29 April 2016 | Wirtschaft

Viel Grenzhandel wird nicht erfasst

Windhoek (cev) • Das namibische Statistikamt schätzt, dass Namibia im vergangenen Jahr beim informellen grenzüberschreitenden Handel (Informal Cross Border Trade, ICBT) einen Überschuss in Höhe von 10,6 Millionen N$ erzielt hat. Das geht aus dem zweiten und jüngsten ICtBT-Bericht der Namibia Statistics Agency (NSA) hervor, der gestern in Windhoek veröffentlicht wurde.
„Aus den Statistiken wird deutlich, dass der Handel zwischen Namibia und seinen direkten Nachbarländern unterbewertet wird“, sagte gestern die leitende NSA-Mitarbeiterin, Ndamona Kali. Mit informellem grenzüberschreitenden Handel ist Güterverkehr an den Grenzübergängen gemeint, der vom Zoll nicht beachtet wird (und somit nicht in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung auftaucht), da der Wert unter der Schwelle von 4000 N$ liegt, wie der NSA-Forscher Sadick Chombo erklärte.
Wie der neue NSA-Generalstatistiker Alex Shimuafeni berichtete, ist dieser Schattenhandel gegenüber dem formellen, vom Zoll erfassten Güterverkehr an den ausgewählten sechs Grenzübergängen, Ariamsvlei, Calai, Noordoewer, Omahenene, Oshikango und Wenela, relativ gering: „Das gesamte informelle Handelsvolumen lag 2015 bei 13,4 Millionen N$ – das sind 1,7 Prozent des formellen Grenzhandels.“ So seien 2015 mit 12 Millionen N$ rund 2 Prozent weniger informell über die Grenze ins benachbarte Ausland transportiert worden als im Vorjahr. Auf der Importseite hat es laut NSA aus unerklärten Gründen einen enormen Anstieg gegeben: die vom Zoll nicht registrierten Einfuhren hätten 2014 bei 217000 N$ gelegen und im Jahr darauf bei 1,4 Mio. N$.
Den informellen Import führt laut der Statistikbehörde die zollfreie Einfuhr von alkoholhaltigen Getränken (294000 N$) an, gefolgt von Gemüse (183000 N$) sowie Mais und Mahangu (101000 N$). Derweil sind Fisch (2,2 Mio. N$), Baumaterialien (713000 N$) und Hygieneartikel (671000 N$) die beliebtesten informellen Exportgüter. Der meiste informelle Handel finde am Oshikango-Grenzübergang statt (66,7%), gefolgt von Wenela, (14,6%), Omahenene (9,3%), Calai (5,1%), Ariamsvlei (2,9%) und Noordoewer (1,5%).
Allerdings gibt es laut NSA in der Studie Einschränkungen: beispielsweise seien gewisse Grenzübergänge in der Erhebung aufgrund von limitierten Mitteln nicht aufgeführt worden; ebenso sei der nächtliche Güterverkehr nicht erfasst worden, da die Forscher nur am Tag tätig gewesen seien.

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