22 Januar 2019 | Geschichte

Vor 50 Jahren

21. Januar 1969

KUNENEABKOMMEN IN LISSABON UNTERZEICHNET

Pretoria - In Pretoria und Lissabon wurde gestern abend offiziell bekanntgeben, dass das Kuneneabkommen zwischen Portugal und Südafrika heute um 13 Uhr in Lissabon unterzeichnet wird. Die Unterzeichnung nehmen der portugiesische Außenminister Dr. Nogueira und der südafrikanische Botschafter in Lissabon, A.J.F Viljoen vor. Das Abkommen behandelt die administrativen, technischen und finanziellen Aspekte der Durchführung der ersten Entwicklungsphase am Kunene zum Nutzen der Völker Südwestafrikas und Angolas.

Hierbei handelt es sich um eine Übereinkunft, die das Abkommen zwischen Portugal und Südafrika vom 13. Oktober 1964 ergänzt. Damals war eine grundsätzliche Übereinstimmung über die gemeinsame Nutzung des Wassers des Kunene erreicht worden.

Das neue Ergänzungsabkommen, das die Übereinkunft vom Oktober 1964 erst praktisch wirksam werden lässt, bezieht sich auf die Speisung der Ovambolandkanäle von der Pumpstation Calueque am Kunene. Ferner soll ein Staudamm bei Gove in Angola errichtet werden. Gove liegt nördlich von Matala. Dieser Damm soll das hydroelektrische Kraftwerk bei Matala besser und zuverlässiger speisen. Ferner liefert er Wasser für landwirtschaftliche Bewässerungsanlagen in dem Gebiet flussabwärts von Gove. Ein weiterer Staudamm soll bei Calueque in Südangola errichtet werden. Dieser Damm soll den Wasserlauf im Kunene nördlich der Ruakanafälle regulieren und die Voraussetzung für die Belieferung des bei Ruakana zu bauenden hydroelektrischen Kraftwerkes schaffen.

MINISTERIUMSABTEILUNG FÜR DIE BASTER

Windhoek - Bereits mehr als eine halbe Stunde vor Beginn der Verhandlungen des Basterrates mit dem Ministerpräsidenten hatten sich sieben Ratsmitglieder des Basterrates unter ihrem Vorsitzenden, dem Magistrat von Rehoboth, A. Chatwind, mit Fraktionszimmer Nummer 121 im Landesratsgebäude eingefunden. Pünktlich um 15 Uhr erschien Ministerpräsident B. J. Vorster, begleitet von Justizminister P. C. Pelser und dem Administrator für Südwestafrika, J. G. H. van der Wath. Der Ministerpräsident weilt zur Zeit in Windhoek, um die Einweihung der neuen Wasserkläranlage vorzunehmen.

VORSTER: WASSERBEWUSSTER WERDEN

Windhoek - Ministerpräsident B. J. Vorster eröffnete heute vormittag offiziell die neue städtische Wasserkläranlage in Windhoek, die die größte der Welt ist, und die er als ein Vorbild für die Republik bezeichnete. Mit einer ähnlichen Anlage konnten beispielsweise 75 Prozent der Wasserentnahme des Vaaldammes einer erneuten Verwendung zugeführt werden. Besonders für Pretoria und den Witwatersrand seien solche Anlagen von nicht abzuschätzender Bedeutung. Der Ministerpräsident dankte auch der Bevölkerung von Windhoek, dass sie dieses neue Projekt akzeptiert habe. Er appellierte an die Bevölkerung Südafrikas, wasserbewusster zu werden.

SCHLACHT GEGEN STUDENTEN

Tokio -- 200 verletzte Polizisten blieben auf dem Schlachtfeld liegen, als die Polizei die Universität von Tokio von antiamerikanischen Studentendemonstrationen entsetzte. Zwei Tage lang hatten die Studenten die Universität besetzt gehalten. Insgesamt 9000 Polizisten wurden eingesetzt, um die Demonstranten aus der Universität zu vertreiben. Unter einem Hagel von Säurebomben und Molotow-Cocktails mussten sich die Polizisten einen Weg in die von 400 Studenten besetzte Universität bahnen. Mit der Entsetzung der Universität endete ein Jahr der Rechtlosigkeit auf dem Universitätsgelände. Die Räumung der Universität von Demonstranten wurde behindert durch die Errichtung von Barrikaden durch weitere 1500 Studenten, die mit den Besetzern der Universität sympathisierten. Zahlreiche Studenten wurden mit Handschellen gefesselt nach der Schlacht abgeführt.

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