21 Mai 2019 | Geschichte

Vor 50 Jahren

21. Mai 1969

SÜDAFRIKANISCHE LEHRERAUSBILDUNG UNZUREICHEND

Windhoek - E. T. Meyer, Landesratsabgeordneter für Okahandja, plädierte als erster Sprecher im Rahmen der Haushaltsdebatte im Landesrat gestern dafür, dass Südwestafrika bei der Ausbildung im künftigen Lehrercollege ein Beispiel für die Republik werden sollte. Südwestafrika, so sagte Meyer, solle ein eigenes Lehrercollege erhalten. Mehr als drei Millionen Rand würden für die Gebäude ausgegeben. Man habe die Erfahrung gemacht, dass die Lehrerausbildung in der Vergangenheit unzureichend gewesen sei. Diese Tatsache sei ein Grund zur Sorge. Insbesondere fehle es bei der jetzigen Ausbildungsmethode an der Vorbereitung für die praktischen Seiten des Lehrerberufes.

Südwestafrika sollte nicht zögern, so sagte Meyer, bei der Ausbildung in dem eigenen College alte Zöpfe abzuschneiden und damit ein Vorbild für die Lehrerausbildung in der Republik zu setzen. Das Südwester Lehrercollege werde Platz bieten für 250 bis 300 weibliche sowie 60 bis 150 männliche Studenten. „Wir wollen ein College, das nicht an seinem Ziel vorbeisteuert“, sagte Meyer. Die praktische Seite müsse bei der Ausbildung betont werden.

ZUM TODE VERURTEILT

Los Angeles - In Los Angeles wurde Sirhan Sirhan wegen des Mordes an Senator Robert Kennedy zum Tod in der Gaskammer verurteilt. Der Bruder des Ermordeten, Senator Edward Kennedy, hatte das Gericht gebeten, von einem Todesurteil abzusehen. Sirhan Sirhan, der den Gerichtssaat eine Zigarre rauchend betrat, zeigte keinerlei Emotionen nach der Urteilsverkündung. Sirhans Verteidiger klopfte ihm auf die Schulter und sprach ihm sein Beileid aus. Die Mutter des zum Tode. Verurteilten saß im Gerichtssaal and hörte das Urteil gefasst an. Nach dem Urteilsspruch wurde Sirhan Sirhan in die Todeszelle im Gefängnis in Los Angeles verlegt.

Revisionsverfahren findet automatisch statt. Eine eventuelle Bestätigung des Todesurteils dürfte mindestens zwei Jahre in Anspruch nehmen.

LEBERPATIENT WIEDER BEI BEWUSSTSEIN

Johannesburg - Der Zustand des südafrikanischen Leberpatienten, gestern noch als unverändert kritisch bezeichnet, hat sich gebessert, nachdem er heute das Bewußtsein wiedererlangt hatte. Die Transplantation war Montagnacht.

KÜNDIGUNG ZURÜCKGEZOGEN

Pietermaritzburg - Fast alle nichtweißen Ärzte am King-Edward-Krankenhaus in Durban und am Edenvale-Krankenhaus bei Pietermaritzburg dürfen ihre Kündigungen rückgängig machen. Das erklärte Dr. W. K. Botha, der Direktor für Krankenhausdienste in Natal, am Dienstag. Der Administrator sei jedoch immer noch nicht bereit, die Kündigung von 17 Ärzten am King-Edward-Krankenhaus zurückzunehmen. Sie konnten sich jedoch erneut um Stellungen bewerben.

Der Beschluss der nichtweißen Ärzte ihre Kündigung rückgängig zu machen, beruht auf dem Wunsch, die Gehaltsfrage mit der Nataler Administration auf friedliche Weise zu lösen. Der Innenminister hatte gegen Ende der vergangenen Woche eine wesentliche Gehaltsaufbesserung für Ärzte im Dienste der Provinzadministration angekündigt. Diese betraf besonders die nichtweißen Äzte.

SAM NUJOMA VOR DEM UNO-AUSSCHUSS

Daressalam -- Sam Nujoma, Präsident der South West Africa Peoples' Organization (SWAPO), trat gestern vor dem UNO-Ausschuss gegen den Kolonialismus in Daressalam auf. Er erklärte vor dem Ausschuss, dass die USA mitverantwortlich seien, wenn Südafrika Atomwaffen entwickeln würde.

Die USA, Frankreich, England, die Bundesrepublik und einige lateinamerikanische Lander würden durch ihre Investitionen Südafrika aktiv unterstützen. Dies diene der Festigung der weißen Minderheitsherrschaft in Südafrika. Die USA beschuldigte Nujoma, an dem „Plan zur Expansion des Rassismus“ in Südafrika beteiligt zu sein. Südafrika, so führte Nujoma weiter aus, habe kürzlich amerikanische elektronische Ausrüstungen zum Anpeilen von unterirdischen Radiosendern gekauft. Ferner erzählte er dem Ausschuss, es gebe Anzeichen dafür, dass das amerikanische Waffenembargo umgangen werde.

ITALIENISCHE POSTBEAMTE STREIKEN

Rom - Auf Italiens Flugplatzen, Stationen und Postämtern liegen etwa. 45 Millionen Briefe, Postkarten und Zeitschriften, die nicht abgeliefert worden sind, nachdem die italienischen Postarbeiter in den Streik getreten sind. Mit dem Streik wollen die Postbeamten ihre Forderungen nach höheren Löhnen sowie nach einem umfangreicheren Personal unterstreichen.

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