27 März 2019 | Geschichte

Vor 50 Jahren

26. März 1969

EINWEIHUNGSFLUG NACH RIO UND NEW YORK

Johannesburg - Eine Boeing 707 der südafrikanischen Luftfahrtgesellschaft SAL hob heute Vormittag mit 120 Ehrengästen an Bord vom Jan-Smuts-Flugplatz ab, um den neuen Flugdienst Johannesburg - Rio de Janeiro - New York offiziell einzuweihen. Unter den Gästen befanden sich Außenminister Dr. Hilgard Muller, Vizeverkehrsminister H. E. Martins sowie die Staatssekretäre Danie Joubert (Verkehr), V. P. Steyn (Fremdenverkehr) und der Direktor für Zivilluftfahrt L. C. du Toit.

Nach einem zweitägigen Aufenthalt in Rio de Janeiro wird der Flug nach New York fortgesetzt. Dort werden die Gäste sich drei Tage zu Besichtigungsrundfahrten aufhalten. Außenminister Muller bleibt in Rio de Janeiro zurück, um die südafrikanischen Kontakte mit den latein-amerikanischen Ländern zu erneuern.

Seitdem dieser Flugdienst am 23. Februar eingerichtet wurde, hat er sich bereits großer Beliebtheit erfreut. Insgesamt 450 Passagiere wurden in beiden Richtungen befördert, was etwa 90 Passagiere pro Flug bedeutet. Ein Sprecher der SAL erklärte, die Buchungen für die nächsten fünf Flüge sind sehr lebhaft.

FRANCO HEBT AUSNAHMEZUSTAND AUF

Madrid - General Franco hat am Dienstag in Spanien den Ausnahmezustand aufgehoben. Gleichzeitig wurden Zahlen über die verhafteten Kommunisten, baskischen Nationalisten, Studenten und anderer Regierungsgegner bekanntgegeben. Während des Ausnahmezustandes konnte die Polizei unbeschränkt Verhaftungen und Haussuchungen vornehmen. Noch 208 Personen waren in Haft, darunter 28 Studenten, gegen die noch keine Anklage erhoben worden war, als am letzten Freitag das Kabinett beschloss, den Ausnahmezustand aufzuheben. Sie werden später freigelassen werden, sofern nicht genügend Beweise vorliegen, um Anklage gegen sich zu erheben. Weitere 355 Personen, darunter 127 Studenten, werden vor Zivil- und Militärgerichten erscheinen müssen. Von diesen sind 243 im Gefängnis, die übrigen wurden gegen Kaution freigelassen. Während den zwei Monaten des Ausnahmezustandes waren 136 Studenten unter Hausarrest gestellt worden, meistens am Wohnort selber unter Aufsicht der Eltern. 20 Personen wurden in entfernten Dörfern interniert; unter ihnen befinden sich Universitätsprofessoren, Advokaten und andere dem Regime feindlich gesinnte Intellektuelle. Der Innenminister, General Vega erklärte, dass die extremistische Basken-Organisation „ETA“ gesprengt worden sei; ihr Führer sei nach Frankreich geflüchtet. Die Polizei habe Waffen und Propagandamaterial beschlagnahmt. Unter den Verhafteten befanden sich Basken, die in die Ermordung des Chefs der geheimen Provinzpolizei im letzten August verwickelt seien.

ÖL UND GAS VOR DER SÜDAFRIKANISCHEN KÜSTE

Kapstadt - Etwa 40 Meilen vor der südafrikanischen Küste ist sowohl Öl als auch Gas festgestellt worden. Der Minister für Planung Dr. C. de Wet gab dies gestern im Volksrat bekannt. Das Öl- und Gasgebiet liegt vor der Küste von Plettenberg Bay. In seiner mit Spannung aufgenommenen Erklärung erläuterte de Wet, dass Tests einen Gasfluß von 25 Millionen Kubikfuß pro Tag festgestellt haben. Der Minister sagte ferner, er glaube, dass diese historische Bekanntmachung von allen Südafrikanern und Freunden Südafrikas mit großer Freude aufgenommen werde.

BOMBENPÄCKCHEN NACH TANSANIA

Daressalam - Die Polizei in Tansania bemüht sich, den Absender eines Päckchens zu ermitteln, das die Bombe enthielt, mit der FRELIMO-Führer Dr. Eduardo Mondlane getötet worden ist. Inzwischen ist ein zweites Bombenpäckchen von der Polizei abgefangen worden, das an einen führenden FRELIMO-Mann Marcellino dos Santos adressiert worden war. Laut Angaben der Polizei in Daressalam soll bereits ein drittes Bombenpäckchen in Tansania eingetroffen sein. In einem FRELIMO-Flugblatt wird behauptet, dass zwei der Päckchen aus Westdeutschland kamen. Darunter das Päckchen, in dem sich die Bombe befand, die Mondlane tötete.

EISENHOWER ERLITT RÜCKSCHLAG

Washington - Der ehemalige amerikanische Präsident General Dwight Eisenhower hat am Wochenende einen ernsten Rückschlag in seinem Gesundheitszustand erlitten. Er befindet sich immer noch im Walter-Reed-Krankenhaus in Washington. Seine Ärzte meinten, dass sein Schwächezustand bedenklichen Umfang angenommen hat.

Der 78-jährige General Eisenhower erlitt vor einer Woche eine Herzschwäche. Er wurde in den letzten Monaten siebenmal von Herzattacken heimgesucht. Im vergangenen Monat musste eine größere Operation an ihm vorgenommen werden. Zur Zeit kämpft er auch noch gegen Kreislaufstörungen.

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