27 März 2009 | Natur & Umwelt

Viel Regen bringt Seuchen

Windhoek - Ende vergangenen Jahres, am Anfang der Regensaison 2008/9 seien in der Kavango- und der Caprivi-Region die ersten Fälle der Hautknotenkrankheit gemeldet worden. "Am Anfang des Jahres ist die Krankheit unter den Rindern in der Opuwo-Gegend in der nördlichen Kunene-Region ausgebrochen. Die Lage ist dort ziemlich ernst", sagte der Vize-Hauptveterinärbeamte im Landwirtschaftsministerium, Dr. Frans Joubert auf Nachfrage. Seit einigen Wochen sei die Krankheit auch in kommerziellem Farmgebiet aufgetreten, zuerst in der Kamanjab- und Outjo-Gegend, aber auch vereinzelt bei Otavi und Grootfontein. Es wird vermutet, dass die Hautknotenkrankheit, die von Mücken und Stechfliegen übertragen wird, von dem Opuwo-Distrikt in Richtung Kamanjab und Outjo sowie die zentralen nördlichen Regionen übertragen wurde. "Inzwischen sind schätzungsweise 25 Prozent der Rinder in der Omusati-, Oshana-, Otjikoto- und Ohangwena-Region sowie in der nördlichen Kunene-Region von der Krankheit befallen", sagte Dr. Joubert. Die Veterinärbehörde schätzt, dass 10 bis 15 Prozent der Rinder in der Caprivi- und Kavango-Region und fünf bis zehn Prozent in den betroffenen kommerziellen Gebieten erkrankt sind. Die Krankheit würde sehr sporadisch auftreten und in Gebieten, in denen sie sehr selten vorkommt wie in der Opuwo-Gegend würden die Farmer ihre Tiere nicht impfen. "Die Veterinärbehörde wird ihre Inspektoren beauftragen, in den Regionen, in denen ein Viertel der Tiere bereits erkrankt ist, das Vieh zu impfen. Wir wissen jedoch noch nicht, ob die Farmer die Kosten tragen oder einen subventionierten Preis zahlen sollen", sagte der Staatsveterinär.
Dr. Rainer Hassel, tierärztlicher Berater bei Agra, sagte dass vor allem in Jahren mit überdurchschnittlichen Regenfällen und sehr viel offenem Wasser im Veld, die Krankheit vermehrt und in Gegenden vorkommt, die ansonsten verschont bleiben, da mehr Mücken und Stechfliegen vorhanden sind, die die meldepflichtige Seuche übertragen. Besonders junge Rinder seien anfällig und können letztendlich verenden, so der Tierarzt. Ist die Krankheit ausgebrochen, sind deutliche Knoten unter der Haut zu sehen, hat das Tier Fieber, zeigt Lustlosigkeit und Konditionsverlust, sei es nur möglich die sekundären Folgen wie Lungenentzündung und andere Infektionen zu behandeln. Die Hautknotenkrankheit werde durch Viren hervorgerufen. Wenn Tiere auf Farmen geimpft werden, wo die Krankheit bereits ausgebrochen ist, sei es wichtig für jedes Rind eine neue Nadel zu gebrauchen, da sonst die Krankheit mit den Injektionskanülen übertragen werden kann, so Dr. Hassel.

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