13 Mai 2013 | Kommentar

Vielversprechend und gefährlich

Eberhard Hofmann Die Bergbaubranche, ein gutes Jahrhundert von Diamanten und Kupfer dominiert, weitet sich über Uran, Gold, Phosphat, Mangan bis ins Erdgas aus, wobei die Möglichkeit der Rohölförderung bei der intensiven Suche nicht ausgeschlossen bleibt. Wegen seines Reichtums an Bodenschätzen wird Namibia wiederholt und klischeehaft als „mineralienreiches, bevölkerungsarmes Land“ bezeichnet. Pauschale Klischees lassen sich in der Regel leicht widerlegen, aber bei leichtgläubige Menschen, darunter auch oft unbedarfte Politiker, wecken sie nicht-erfüllbare Erwartungen. Jetzt rüstet sich die Minenbranche über die Bergbaukammer zur dritten großen Ausstellung, nachdem sich die Gesellschaften von der traditionellen Landesausstellung in Windhoek getrennt haben. Es zeichnet sich eine Rekordmesse ab. Der Bergbau hat über Jahrzehnte ganz wesentlich zum Bruttoinlandsprodukt beigetragen und tut es jetzt auch. Es ist aber nicht alles Gold, was glänzt. Das Bergbauministerium kommt bei der Vergabe von Schürf- und Abbaulizenzen nicht gerade sauber davon. Aus dem Obergericht wird darüber noch mehr zu erfahren sein. Mehr Transparenz und öffentliche Kritik sind erforderlich. Business,

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