15 April 2020 | Geschichte

Vor 50 Jahren

APOLLO-13-ASTRONAUTEN

IN GEFAHR

Houston - Die dritte, für den 16. April geplante bemannte Mondlandung der Vereinigten Staaten, ist heute Morgen um etwa 8.00 Uhr (SA-Zeit) offiziell vom US-Amt für Luft- und Raumfahrt (NASA) abgesagt worden. Die Absage erfolgte, nachdem ein technischer Defekt zur Lahmlegung des so lebensnotwendigen Versorgungssystems der Führungskapsel des Apollo-13-Raumschiffs „Odyssey” geführt hatte und das gesamte Unternehmen zeitweilig in den Abgrund einer Katastrophe zu reißen drohte. Für den vorzeitigen Abbruch des ganz im Zeichen der wissenschaftlichen Forschung stehenden Apollo-13-Unternehmens ist nach Angaben der Kontrollstation Houston ein durch eine Explosion beschädigter, mit flüssigem Sauerstoff gefüllter Treibstoffbehälter im Geräteteil des Apollo-Raumschiffes verantwortlich. Das Versorgungssystem versieht die Apollo-Kapsel mit Sauerstoff und betreibt gleichzeitig wichtige Generatoren zur Gewinnung von Elektrizität, durch die die Bordinstrumente betrieben werden. Durch die Explosion wurde gleichzeitig das Triebwerk des Apollo-Raumschiffs in Mitleidenschaft gezogen, und die Astronauten werden womöglich das Triebwerk der Aufstiegsstufe der Mondfahre zünden müssen, um sich aus dem Gravitationsbereich des Mondes in eine Rückflugbahn zur Erde schießen zu können. Wie der Flugdirektor des Apollo-13-Unternehmens, Dr. Christopher Kraft, heute Morgen um neun Uhr aus dem Kontrollzentrum in Houston meldete, drohe den drei Astronauten James Lovell, Fred Haise und John Swigert zurzeit keine direkte Gefahr mehr. In der Führungskapsel solle sich die Lage allmählich wieder normalisiert haben, und man rechne damit, dass das Versorgungssystem Lois zur Rückkehr zur Erde funktionsfähig bleiben werde und die Astronauten somit sicher zur Erde würden zurückkehren können.



SCHAUFENSTER-SUCHWETTBEWERB

Windhoek - Die Hochland-Round-Table-Organisation veranstaltet vom 10. bis 20. April in Windhoek einen interessanten Wettbewerb für jung and alt. Es handelt sich dabei um einen Schaufenster-Suchwettbewerb. 32 Geschäfte, die hauptsächlich an der Kaiserstraße liegen, nehmen daran teil. In ihren Auslagen befindet sich jeweils ein Gegenstand, der nichts mit dem Thema des Schaufensters zu tun hat. Dieser Gegenstand muss gefunden und auf ein Formular eingetragen werden. Teilnahmeformulare sind, in allen Geschäften mit Plakaten dieses Wettbewerbs zu erhalten. Sobald die Formulare ausgefüllt sind, können sie in bestimmten Geschäften wieder abgegeben werden. Zwölf wertvolle Preise stehen auf dem Spiel. Der erste Preis ist entweder eine Tiefkühltruhe oder ein Eisschrank, ein Hi-Fi-Plattenspieler oder ein Moped.



MEINUNGSVERSCHIEDENHEITEN MIT BOTSWANA

Gaborone - Der Präsident von Bo­tswana, Sir Seretse Khama, hat soeben in Gaborone eine Erklärung herausgegeben, die auf das Bestehen erneuter Schwierigkeiten mit der südafrikanischen Regierung hindeutet. In der Erklärung Sir Seretses wird betont, dass Botswana, im Gegensatz zur südafrikanischen Auffassung, eine gemeinsame Grenze mit Sambia habe. Dieser Verbindungsweg nach Sambia soll mit amerikanischer Finanzhilfe ausgebaut werden. Bereits vor kurzem traten Meinungsverschiedenheiten zwischen Botswana and Südafrika über Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Gaborone und Moskau zu Tage. Die südafrikanische Regierung warnte Botswana vor dem Diplomatenaustausch mit der Sowjetunion.

In der jüngsten Erklärung des Staatspräsidenten von Botswana heißt es unter anderem: „Die Regierung von Botswana hat eine Note von Südafrika erhalten, in der die Straße Nata-Kazungula nicht erwähnt wird. Es wird jedoch darin die südafrikanische Ansicht vertreten, dass Botswana keine gemeinsame Grenze mit Sambia habe. Botswana hat den Eingang der Note bestätigt, aber noch nicht geantwortet. Die Regierung von Botswana sieht keinen Grund, ihre bestehende Auffassung zu ändern, dass Bo­tswana und Sambia eine gemeinsame, wenn auch nicht festgelegte Grenze bei Kazungula haben.”



SUCHE NACH REBELLISCHEN DIAMANTENDIGGERN

Maseru - Die Polizei Lesothos hat einen Preis von hundert Rand auf den Kopf des Vorsitzenden des Kao-Diamantendigger-Komitees, Paul „Nyemotsa” Monethi, gesetzt, weil er führend an den Unruhen in Kao beteiligt gewesen war, wo letzte Woche mehr als 200 Personen, darunter zwei Polizisten und ein weißer Südafrikaner, ums Leben gekommen sind. Monethi ist des Mordes, der Brandstiftung und der Entführung angeklagt. Mit ihm werden noch vier weitere Mitglieder des Diggerkomitees gesucht, die in die Unruhen in Kao, Mothae und Lephaqoa verwickelt waren, nämlich Häuptling Levi Ntsoli, Polako Ntsasa, Isaac Khoh-Toga und Tseko Rokotze. Diese Diamantendigger machten der Regierung schon seit 18 Monaten zu schaffen, seit sie aus dem angestammten Diggergebiet von Letseng-La-Terae vertrieben worden sind. Es wurde ihnen ein weniger einträgliches Diamantenfeld zugewiesen.



„BATTLE OF BRITAIN”

Windhoek - Der Traditionsverband der südafrikanischen Luftwaffe, The South African Air Force Association, hatte am Montag zu der Windhoeker Premiere des Films „Battle of Britain” ins Odeon geladen. Fast 30 Jahre sind seit der Schlacht um England, die im August/September 1940 über der britischen Insel tobte, vergangen: In der Zwischenzeit ist eine Unzahl von Filmen und Fernsehfilmen über Kriegs-Deutschland von Siegern und Verlierern gezeigt worden. „Battle of Britain” ist bemüht, die gewohnten Verzerrungen auf deutscher Seite auszuschalten. Wenn dies auch nicht überall gelingt besonders nicht am Filmanfang -, so vermittelt der Streifen in vielen Details historische Wahrheit. Inwieweit eine deutsche Invasion der britischen Insel zu jener Zeit möglich war, mag dahingestellt bleiben. Die Tatsache, dass die deutsche Luftwaffe im August und September 1940 die Luftherrschaft über England anstrebte und dank eines heroischen Einsatzes des britischen Jägerkommandos nicht erreichte, bleibt unverrückbar bestehen. 21 südafrikanische Piloten waren an der Schlacht um England beteiligt, neun sind gefallen.

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