15 Juni 2020 | Geschichte

Vor 50 Jahre

1970-06-15

ERNST SCHERER ERHIELT BUNDESVERDIENSTKREUZ

Windhoek – Im Rahmen einer Feierstunde in der HPS überreichte der deutsche Konsul in Südwestafrika H.F. Lewalter das von Bundespräsident Gustav Heinemann verliehene Bundesverdienstkreuz am Bande an Ernst Scherer Der deutsche Konsul würdigte Ernst Scherer als erfolgreichen Vertreter und Dolmetsch deutscher kultureller Schöpfungen in Südafrika. Hierbei seien jedoch die Impulse, die Ernst Scherer in Südwestafrika empfangen habe, unverkennbar. Der Konsul würdigte die Verdienste Scherers um das kulturelle Leben in Windhoek und Südwestafrika und neuerdings um den Südwester Kunstexport in die Republik.

Scherer, so sagte Lewalter, bemühe sich stets um ein höchstmögliches Niveau. Der Konsul betonte die Gründlichkeit und das stark ausgeprägte Pflichtgefühl bei Ernst Scherer. Er fügte hinzu: „Bleiben Sie weiterhin so anspruchsvoll gegen sich und Ihre Mitarbeiter.“

ADMINISTRATOR ZUM SWAKOPMUNDER SCHWIMMBAD

Windhoek - Die im Swakopmunder Stadtrat aufgestellte Behauptung, die Administration sei dafür verantwortlich, dass der Küstenort ein Süßwasserschwimmbad anstelle des ursprünglich vorgesehenen Meerwasser-Schwimmbades erhalte, wies der Administrator von Südwestafrika, J. G. H. van der Wath, entschieden zurück. „Ich war von der Süßwasser -Geschichte genauso überrascht wie die meisten Südwester, die diese Nachricht in der Zeitung gelesen haben“, erklärte der Administrator. Es sei ausschließlich Sache des Swakopmunder Stadtrates zu entscheiden, ob ein Meerwasser- oder Süßwasser-Schwimmbad gebaut werden solle. Weder er noch das für Gemeindefragen zuständige Mitglied der Exekutive, Advokat E. van Zig, hatten mit der Meerwasser-Süßwasserfrage irgendetwas zu tun.

In diesem Zusammenhang bemerkte der Administrator, er habe sich, nachdem der Ausbauplan Swakopmunds beschlossen war, lediglich einmal in die Schwimmbad-Angelegenheit eingemischt, nämlich, um den Bau zu beschleunigen. Die Stadt Swakopmund hatte bereits früher mit dem Bau beginnen können, die Mittel standen zur Verfügung.

MASCHINE DER SA-LUFTWAFFE ABGESTÜRZT

Pretoria — Eine Ausbildungsmaschine vom Typ „Impala“ der südafrikanischen Luftwaffe stürzte am vergangenen Freitag während eines Übungsfluges in der Nähe von Malmesbury ab und ging kurz danach in Flammen auf. Der Pilot der Maschine, Kapitän S. Hattingh, konnte sich in etwa 2000 Meter Höhe mit Hilfe des Schleudersitzes aus dem Flugzeug schießen und kam unversehrt davon.

WIEDER NORMALE BEZIEHUNGEN

London — Großbritannien hat am Donnerstag die normalen diplomatischen Beziehungen mit Lesotho; die Sat dem Staatsstreich des Häuptlings Jonathan Ende Januar unterbrochen waren, wiederaufgenommen. Dies erfolgte hauptsachlich im Hinblick auf die Dürre, die zu einer Katastrophe zu werden droht. Das Ministerium für überseeische Entwicklungen wird Experten nach Lesotho entsenden, um die Höhe der Hilfe festzustellen, die Großbritannien zu leisten gewillt wäre. Auch die Budgethilfe wird jetzt Lesotho wieder zufließen.

AMERIKANISCHER KORRESPONDENT AUSGEWIESEN

Moskau — Der in der sowjetischen Hauptstadt stationierte amerikanische Time-Korrespondent Stanley Cloud ist am vergangenen Freitag vom sowjetischen Außenministerium des Landes verwiesen worden. In einer Erklärung des Chefkorrespondenten der Times, Murray Gart, heißt es, dass das sowjetische Außenministerium bisher keine Stellung zu diesem Schritt genommen habe. Cloud ist einer der beiden Korrespondenten des Magazins, die sich seit Oktober des vergangenen Jahres in Moskau aufhalten.

KURZ BERICHTET

New York — Im Alter von 89 Jahren ist der frühere russische Ministerpräsident Alexander Feodorowitsch Kerensky in New York gestorben. Kerensky war während hundert Tagen Ministerpräsident, nachdem im März 1917 Zar Nikolaus II. gestürzt und ermordet worden war. Er trat sein Amt im Juli an und wurde im November von den Bolschewisten gestürzt. Er floh nach Paris, wo er bis 1940 blieb. In den letzten 39 Jahren lebte er in den USA, er schrieb und Vorlesungen hielt.

Daressalam - Eine der Regierung gehörende Zeitung versucht weiter, einen Druck auf die Bundesrepublik Deutschland auszuüben, damit. Siemens gezwungen werde, sich vom Cabora-Bassa-Damm zurückzuziehen.

EIN NEUER DAUERFLUGREKORD?

Moskau — Nach Meinung westlicher Raumfahrtexperten werden die Sowjets noch im Laufe des heutigen Tages einen neuen „internationalen“ Dauerflugrekord für sich verbuchen können. Sollten die beiden Sojus-9-Kosmonauten Oberst Adrian Nikolajew und Flugingenieur Vitali Sewastjanow heute um 15.35 Uhr (SA-Zeit) noch immer die Erde umkreisen, so werden sie den im Jahre 1965 von den beiden amerikanischen Gemini-7-Astronauten Frank Borman und James Lovell aufgestellten Dauerflugrekord von 13 Tagen 18 Stunden und 35 Minuten überrundet haben. Sojus 9 war am 1. Juni um 21 Uhr in eine Umlaufbahn um die Erde geschossen worden. Obwohl sich das sowjetische Raumschiff nunmehr beinahe seit zwei Wochen im Raume befindet, gab die Nachrichtenagentur TASS auch am Sonntag nicht bekannt, wie lange der Flug von. Sojus 9 noch dauern werde.

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