10 August 2018 | Lokales

Visa-Verzögerung verursacht Frust

Antragsflut überfordert deutsche Botschaft – Schlaga verspricht Besserung

Die deutsche Botschaft in Namibia hat sich für die zuletzt erheblichen Verzögerungen bei der Annahme von Visa-Anträgen entschuldigt und Betroffene ersucht, sich deutlich vor dem Abflug um die notwendige Einreisegenehmigung für den Schengen-Raum zu bemühen.

Von Marc Springer

Windhoek

Wer bei der deutschen Botschaft in Windhoek ein Schengen-Visum beantragen will, muss dafür zunächst über deren Internetseite (https://windhuk.diplo.de/) einen Bewerbungs-Termin buchen. In den vergangenen vier Monaten fiel dafür mitunter eine Wartezeit von bis zu sieben Wochen an, weil das mit Visa-Anträgen befasste Personal des Konsularreferats bereits derart lange im Voraus verplant war und keine weiteren Visa-Bewerbungen mehr annehmen konnte.

Dass einige Geschäftsreisende und Urlauber aufgrund dieser Verzögerung ihr Visum nicht rechtszeitig erlangen und folglich ihren Flug nicht antreten konnten, hat der deutsche Botschafter Christian Schlaga gestern bei einer Pressekonferenz ausdrücklich bedauert und Besserung gelobt. So habe die Botschaft zusätzliche „Zeit-Fenster“ geöffnet, an denen Visa-Anträge angenommen würden um den Rückstau der Bewerbungen und die dafür anfallende Vorlaufzeit zu verringern.

Gleichzeitig warnte Schlaga jedoch, dass die Botschaft durch diese Maßnahme ihre Kapazitäts-Grenze erreicht habe und kein weiteres Personal zur Bearbeitung von Visa-Anträgen mehr abstellen könne. Es werde also auch künftig während Hauptreisezeiten wie beispielsweise im Dezember zu „Engpässen“ und damit verbundenen Verzögerungen bei der Annahme von Visa-Anträgen kommen.

Dies habe unter anderem damit zu tun, dass die Botschaft nicht nur Visa für Deutschland ausstelle, sondern auch für neun weitere Schengen-Staaten (Österreich, Frankreich, Belgien, Ungarn, Griechenland, Luxemburg, Malta, die Niederlande und die Schweiz). Darüber hinaus würden manche Bewerber einen Termin für ihren Visums-Antrag buchen und ohne diesen vorher zu stornieren, ungenutzt verstreichen lassen. Dies würde zu einer zusätzlichen „Verstopfung“ des elektronischen Buchungs-Systems führen, weil die Betroffenen anschließend zwecks erneuten Visum-Antrags meist einen zweiten Bewerbungs-Termin beantragen würden.

Ferner werde das „Nadelöhr“ in der Konsular-Abteilung von Antragstellern zusätzlich verengt, die nicht sämtliche für einen Visum-Antrag notwendigen Dokumente parat hätten. Dazu gehören neben einer schriftlichen Flugbuchung unter anderem auch der Beleg einer Reise- und Krankenversicherung sowie Buchungsbestätigungen für Hotels, der Nachweis ihrer namibischen Staatsangehörigkeit oder ständigen Aufenthaltsgenehmigung sowie Kontoauszüge als Beleg dafür, dass der Aufenthalt im Schengen-Raum auch finanziert werden kann.

Weil unvollständige Anträge nicht angenommen werden könnten und die betroffenen Bewerber folglich erneut bei der Botschaft vorstellig werden müssten, würde der „Flaschenhals“ in der Visum-Abteilung zusätzlich verschlimmert. Schlaga betonte zwar, dass beispielsweise aus „humanitären Gründen“ auch kurzfristige Visa-Anträge angenommen werden könnten, dies aber die absolute Ausnahme sei, weil sich die Botschaft an Vorschriften halten müsse.

Deshalb sollten Bewerber dafür sorgen, dass sie frühzeitig sämtliche erforderliche Unterlagen zusammenragen und weit im Voraus der Reise einen Termin für den Visum-Antrag buchen. Dies sei frühestens drei Monate vor Abflug möglich, wobei Antragsteller beachten sollten, dass für die Bearbeitung des Visum-Antrags etwa sieben Arbeitstage notwendig seien. Schließlich würde die Botschaft etwa 5500 Visa im Jahr ausstellen und sei angesichts des damit verbundenen Arbeitsaufwands besonders zur Haupt-Urlaubssaison „auf die Zusammenarbeit der Antragsteller angewiesen“.

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