06 November 2013 | Lokales

Virus-Ausbruch unter Kontrolle

Der Parvo-Virus, der Mitte Oktober unter den Windhoeker Hunden ausgebrochen ist, hatte das Ausmaß einer Epidemie angenommen. Es sieht jedoch so aus als ob das Schlimmste nun überstanden ist, denn die Windhoek Vetinary Clinik sowie das Windhoek Animal Hospital melden nur noch vereinzelte Fälle. Als Parvo wird eine hoch ansteckende und akut verlaufende Infektionskrankheit von Hunden bezeichnet, die durch das Canine Parvo-Virus verursacht wird. Vor allem Welpen sind für diese Erkrankung sehr anfällig. Doch auch für Hunde, die nicht geimpft sind, stellt sie eine Gefahr dar. Die Welpen müssen sechs Wochen nach der Geburt zum ersten Mal geimpft werden. Weitere Impfungen erhalten sie neun Wochen und anschließend zwölf Wochen später. Nach weiteren drei Monaten erhalten sie die letzten Schutzimpfungen. „Diese Impfungen sind natürlich nicht nur für den Parvo-Virus sie schließen viele andere Krankheiten, wie z.B. Tollwut, ein. Es ist aber wichtig dass die Welpen alle Impfungen erhalten und dass aufhören, denn dann ist der Hund noch nicht immun und kann erkranken“ erklärt Tierarzt Dr. Walter Reisinger. „Es ist wichtig, Welpen rechtzeitig zum Impfen zu bringen, denn diese braucht bis zu drei Wochen um richtig zu wirken. Wenn der Hund bereits mit kranken Tieren in Berührung gekommen ist, ist es für eine Impfung bereits zu spät“ erläutert Dr. Audry Roure. Symptome der Parvo-Krankheit sind wie folgt: Der Welpe ist nicht mehr spielerisch und eher lustlos, hat Fieber, erbricht und hat einen blutigen, übel riechender Durchfall. Wird der Hund nicht sofort von einem Tierarzt behandelt wird er in wenigen Tagen sterben. Der Virus ist hoch ansteckend und wird durch Kot, direkten Kontakt von Hund zu Hund und vom Mensch zu Hund übertragen. Parvo-Viren sind sehr widerstandsfähig und können bei Raumtemperaturen und außerhalb eines Körpers bis zu achzehn Monate überleben und weitere Hunde anstecken. Der Virus wird auch durch die Luft verbreitet. „Wenn ein Hund in Katutura Parvo hat, dann ist es schon möglich dass ein Hund in Suiderhof sich anstecken kann“ meint Tierarzt Dr. Wolfgang Späth. „Es gibt in Windhoek ungefähr 60000 Hunde, von denen vielleicht 20000 geimpft sind. Es ist also kein Wunder dass der Virus sich so verbreitet hat“ erklärt er weiter. Der Virus multipliziert sich im Margen- und Darmtrakt des Hundes und führt zu einer Immunschwäche bei den kranken Welpen, die diese wiederum für Sekundärinfektionen anfällig macht. „Da man gegen das Virus selbst wenig unternehmen kann, besteht die Behandlung hauptsachlich aus Dauerinfusionen, um den Flüssigkeitshaushalt zu stabilisieren. Ziel ist, das Tier in seiner Konstitution und Kondition so lange stabil zu halten, bis die eigene Abwehr eingreift“ erklärt Dr. Julie Heusquin-Botha von dem Windhoek-Animal-Hospital. Außerdem erhalten die erkrankten Tiere starke Antibiotika und Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen. Da der Virus aber auch das Herz angreifen kann, liegt die Sterberate bei Welpen die an Parvo erkrankt, sind bei 80 Prozent. Bestimmte Hunderassen wie Dobermann-Pinscher, Labradors, Bullterrier und Rottweiler erkranken häufiger an dieser Hundeseuche. Tanja Bause

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