27 November 2019 | Vor 50 Jahren

Vor 50 Jahren

MINDESTENS 24 KANDIDATEN NOTWENDIG

Windhoek - Mindestens 24 Kandidaten müssen nominiert werden, damit bei der Stadtratswahl im März 1970 in sämtlichen zwölf Wahlkreisen Wahlen stattfinden. Die neue Wahlkreiseinteilung beseitigt das bisher übliche „Ticket-System”. Bisher bestand Windhoek aus vier Wahlkreisen mit je drei Ratsherren. In Zukunft wird jeweils ein Ratsherr für einen Wahlkreis verantwortlich sein.

In der Vergangenheit war das Interesse der Bevölkerung an den Windhoeker Stadtratswahlen sträflich gering. Die Wahlbeteiligung war minimal, häufig fanden gar keine Wahlen statt, weil in bestimmten Wahlkreisen nur jeweils drei Kandidaten nominiert waren. Angesichts der Entwicklungsstörungen, die sich im Zuge der Zeit in Windhoek gezeigt haben, und der Tarifpolitik des gegenwärtigen Stadtrats dürfte mit einer Zunahme des Interesses für die Wahlen im März 1970 zu rechnen sein.

FLUGZEUGANSTURZ FORDERT SECHS TOTE

Durban - Sechs Personen - ein Pilot und fünf Passagiere - kamen am Dienstagmorgen bei dem Absturz einer sechssitzigen Cessna-Maschine in eine Bergschlucht 22 Meilen südwestlich von Port Shepstone ums Leben. Das Flugzeug, dass sich auf dem Fluge von Margate nach Kroonstad befand, wurde nach Durban weiterdirigiert, da schlechtes Wetter eine Landung in Kroonstad nicht zuließ. Als die Cessna überfällig wurde, begannen Kontrollzentren entlang der Natal-Küste nach der Maschine zu Suchen. Erst am Mittag konnten Wrackteile des Flugzeugs in der Nähe von Port Shepstone aufgefunden werden. Ein Inspektor des Departements für Zivilluftfahrt stattete dem Unfallsort einen Besuch ab.

SA-POLIZEI IN RHODESIEN ILLEGAL

London - Ministerpräsident Harold Wilson kritisierte gestern im britischen Unterhaus die Anwesenheit südafrikanischer Polizisten in Rhodesien. Wilson bezeichnete die Tätigkeit der südafrikanischen Polizei auf rhodesischem Gebiet als illegal. Der britische Ministerpräsident beantwortete damit eine Anfrage eines linker Labour-Abgeordneten, James Dickens. Dickens hatte gefordert, dass die britische Regierung in Pretoria entsprechende Vorstellungen machen solle, um den Abzug der südafrikanischen Polizei aus Rhodesien zu erreichen.

EINE INTERNATIONALE KUPFERBANK

Lima - Die Errichtung einer internationalen Kupferbank werde das Hauptthema der Konferenz der Bergbauminister von Sambia; Kongo-Kinshasa, Chile und Peru sein, die gegenwärtig in Lima stattfindet, sagte der chilenische Bergbauminister Alejandro Hales. Aufgabe einer Kupferbank wäre die Normalisierung des internationalen Kupfermarktes, um Preisschwankungen zu verhindern. Um den Wertbedarf zu decken, müssten die vier größten Kupfer produzierenden Länder ihre Erzeugung weiter fördern. Chile, der größte Kupferproduzent, habe dem intergouvernementalen Rat der Kupfer exportierenden Länder folgende Vorschläge gemacht: Die vier Staaten sollten gemeinsame Projekte entwerfen, die die Fertigung von Ausrüstungen für den Kupferbergbau vorsehen, damit diese Materialien nicht eingeführt werden müssen. Es sollten gemeinsame Anstrengung unternommen werden, um bei den Verschiedenen internationalen Organisationen eine Reduktion der Zollabgaben auf fertige und halbfertige Kupfergüter zu erreichen, die aus den vier Kupferländern stammen.



BANDA ERNENNT NEUE MINISTER

Blantyre - Zum ersten Mal seit drei Jahren hat Präsident Dr. Hastings Banda eine Umbildung seines Kabinetts vorgenommen. Nachdem letzte Woche der Unterrichtsminister und Minister für lokale Angelegenheiten zurückgetreten war, hat Banda den Juniorminister für Landwirtschaft, G. E. Ndema, zum Minister für Iokale Angelegenheiten ernannt. Der Abgeordnete M. M Lungu wurde Unterrichtsminister.

Sembereka erhielt das Arbeitsministerium als Nachfolger von John D. Msonthi, der nur noch das Verkehrsministerium behält. Alfred B. Chiwanda, der vor einem Jahr als Arbeitsminister zurückgetreten war, kehrte als Staatsminister ins Kabinett zurück.

INDIANISCHE „INVASION“

San Francisco - Etwa 90 amerikanische Indianer landeten mit Frauen und Kindern auf der Alcatraz-Insel bei San Francisco, um von der Felseninsel. Besitz zu ergreifen, wo sich einst ein berüchtigtes Gefängnis befand, das 1962 aufgehoben worden war. Die Indianer beanspruchen auf Grund eines hundert Jahre alten Vertrages die Insel für sich. Bereits am 9. November waren 14 Indianer gelandet, doch konnten sie von den Behörden zum Abzug bewogen werden.

Diesmal ist die „Invasins”-Gruppe größer. Die Teilnehmer haben Zelte und Nahrungsmittel für etwa eine Woche genommen. Ein Sprecher nannte die „Invasion” den Anfang einer Kampagne, in der die Weißen beschuldigt werden sollen, den Indianern das Land gestohlen zu haben. Die Indianer wollen 24 Dollars für die Insel bezahlen, den gleichen Betrag, den einst Weiße Indianern für die Insel Manhatten (wo heute New York City steht) zahlten.

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