11 September 2019 | Geschichte

Vor 50 Jahren

10. September 1969

SPIEGELBILD DES WIRTSCHAFTLICHEN FORTSCHRITTS

Windhoek - Mit einem besonders großen Aufwand an Mühe und Mitteln wurde die diesjährige Laudesausstellung in Windhoek, die heute Morgen um 8 Uhr ihre Pforten öffnete, gestaltet. Das ist der überwiegende Eindruck eines ersten Rundgangs durch das Messegelände. Geschmackvoll eingerichtete Stande werben für Handel und Industrie. Auch die Landwirtschaft ist auf allen Sektoren sehr repräsentativ vertreten. In allen Abteilungen wurden Rekordmeldungen notiert. Somit verdient die Landesausstellung 1969 das Prädikat, ein echtes Spiegelbild des wirtschaftlichen Fortschritts und Wohlstandes Südwestafrikas, der sich seit einigen Jahren abgezeichnet hat, zu sein.

Bemerkenswert ist in diesem Jahr, dass eine ganze Reihe neuer Großunternehmen mit wirkungsvollen Ständen auf der Ausstellung vertreten ist. Sie dürften in anschaulicher Weise vor Augen führen, wie stark das Vertrauen zu der wirtschaftlichen Zukunft des Landes zugenommen hat. Gleichzeitig unterstreicht die Ausstellung aber auch, in welchem Maße sich die sekundäre Industrie in Südwestafrika entwickelt hat. Wer den Industriesektor aufmerksam durchwandert, wird feststellen, wie stark sich die Ansprüche des Landes auf diesem Gebiet an den allgemeinen Handel in Maschinen, landwirtschaftlichen Geräten und Anlagen geändert hat. Der Akzent hat sich auffallend auf die Mechanisierung in allen Bereichen des wirtschaftlichen Lebens verschoben.

ZEHNSTÜNDIGER ÜBERFALL

Tel Aviv - Unterstützt von der Luftwaffe und Marine landeten mit Panzerwagen ausgerüstete israelische Truppen am Dienstag vor Sonnenaufgang im ägyptischen Küstengebiet am Golf von Suez und besetzten südlich der Stadt Port Suez einen Küstenstreifen von 50 Kilometer Länge. Die Stellungen und Lager der Ägypter wurden überrannt, wobei über 100 Ägypter getötet und über 150 verwundet wurden. Nach zehn Stunden zogen sich die Israelis, wie vorgesehen, wieder auf die Sinai-Halbinsel zurück. Nur ein einziger Israeli wurde verwundet, und außerdem wurde ein israelisches Flugzeug abgeschossen. Sonst gab es keine eigenen Verluste, obwohl den Angreifern 2 000 bis 3 000 Ägypter gegenübergestanden hatten. Viele Ägypter rannten vor den vorrückenden Israelis davon. Beobachter schilderten den Überfall als den größten seit dem Blitzkrieg von 1967. General Dayan warnte in einer Rundfunkansprache die Ägypter vor noch viel schwereren Schlägen, falls sie den Waffenstillstand weiter verletzten.

NATURWISSENSCHAFTEN STAGNIEREN

Bonn - Die Neigung der deutschen Studenten, natur-wissenschaftlich-technische Fächer zu wählen, hat trotz zu-nehmender Bedeutung dieser Fachrichtungen seit 1955 nicht zugenommen, während die Zahl der deutschen Studierenden an den wissenschaftlichen Hochschulen der Bundesrepublik seit 1955 um 121,1 Prozent anstieg, nahm im gleichen Zeitraum die Zahl der Studierenden der naturwissenschaftlich-technischen Fachrichtungen nur um 117,6 Prozent zu. Der prozentuale Anteil der Studierenden dieser Fachrichtungen ging von 46,1 Prozent auf 45,4 Prozent (1968) leicht zu.

DEUTSCHE KRIEGSSCHIFFE UNTER NATO-KOMMANDO

Wilhelmshaven - Den NATO-Staben unterstehen zurzeit 127 Kriegsschiffe und 66 Flugzeuge der deutschen Marine. Bei den Schiffen sind es vor allem Zerstörer, U-Boote und Landungsboote. 28 Schiffe, die zum Teil noch im Bau sind, sollen nachgeordnet werden, darunter die aus den USA erwarteten neuen Lenkwaffenzerstörer der Lütjens-Klasse. 660 Soldaten erhalten zurzeit eine zusätzliche Fachausbildung.

ZWEI NEUE FUNKHÄUSER

Köln - Bis zum Jahre 1972 sollen im Süden der Rheinmetropole KöIn zwei neue große Funkhäuser entstehen, in denen zusammen 2150 Menschen beschäftigt sein werden: Das „Haus des Deutschlandfunks,“ das besonders für den kommunistisch regierten Teil Deutschlands und die angrenzenden Ostblockstaaten wichtig ist, und das „Haus der Deutschen welche die ganze Welt mit fremdsprachigen deutschen Sendungen versorgt.

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