12 Juni 2019 | Geschichte

Vor 50 Jahren

11. Juni 1969

SÜDAFRIKAS ABWEHRSYSTEM GETESTET

Paris - Südafrikas Allwetter-Boden-Luftrakete vom Typ „Kaktus“ hat in Frankreich ein pilotenloses Ziel bei einer Geschwindigkeit von fast 500 mph getroffen und zerstört. Das gab der südafrikanische Verteidigungsminister P. W. Botha am Dienstag in Paris bekannt. Dieser erfolgreiche Test bei einer französischen Raketenteststation wurde unter schlechten Wetterverhältnissen durchgeführt. Verteidigungsminister Botha fügte hinzu, dass er sehr glücklich über den Verlauf dieses Tests sei.

„Kaktus“ ist ein Allwetter-Raketensystem gegen Tiefangriffe, das von dem französischen Konzern Thomson-CSF-Electrical Engineering im Auftrag der südafrikanischen Regierung entwickelt wurde. Bei dem Test traf die Rakete ihr Ziel in einer Entfernung von vier Meilen. Verteidigungsminister Botha, der Augenzeuge dieses Manövers war, erklärte nach seiner Rückkehr nach Paris, dass man nicht nur umfassende wissenschaftliche Informationen gewonnen habe, sondern die Rakete selbst gesehen habe. Sieben Sekunden nach ihrem Abschuss habe sie ihr Ziel zerstört.

DIE VOLKSRATSDEBATTE ÜBER REHOBOTH

Kapstadt - Es wäre von der Regierung wahrscheinlich klüger gewesen, wenn sie die Gesetzesvorlage zur Schaffung einer Rehobother Investitions- und Entwicklungsgesellschaft nicht so bald schon dem Parlament vorgelegt hätte. Sie hatte ihre Verhandlungen mit dem Basterrat über eine engere Zusammenarbeit mit den Rehobothern lieber fortsetzen sollen, erklärte der Volksratsabgeordnete J. M. Connan (VP Gardens) im Volksrat am Dienstag. Colman nahm an der Debatte vor der zweiten Lesung dieser Gesetzesvorlage teil. Auf der anderen Seite, so betonte der Abgeordnete, würde jedermann gerne sehen, dass dieses Gebiet so bald wie möglich entwickelt wurde.

Man sollte berücksichtigen, dass die Angehörigen der Bastergemeinschaft der Regierungspolitik sehr skeptisch gegenüberstanden und außerdem befürchteten, dass man unter Umstanden ihnen ihr Land nehmen wolle. Der Basterrat habe die Rehobother sehr fest im Griff. Aus diesem Grunde sollte die Regierung nach besten Kräften bemüht sein, die Zusammenarbeit des Rates zu gewinnen. Wahrscheinlich wäre dies der Regierung gelungen, wenn wenigstens ein Mitglied des Basterrates such in das Direktorium der Entwicklungsgesellschaft aufgenornmen würde. Man hatte es so arrangieren können, dass der Basterrat dem Minister drei Namen vorschlüge, von denen er dann einen zum Minister ernennt.

LONDON WILL NICHT NACHGEBEN

London - Der britische Außenminister Michael Stewart erklärte am Mittwoch, dass Großbritannien zu Verhandlungen mit jenen Rhodesiern bereit sei, die letzten Endes die Mehrheitsregierung der Schwarzen anerkennen würden. Zehn Tage vor dem Referendum in Rhodesien forderte Stewart die Rhodesier auf, gegen die neue Verfassung und gegen die Einführung der Republik zu stimmen. Die britische Regierung habe jede Hoffnung aufgegeben, mit dem Regime Smith zu einer Verständigung zu kommen. Wenn die Rhodesier den Vorschlägen zustimmten, so drohten dem Lande eine wachsende Isolierung, eine Verstärkung der Sanktionen und die Abriegelung vom Weltmarkt.

DER ERSTE ATOMGETRIEBENE HERZSCHRITTMACHER

Washington - Der erste durch Atomkraft angetriebene Herzschrittmacher der Welt ist einem Hund eingepflanzt worden. Die Operation verlief erfolgreich. Der Schrittmacher wäre in der Lage, zehn Jahre lang ununterbrochen in der Brust eines Menschen zu funktionieren. Das Gerät wurde von der amerikanischen Atomenergie-Kommission entwickelt und wird als Meilenstein auf dem Gebiet angesehen. Der Schrittmacher ist kleiner als eine gewöhnliche Zigarettenschachtel. Er dient Herzkranken, indem seine elektrischen Impulse das Herz des Kranken künstlich am Schlagen halten. Die Vorrichtung kostet umgerechnet etwa 2 000 Rand.

HEYERDAHL OPTIMISTISCH

Allesund - Die Papyrusboot-Reise des norwegischen Forschers Thor Heyerdahl verlief bisher planmäßig, wie einem Funkspruch von „Ra“ entnommen werden kann. Nachdem der Bau des Bootes sich als stabil erwiesen hatte, scheint ein freudiger Optimismus an Bord zu herrschen. Heyerdahl hofft, Lateinamerika in weniger als drei Monaten zu erreichen. Die Reise begann am 25. Mai, als „Ra“ aus Safi, einem Hafen in Marokko, auslief.

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