11 Juni 2020 | Geschichte

Vor 50 Jahre

1970-06-11

GROSSES REPUBLIKFEST 1971

Windhoek — 1971 wird der Republiktag, 31. Mai, besonders würdig gefeiert. Wie bekannt, finden alle fünf Jahre am Republiktag große Feiern statt. Im kommenden Jahr wird die Republik Südafrika eine neue Flagge erhalten. Das Republikfest 1971 steht unter dem Motto: das politische Wachstum Südafrikas in den abgelaufenen zehn Jahren. Das Hauptfest wird im kommenden Jahr in Goodwood, Kapstadt, stattfinden. Bei dem großen Fest in Goodwood werden die vier Provinzen und Südwestafrika mit Darbietungen vertreten sein.

In Südwestafrika wird das Republikfest zwischen dem 15. und 31. Mai gefeiert. Den Hohepunkt bildet das Hissen der neuen Flagge am 31. Mai um 11.00 Uhr. In allen Orten Südwestafrikas werden Republikfeste abgehalten. Das Hauptfest findet naturgemäß in Windhoek statt.

CHAOS IN JORDANIEN

Amman/Washington — Das amerikanische Verteidigungsministerium teilte mit, dass palästinische Guerillas den amerikanischen Militärattaché Major Robert Perry getötet und seine Frau, den zwölfjährigen Sohn und seine Tochter unverletzt als Geiseln ins Krankenhaus gebracht haben. Der Major wurde getötet, als Guerillas in sein Haus in einem Vor-ort Ammans, wo einige Kommandos ihre Befehlsstande haben, eindringen wollten. Der 34-jährige, aus Chicago stammende Militärattaché war seit März 1967 in Amman stationiert. Er diente vorher drei Jahre im Libanon. Ein Sohn ist Schüler in Beirut. Der Major wurde durch Schüsse durch die Tür hindurch getötet. Der Attaché für politische Angelegenheiten, Robert Pelletreau, wurde gefangengenommen, als er sich im Hotel Intercontinental nach Geiseln erkundigen wollte, die dort festgehalten wurden. Pelletreau ist Assistent Morris Drapers, des Chefs der politischen Abteilung in der amerikanischen Botschaft, der am Sonntagabend festgenommen, aber am Montag wieder freigelassen worden war.

DIE KONTINENTE WANDERN

Hamburg — Im Jahre 1915 stellte der deutsche Meteorologe und Arktisforscher Alfred Wegener die Theorie auf, dass alle Kontinente Teile zweier riesiger Landmassen seien, die erst im Laufe von Jahrmillionen der Erdgeschichte auseinanderbrachen und in ihre jetzige geographische Position wanderten. Mehrere Bohrungen, die von den Wissenschaftlern des Forschungsbohrschiffes „Glomar Challenger“ an fünf Stellen zwischen New York und Dakar niedergebracht wurden, bestätigten jetzt diese Theorie. Europa und Nordamerika bewegen sich jährlich etwa zweieinhalb Zentimeter voneinander fort. Seit 1900 hat sich. der Abstand zwischen beiden Kontinenten um fast zwei Meter vergrößert.

IMMER NOCH OHNE GROSSE ZEITUNGEN

London — Eine Woche vor den Wahlen ist Großbritannien immer noch ohne die großen Tageszeitungen. Nur der kommunistische „Morning Star“ und Provinzblätter erscheinen, doch hat der Streik inzwischen auch auf Schottland übergegriffen, wo „Daily Express“ und „Daily Record“ gestern nicht herauskamen. In London werden „Times“, „Daily Telegraph“, „Daily Mirror“, „Daily Express“ und „Daily Mail“ vom Streik erfasst, in Manchester der „Guardian“. Manche hoffen, dass die Zeitungen noch vor dem nächsten Mittwoch erscheinen können. Viele Kandidaten sind entmutigt, weil sie in der Presse kein Echo ihrer Reden finden können.

EIN NEUER LIMPOPODAMM

Salisbury — Aus einer Mitteilung über die Errichtung eines Wasserreservoirs geht hervor, dass zwischen Rhodesien und Südafrika über den Bau eines großen Dammes im Limpopo verhandelt wird. Der Limpopo bildet die Grenze zwischen beiden Ländern. Dieses Projekt besteht schon lange, da beide Seiten des Flusses immer wieder von der Dürre heimgesucht werden. Das Reservoir selber soll von East Hunyani Earthmovers (Pty) Ltd. mit einem Kostenaufwand von 275 000 rhodesischen Dollars 3,6 Kilometer stromaufwärts von Beit Bridge errichtet werden und 1 600 Meter lang und 13 Meter hoch sein. Die volle Kapazität soll 1 400 Millionen Liter Wasser betragen. Das Reservoir wird mit Wasser aus dem Limpopo gespeist werden, wenn der Fluss Hochwasser führt. Das Wasser wird vor allem für Beit Bridge und Umgebung benötigt. Beit Bridge ist eine rhodesische Grenzortschaft, die sich auch auf dem südafrikanischen Ufer ausdehnt. Das Wasser soll bilharziafrei gehalten werden, und man will auch Fische aussetzen, damit das Reservoir als Er-holungsplatz zum Fischen und Baden dienen kann. Der Limpopo wird auf seinem Weg zum Indischen Ozean. auch in Mosambik gestaut, wo vor 15 Jahren ein großes Siedlungsgebiet geschaffen wurde.

VORBEREITUNGEN FÜR DEN BAU EINER RAUMSTATION

Moskau — Einer Erläuterung des wissenschaftlichen Korrespondenten der sowjetischen Nachrichtenagentur TASS kann entnommen werden, dass der nunmehr länger als eine Woche dauernde Flug von Sojus 9 in erster Linie Aufschluss über die Voraussetzungen liefern solle, die für den Bau und die Realisierung einer erdnahen Weltraumstation maßgebend seien. Wie der Sprecher ferner ausführte, sehen sowjetische Raumfahrtexperten den Bau einer erdnahen Raumstation nach wie vor als eine der wichtigsten Aufgaben der Astronautik überhaupt an. Wörtlich heißt es in der Nachrichtensendung: „Einen besonders wichtigen Beitrag zur Realisierung dieser Aufgabe liefern uns die wissenschaftlichen die wir wahrend langwieriger Raumflüge — besonders mit Raumschiffen der Sojus-Reihe — einzusammeln hoffen.“ Wie lange der Flug van Sojus 9 noch dauern werde, wurde nicht bekanntgegeben, wohl aber angedeutet, dass er sich über zwei Wochen erstrecken konnte.

Portugal gedenkt der Gefallenen

Lissabon — In ganz Portugal und in den überseeischen Provinzen fanden am Mittwoch Gedenkfeiern für die im Kampf gegen Terroristen gefallenen Portugiesen statt. In Lissabon und Porto wurden große Paraden durchgeführt, wobei die erfolgreichen Kämpfer ausgezeichnet wurden. Es nehmen aber auch Vater die posthum verliehenen Auszeichnungen ihrer gefallenen Söhne und Kinder die ihrer gefallenen Vater entgegen. Schon bald zehn Jahre dauert der Krieg in Angola, Mosambik und Portugiesisch-Guinea, doch ist Portugal entschlossener denn je, diese reichen Gebiete nicht aufzugeben. Man schätzt, dass über 150 000 Mann im Felde stehen. Aus den Kommuniqués ging kürzlich hervor, dass ein Neuaufleben der Guerillatätigkeit. in Angola zu verzeichnen sei. Die Angriffe sind wieder häufiger geworden, und die Terroristen sind besser ausgerüstet und ausgebildet.

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