19 August 2019 | Geschichte

Vor 50 Jahren

15. August 1969

NOCH EIN TRAWLER GESUNKEN

Walvis Bay - Am Donnerstagmorgen um 6.33 Uhr sank ein weiterer Trawler nahe bei Wlotzka's Baken etwa 30 Meilen nördlich von Walvis Bay. Es handelt sich um den Pilchard-Trawler „Coen Streytler“, dessen Besatzung sich an Bord eines in der Nähe befindlichen Kutters retten konnte. Die „Coen Streytler“ lief im Jahre 1958 in Kapstadt vom Stapel und führte ihre Fänge im Auftrage einer Walvis Bayer Fischfabrik aus. Die Besatzung des Trawlers traf am Donnerstag um etwa 19 Uhr an Bord des Kutters „Ocean Son“ in Walvis Bay ein.



WAHLBERECHTIGUNG BEI KOMMUNALWAHLEN

Windhoek - Im März 1970 finden die nächsten Kommunalwahlen in Südwestafrika statt. Aus diesem Grunde werden neue Wählerlisten zusammengestellt. Ein Schlusstermin für die Eintragung in die Wählerlisten ist bisher noch nicht offiziell festgelegt worden. In Windhoek erklärte der stellvertretende Stadtsekretar Willem Kotze gegenüber der AZ, die Stadtverwaltung erlasse jetzt schon einen Aufruf an die Öffentlichkeit, dafür Sorge zu tragen, dass ihre Namen in der Wählerliste erscheinen. Der Schlusstermin werde zu gegebener Zeit bekanntgegeben. In der Vergangenheit war es meistens Mitte bis Ende September. Nach diesem Termin ist eine Aufnahme in die Wählerliste nicht mehr möglich.



DIE WEISSEN BLEIBEN IN SÜDWEST

Otjiwarongo - „Als alter Südwester glaube ich im Namen aller zu sprechen, wenn ich feststelle, dass wir, die Weißen, nicht die geringste Absicht haben, dieses Land zu verlassen“, erklärte Administrator J. G. R. van der Wath heute Vormittag im Rahmen seiner Eröffnungsansprache auf der Landwirtschafts- und Industrieausstellung in Otjiwarongo. Der Administrator bezog sich auf das kürzliche Ultimatum des Weltsicherheitsrates, dass sich die südafrikanische Regierung vor dem 4. Oktober dieses Jahres aus Südwestafrika zurückzuziehen habe.

Er meinte, der Außenminister habe bereits den Standpunkt der Regierung sehr deutlich dargelegt, nämlich, dass Südafrika nicht illegal in Südwestafrika sei, und dass die Regierung auch nicht die Absicht habe, dieses Land zu verlassen, weil sie eine Pflicht und Verantwortung gegenüber den Einwohnern dieses Landes habe.



ALARMZUSTAND IN DER TSCHECHOSLOWAKEI

Prag - Die tschechoslowakische Regierung hat den Alarmzustand für die Armee und die Volksmiliz angeordnet und eine Warnung an die Bevölkerung erlassen, am Jahrestag des Einmarsches der Truppen der Warschauer-Pakt-Staaten Unruhen anzustiften. Der Innenminister erhielt Sondervollmachten, um Ruhe und Ordnung aufrechterhalten zu können. Die Truppen und die Volksmiliz stehen seit Donnerstag bereit, um jede Protestaktion im Keime zu ersticken. In einer gemeinsamen Erklärung der Bundesregierung und der tschechischen und der slowakischen Regierung wird die innere Lage als ernst bezeichnet. Falsche Nachrichten und alarmierende Gerüchte würden verbreitet, um Panik zu schaffen.



SAuERSTOFFMASKEN FÜR BABIES

New York - Mehr als 25 000 kleine Kinder sterben in den USA jährlich den Erstickungstod. Die meisten von ihnen sind Frühgeburten, deren zarte Lungen für die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff nicht ausreichen. Dr. Leon J. Arp vom Polytechnischen Institut Virginia in Roanoke hat jetzt ein Atemgerät konstruiert, das die Sterberate dieser Kinder um mehr als Zweidrittel senken soll. Dr. Arp, der selbst beinahe eines seiner Kinder durch Atemnot verloren hätte, kam zu der Überzeugung, dass die herkömmlichen Atemgeräte für die Kleinen unzulänglich seien, da sie auf die schwachen Atemzüge nicht reagieren.

Er konstruierte eine Plastikmaske, die auf die kleinen Nasen gesetzt werden kann und die zwanzigmal so empfindlich reagiert wie die bisher gebräuchlichen Geräte. Dr. Arp ist der Überzeugung, dass mit ihrer Hilfe 86 Prozent der vom Erstickungstod bedrohten Kinder Überlebenschancen haben.

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