10 Juli 2019 | International

Viviani setzt italienische Serie in Nancy fort

Superstar Peter Sagan bleibt bei der Tour de France weiter ein Etappensieg verwehrt. Diesmal reichte es zu Platz vier. Den Sieg holte sich der Italiener Elia Viviani. In Gelb rollt der Franzose Julian Alaphilippe weiter durch das Land.

Nancy (dpa) - Superstar Peter Sagan entwickelt sich allmählich zur tragischen Figur bei der Tour de France, stattdessen schnappte sich Elia Viviani den Tagessieg. Der Italiener triumphierte auf der vierten Etappe über 213,5 Kilometer von Reims nach Nancy im Massensprint knapp vor dem Norweger Alexander Kristoff, dem Australier Caleb Ewan und eben Sagan, der weiter auf seinen zwölften Etappensieg warten muss.

„Das bedeutet mir eine Menge. Das war das große Ziel in diesem Jahr. Ich musste nur noch meinen Job erledigen“, sagte Viviani, der die italienische Serie in Nancy fortsetzte. Zum sechsten Mal bei 16 Ankünften siegte ein Fahrer aus Italien.

Zweiter, Fünfter und nun Vierter - dem dreimaliger Weltmeister Sagan bleiben dagegen nur die so ungeliebten Trostpreise. „Mal läuft es gut, mal läuft es schlecht“, kommentierte der extrovertierte Slowake vom deutschen Bora-hansgrohe mit launigen Worten sein bisheriges Abschneiden. Schon 2014 hatte Sagan bei der letzten Ankunft in Nancy den Sieg knapp verpasst, damals gar im Fotofinish.
Das Gelbe Trikot trägt indes weiterhin der Vivianis Teamkollege Julian Alaphilippe, der von seinen französischen Landsleuten euphorisch gefeiert wurde.

Der Tour-Bergkönig von 2018 hatte am Montag mit einem famosen Ritt durch die Weinberge den Tagessieg und Gelb geholt. „Ein permanenter Karneval“, schrieb das Tour-Organ «L'Equipe» und widmete Alaphilippe mal eben sieben Seiten.
Passend zum 100-jährigen Bestehen des Gelben Trikots haben die in den vergangenen Jahren nicht gerade verwöhnten Gastgeber wieder einen Mann an der Spitze. Tony Gallopin hatte 2014 als letzter Franzose das Maillot Jaune getragen.
Bis zur ersten Bergetappe am Donnerstag will Alaphilippe das Trikot verteidigen, dann werde es schwer. Denn die ganz großen Pässe sind nicht gerade sein Ding.

Davon gab es am Dienstag keine zu bewältigen. Als größtes Hindernis wartete der Maron-Anstieg, ein Berg der vierten Kategorie 15 Kilometer vor dem Ziel. Die Sprinter ließen sich aber nicht abhängen. So fiel die Entscheidung auf dem Zielstrich in Nancy. Die deutschen Fahrer konnten sich erwartungsgemäß nicht in Szene setzen, auch der langjährige Topsprinter André Greipel spielt weiterhin keine Rolle.
Daran dürfte sich auch am Mittwoch nichts ändern. Auf dem 175,5 Kilometer langen Teilstück von Saint-Dié-des-Vosges nach Colmar sind zwei Berge der dritten und zwei Berge der zweiten Kategorie zu überwinden. Foto: dpa

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