04 September 2019 | Geschichte

Vor 50 Jahren

SANDWICH HARBOUR SONNTAGS

GESCHLOSSEN

Windhoek - Der Angelsport in Sandwich Harbour ist künftig an Sonntagen verboten. Das gab der Staatssekretar für Südwestafrika am Wochenende bekannt. Im Auftrag des Administrators und der Exekutive wird dieser beliebte Angelplatz mit Wirkung vom 1. Oktober sonntags geschlossen bleiben. Eine offizielle Ankündigung wird demnächst in dem Amtsblatt für Südwestafrika erscheinen.

Der offizielle Grund für diese Maßnahme ist, dass der Aufsichtsbeamte Sandwich Harbours keinen Assistenten hat und deshalb sieben Tage in der Woche der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen muss. Aus diesem Grund meint die Administration, dass er wenigstens einen Tag in der Woche dienstfrei sein sollte.



REHOBOTHER ENTWICKLUNGS-

GESELLSCHAFT GEGRÜNDET

Pretoria - Der Minister für Rehobother Angelegenheiten Marais Viljoen kündigte am Dienstag die Gründung einer Entwicklungs- und Investmentgesellschaft für Rehoboth an. Die notwendige Gesetzgebung dafür wurde während der diesjährigen Parlamentssitzung verabschiedet. Der Gründungstag der Gesellschaft ist der 1. September.

In einer Erklärung weist der Minister darauf hin, dass die Gesellschaft durch die Konstituierung ihres Direktoriums nun in der Lage sei, sich auf ihre Aufgaben vorzubereiten. Voraussichtlich wird die Gesellschaft im Januar nächsten Jahres bereit sein, ihre vollen Funktionen zu übernehmen. lm Laufe der Zeit erfolgt auch eine Ankündigung über den Termin, wann die Gesellschaft ihre geschäftliche Tätigkeit aufnehmen wird.



PROBLEME DER BEFREIUNGSBEWEGUNG

Addis Abeba - Zehn Stunden lang debattierte gestern das Politische Komitee der Organisation für Afrikanische Einheit in Addis Abeba über das Befreiungskomitee und dessen Bericht. Am Ende der Debatte informierte ein Sprecher der gegenwärtig in der äthiopischen Hauptstadt stattfindenden Außenministerkonferenz die Presse, dass die Vorschläge Senegals zur Reorganisierung des Befreiungskomitees einstimmig als Grundsatz-Dokument der Konferenz angenommen worden seien. Die Vorschläge Senegals zielen auf eine personelle Änderung der Zusammensetzung des Befreiungskomitees und der Einsetzung einer Kontrollinstanz.

Die Aktivitäten des Befreiungskomitees haben unter den Mitgliedern der Organisation für Afrikanische Einheit zu erheblichen Differenzen geführt. So wurde beispielsweise kritisiert, dass der Kampf gegen das südliche Afrika nicht auseichend koordiniert und mit dem nötigen Schwung vorgetragen worden sei. Ferner wurde der Verdacht geäußert, dass für das Befreiungskomitee bestimmte Waffen statt bei den Befreiungsbewegungen in Biafra gelandet seien. Vier Mitglieder der Organisation für Afrikanische Einheit, nämlich Tansania, Gabun, die Elfenbeinküste und Sambia, haben diplomatische Beziehungen zu Biafra angeknüpft.



ZAMCO ERHÄLT CABORA-BASSA-AUFTRAG

Lissabon - Die portugiesische Regierung hat am Dienstag den schon längst erwarteten endgültigen Entscheid über den Bau des Cabora-Bassa-Dammes und des Kraftwerkes gefällt. Der Auftrag geht an ein internationales Konsortium, die ZAMCO, die provisorisch bereits im letzten Jahr den Auftrag erhalten hatte. Da damals noch einiges unklar war, erklärte der portugiesische Ministerpräsident während seines Besuchs in Mosambik, der endgültige Entscheid werde erst später gefallt werden, und es sah einige Zeit so aus, als ob ein anderes Konsortium bevorzugt wurde. Nun ist der Auftrag doch an die Zambese Censorcio Hidro-Electrico (ZAM CO) gegangen, bei der die Anglo American Corporation of South Africa direkt und indirekt eine führende Rolle spielen wird. Ein Exekutivdirektor der Anglo American, E. T. S. Brown, ist der Vorsitzende des in Paris domizilierten Konsortiums. Außer vier südafrikanischen Unternehmungen gehören dem Konsortium an: Brown, Boveri & Cie., Mannheim, Siemens AG, Berlin-München, Hochtief AG, Essen, und J. M. Voith GmbH, Heidenheim, Compagnie Generale d'Electricite, Paris, Compagnie de Constructions Internationales, Paris, und die schwedische ASEA. Die vier südafrikanischen Firmen sind die LTA Engineering Ltd. für die Bauingenieursarbeiten, Shaft Sinkers (Pty) Ltd. für den Aushub, Vecor Projects Construction Ltd. für die Starkstromleitungen und Union Acceptances zusammen mit der Banque de Paris et de Pays-Bas in Paris für die finanziellen Abkommen.



25 JAHRE NEUES RUMÄNIEN

Bukarest - Rumänien begeht am 23. August das 25-jährige Jubiläum des Beginns seiner neuen sozialistischen Epoche, obwohl die Republik erst am 1. Januar 1948 ausgerufen worden ist. Im offiziellen Sprachgebrauch wird der 23. August 1944 der Tag der „Befreiung vom faschistischen Joch” genannt. Nüchtern betrachtet waren die Vorgänge, die an jenem Tag in Bukarest in außerordentlich dramatischer Weise abrollten, und. ihre Vorbereitung eine im allerletzten Augenblick unternommene Aktion, den nationalen Bestand des rumänischen Staates aus dem Zusammenbruch der Achsenmächte zu retten, an dem damals kein Zweifel mehr bestehen konnte.

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