09 April 2020 | Verkehr & Transport

Verkehr in geregelte Bahnen

SADC-Staatengemeinschaft findet Lösung für Transportsektor

Die unterschiedliche Auslegung von staatlichen Vorschriften auf lokaler Ebene sowie widersprüchliche Bestimmungen in den verschie-denen SADC-Mitgliedsstaaten, führen zu unkoordinierten Auftritten, zum Nachteil der Logistik-Unternehmen. Diese Arbeitsverläufe werden jetzt auf regionaler Ebene gleichgeschaltet.

Von R. Rademeyer & F. Steffen

Windhoek

Der Ministerrat der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC) erörterte am Montag die Richtlinien für den grenzüberschreitenden Transport von sogenannten wesentlichen Gütern, in der Zeit der COVID-19-Pandemie. Der Minister für öffentliche Arbeiten und Transport (MoWT), John Mutorwa, vertrat Namibia und wurde von der Vize-Premierministerin und Außenministerin, Netumbo Nandi-Ndaitwah, sowie dem Gesundheitsminister Kalumbi Shangula und der Handelsministerin Lucia Iipumbu begleitet.

Zweck des Treffens sei die „Harmonisierung des Verkehrsflusses“ gewesen, der vom technischen Ausschuss des SADC-Sekretariats festgelegt worden sei, so Mutorwa. Der von einigen SADC-Mitgliedsstaaten ausgerufene Notzustand infolge des COVID-19-Ausbruches, hatte die Logistik- und Transportunternehmer der gesamten Region, widersprüchlichen Bestimmungen ausgesetzt – unentbehrliche Dienstleistungen waren nicht einheitlich kategorisiert. Das führte zu massiven Aufenthalten an den Grenzen, aber auch – wie im Falle Namibias – an Polizeikontrollen im Inland.

Gestern bestätigte der Vize-Staatsekretär des MoWTs, Jonas Sheelongo, während der COVID-19-Pressekonferenz, dass Namibia, Südafrika und Botswana alle gemeinsamen Transport-Korridore geöffnet halten wollen. Konsultationen mit Transportunternehmern hätten Schwächen aufgedeckt: „Manchmal hapert es immer noch, aber generell versuchen wir, alle wichtigen Güter zügig passieren zu lassen.“

Laut Hippy Tjivikua, dem Geschäftsführer der Walvis Bay Corridor Group (WBCG), hatte seine Verwaltung gleich zu Beginn die Initiative ergriffen und sich aktiv an die Gesundheitsregeln gehalten. „Dies ist eine Neuerscheinung, für die es keine Handleitung gibt. Von daher war es nicht einfach, die eigenen Maßnahmen mit denen der Nachbarstaaten, abzustimmen“, meinte Tjivikua. Staatliche Bestimmungen seien lokal unterschiedlich ausgelegt worden, wodurch Verzögerungen entstanden seien.

Betonte Leslie Mpofu, Geschäftsführer der Trans-Kalahari-Korridorgruppe: „Die größte Herausforderung liegt darin, nicht der Wirtschaft zu schaden.“ Es gelte, kritische Mittel zu befördern, doch müsse sich der Frachtaufwand auch lohnen. Sonst würden sich die Fahrer weigern, Frachten ins Ausland zu bringen. Die Transportunternehmen hätten indes nicht genügend Fahrer, wenn diese wiederholt für 14 Tage isoliert werden müssten.

Mittlerweile werden Fahrer an der Grenze untersucht und dürfen danach ihre Fracht unbehindert ans Ziel schaffen. Namibische Fahrer, die permanent zurückkehren, müssen 14 Tage lang in die Quarantäne, während südafrikanische Fahrer nicht in die Quarantäne gesteckt werden, so sie sofort wieder umkehren und nachhause fahren.

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