07 Januar 2019 | Geschichte

Vor 50 Jahren

6. Januar 1969

Nordhafen nach Süden gerutscht

Windhoek - über den Platz für den Bau eines Hafens an der Nordküste Südwestafrikas soll demnächst endgültig bestimmt werden. Die Planungsvorarbeiten hatten sich zunächst um Angra Fria, nördlich von Rocky Point, konzentriert. Nachdem Sarusasa Ontwikkelings Korporasie Ende 1967 zwei Pilchardlizenzen zwecks Finanzierung des Nordhafens erhalten hatte, wurden die Untersuchungen darüber, wo ein Hafenbau am besten möglich ist, weiter nach Süden erlegt. Zunächst wurde die Gegend von Rocky Point in Augenschein genommen. Jetzt sind die Planer noch weiter südlich, zur Möwenbucht, südlich des Hoarusib-Riviers, gezogen. Der Administrator von Südwestafrika J.G.H. van der Wath besuchte Ende vergangenen Jahres die Möwenbucht und ließ sich einen Einblick in die dort stattfindenden Planungs- und Vermessungsarbeiten geben. Der Administrator konnte sich hierbei von den vielfältigen Schwierigkeiten überzeugen, die noch mit dem Bau eines Nordhafens verbunden sei dürfen.

Aufrührerische Ovambos verhaftet

Windhoek - 62 Ovambos im Dienst der Südafrikanischen Eisenbahn- und Hafengesellschaft wurden am Freitagnachmittag von der Polizei auf dem Windhoeker Güterbahnhof verhaftet und am Samstagvormittag vor den Magistratsgericht wegen öffentlicher Gewalttätigkeit angeklagt. Magistrat A.HZ. Coetzer hat den Prozeß vertagt.

Die Ursache der Gewalttätigkeit war die Verhaftung eines Bantus durch die Bahnpolizei wegen mutmaßlichen Diebstahls. Diese führte zu einer Zusammenrottung und machte schließlich das Eingreifen der Eisenbahn- und der der südafrikanischen Polizei notwendig.

Feuerball bei Trekkoppjie

Usakos - Bei Trekkoppjie wurde von Autofahrern ein Feuerball beobachtet, der sich mit großer Geschwindigkeit der Erde näherte und aufschlug. Autofahrer, die sich zwischen Usakos und Swakopmund befanden, hörten anschließend mehrere Explosionen und sahen eine Rauchwolke aufsteigen. Die Polizei untersucht zur Zeit die Angelegenheit. Es ist möglich, daß einer der zahlreichen Satelliten, die zur Zeit die Erde umkreisen, bei Trekkoppjie abgestürzt ist.

Bundestagspräsident besucht SWA

Bonn - Bundestagspräsident Eugen Gerstenmaier wird Südafrika gegen Ende Januar besuchen. Das gab das Bundespresseamt am Freitag in Bonn bekannt. Die genauen Termine wurden vorläufig noch nicht angekündigt. Während seines Aufenthaltes wird Dr. Gerstenmaier die neue deutsche Schule in Johannesburg ihrer Bestimmung übergeben. In seiner Eigenschaft als Präsident der deutschen Afrikagesellschaft wird Gerstenmaier auch Südwestafrika besuchen.

Raumflug zur Venus

Moskau - Die Sowjetunion hat am Sonntag ein unbemanntes Raumschiff zur Venus gestartet. In einer Ankündigung der Nachrichtenagentur TASS heiße es, daß die „Venus 5“ bis Mitte Mai 155 Millionen Meilen zurücklegen wird, um „zusätzliche Informationen über die Atmosphäre des Planeten zu erhalten“.

„Venus 5“ wird von den Sowjets als Nachfolger der „Venus 4“ bezeichnet, der am 18. Oktober 1967 der historische Durchbruch glückte, als sie den Planeten Venus erreichte und Informationen an Ort und Stelle zur Erde zurückfunken konnte. Seinerzeit wurde festgestellt, daß die Venus ein sehr heißer Planet ist, dessen Atmosphäre eine Temperatur bis zu 536 Grad Fahrenheit erreicht. Außerdem stellte man fest, daß diese Atmosphäre nur aus Kohlenstoff besteht.

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