zum ersten Mal wurde ein Probeflug über den südatlantischen Ozean, ausgehend von Jan Smuts in Johannesburg über Rio de Janeiro nach New York, erfolgreich von einer Boeing 707 ausgeführt. Diese Strecke soll ab 23. Februar in Dienst genommen werden.

„Der Flug war so unkompliziert wie eine Busfahrt einem Vorort in die Stadt“, ließ ein Besatzungsmitglied verlauten.

Die Flugzeit von New York nach Rio de Janeiro betrug neun Stunden und 30 Minuten, die von Rio nach Johannesburg sieben Stunden und 55 Minuten.

Auf dem Rückflug waren 58 Personen an Bord, weitere 20 Besatzungsmitglieder, welche verschiedene Erfahrungen sammeln sollten.

Die Befehlshaber der Boeing auf dem Rückflug waren zwei der hervorragendsten Piloten der SAA, nämlich die Kapitäne Bert Rademan und Dennis B. Raubenheimer. Auf ihrem Hinflug waren sie von Kapitän Pienaar, dem dritten Mitglied des erfolgreichen Trios, begleitet worden. Pienaar blieb in den USA zurück, um Gespräche mit der Boeing Aircraft Corporation zu führen.

Die SAA-Besatzung verließ Johannesburg am Montag.

Sie übernachteten einmal in Rio und zweimal in New York. Auf ihrem Rückflug machten sie nicht in Rio Station.

Sie verließen New York bei einer Temperatur von vier Grad unter null und erreichten Rio de Janeiro in brütender Hitze. Danach flogen sie westlich über den bewölkten Atlantik und landeten in Jan Smuts, wo es genauso heiß war, wie vor acht Stunden in Brasilien.

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