19 November 2010 | Lokales

Verhärtete Fronten im Sendemast-Streit

Windhoek - Der Streit um die Errichtung eines Sendemasts für Mobilfunkanbieter (BTS) in Windhoek-Eros zwischen dem namibischen Mobilfunkkonzern MTC und den Anwohnern findet kein schnelles Ende - obwohl der Mast bereits steht (AZ berichtete). Jetzt haben mehrere Personen ihre Entrüstung schriftlich der AZ mitgeteilt.

"Es sind genügend Sendemasten hier in der Gegend, sie stellen eine gesundheitliche Gefahr dar und sind regelrechte Schandflecke", äußerte sich der Anwohner Werner Milke in einem Schreiben an den Bürgermeister und den Stadtrat. Er fügte hinzu, dass es besorgniserregend sei, dass ein einziger Firmenchef mehr Autorität habe als die gesamte Windhoeker Stadtverwaltung und Stadtpolizei.

Diese Ansicht widerspiegelt auch die vieler AZ-Leser. In einem Leserbrief an die AZ, der diese Woche veröffentlicht wurde, äußerte sich der Autor Roland Roeis zum Gesundheitsaspekt. Er könne es nicht verstehen, wie MTC sagen könne, es gingen keine Gesundheitsgefahren von der angewandten Technologie aus. "Wer will, kann sich informieren (...). Wer sich auch nur ein bisschen bemüht, findet mehr als genug Berichte aller Art, die diese Technologie betreffen, Gesundheitsschäden aller Art, Gerichtsverfahren, Normen und Richtlinien, z.B. in Russland und in der EU", so Roeis.

MTC dementiert irgendwelche Gefahren durch BTS-Türme. Dem Mobilfunkanbieter zufolge seien Strahlungsmessungen durchgeführt worden. Die Ergebnisse dieser Untersuchung seien dann einem Professor aus Südafrika zur Analyse vorgelegt worden. "Er bestätigte, dass die Strahlungswerte keine Gefahr darstellen und 100000 Mal niedriger sind als durch die internationale Norm vorgegeben", erklärte MTC-Sprecher Tim Ekandjo schriftlich.

Ekandjo äußerte sich auch zu der angezweifelten Notwendigkeit der Sendemasten. "Wir stehen nicht am Morgen auf und stellen überall Sendetürme auf. Wir sind eine Gruppe von Experten, die Tests durchführen und den Ergebnissen entsprechend beschließen wir, wo ein BTS platziert werden muss", so Ekondjo. Und: "Wir werden uns nicht durch eine Gruppe von 'besorgten Bürgern' mit Hintergedanken abschrecken lassen, die nur in ihrem eigenen Interesse agieren."

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