22 Mai 2019 | Geschichte

Vor 50 Jahren

LECK IM HARDAPDAMM

Mariental - Im Hardapdamm ist vor kurzem ein Leck festgestellt worden, das in jüngster Zeit an Umfang zugenommen hat. In einer Mitteilung der Abteilung Wasserwesen der Administration an die Stadtverwaltung Marientals und die Siedler am Hardapdamm verweist Abteilungsdirektor R. J. Myburgh darauf, dass das Vorkommen solcher Lecks nicht ungewöhnlich ist, und dass für die Anwohner keine Gefahr besteht. Die Abteilung Wasserwesen will eine Untersuchung durchführen, um das Leck zu lokalisieren und anschließend die notwendigen Wiederherstellungsarbeiten vorzunehmen.



DEUTSCHER MUTTERSPRACHENUNTERRICHT ERWEITERT

Windhoek - Eine Gesetzesvorlage über die Einführung des deutschen Muttersprachenunterrichts bis Std. VIII an den Schulen in Südwestafrika wurde dem Landesrat am Mittwoch von Exekutivmitglied D. F. Mudge vorgelegt. Dieses Gesetz wird heute zum ersten Mal gelesen. Eine Besprechung der Vorlage wird voraussichtlich am Freitag vor der zweiten Lesung erfolgen.

Die Gesetzesnovelle erteilt dem Direktor für das Bildungswesen in Südwestafrika die Vollmacht, den Muttersprachenunterricht in Deutsch an allen Schulen innerhalb seines Zuständigkeitsbereiches einzuführen. Bisher sah das Gesetz den deutschen Muttersprachenunterricht bis Std. V vor. Die Gesetzesnovelle sieht in dieser Beziehung im Paragraphen 70 (a) vor, dass Parallelklassen eingerichtet werden und der deutsche Muttersprachenunterricht eingeführt werden muss, sobald die Zahl der deutschsprachigen Schüler in den Grundschulklassen 15 überschreitet.

Was die Einführung des deutschen Muttersprachenunterrichts für Std. VI, VII und VIII betrifft, liegt es laut Gesetzesvorlage im Ermessen des Direktors für das Erziehungswesen, diesen einzuführen, wenn die Zahl der vorhandenen Schüler eine solche Maßnahme rechtfertigt. Der einzige Vorbehalt ist, dass für den Unterricht in Fächern, die aus praktischen Überlegungen schwierig in deutscher Sprache zu unterrichten sind, der Direktor des Erziehungswesens entscheiden kann, ob in solchen Fällen der Unterricht in Afrikaans oder Englisch zu erfolgen hat.

MONDANBLICK ENTZÜCKT ASTRONAUTEN

Houston/Kap Kennedy - Die erste schwierige Phase des Apollo-10-Unternehmens konnte mit Hilfe einer präzisen, etwa sechsminütigen Brennzeit des Apollo-Triebwerks, die die Raumschiffkombination in eine ellipsenförmige Mondumlaufbahn einlenkte, gemeistert werden. Die Funkverbindung mit der Erde war 34 Minuten lang unterbrochen, da sich die Kapsel und die Mondfähre auf der Hinterseite des Mondes befanden. Zu diesem Zeitpunkt waren die beiden Raumschiffe etwa 294 Meilen von der Mondoberfläche entfernt und bewegten sich mit einer Stunden-Geschwindigkeit von 5280 Meilen fort. Die sonst so rege Geschäftigkeit in den Kontrollzentren von Houston und Kap Kennedy war einer fieberhaften Spannung gewichen. Denn sollte etwas schiefgehen, so waren die Überwachungszentren nicht in der Lage, Hilfe zu leisten, da sie keine Ortung der Raumschiffe besäßen. Das Überleben der Astronauten hing also völlig von ihren pilotischen Fähigkeiten ab. Kurz nachdem die Funkverbindung wiederhergestellt werden konnte, verkündete eine triumphierende Besatzung: „Wir sind wohlbehalten angekommen.” Unter den Anwesenden in den Kontrolizentren, die die Mitteilung hörten, befanden sich Dr. Wernher v. Braun, Direktor des Marshall-Raumflugzentrums von Huntsville, sowie Dr. Robert Gilruth, Direktor des Houston-Raumzentrums. Die an Bord befindlichen Radar- und Computerausrüstungen registrierten nur sehr geringe Abweichungen von der geplanten Mondumlaufbahn. Die Mondoberfläche bezeichneten die Astronauten als braunlichgrau und „wunderschön”. Vulkane und Krater zeichneten sich gut sichtbar auf der Mondoberfläche ab.



ERHÖHTE ZEMENTPREISE

Johannesburg - Der südafrikanischen Gesellschaft der Zementproduzenten wurde vom Preiskontrolleur mitgeteilt, dass die Zementproduzenten ihren Preis ab 22. Mai erhöhen können. Die Herstellerpreise sind von Ort zu Ort verschieden, doch wird die Preiserhöhung im Allgemeinen etwa drei Cent je Sack betragen. Für ein Haus, dessen Baukosten auf 10000 Rand veranschlagt sind, dürfte die Preiserhöhung zwischen 12 und 15 Rand ausmachen.

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