20 Mai 2020 | Wirtschaft

Verbraucher erheben Vorwürfe

Wettbewerbskommission untersucht Klagen über Preisabsprachen

Die Wettbewerbskommission (NaCC) hat Vorwürfe über angebliche Preisabsprachen im Einzelhandel untersucht und dabei bei diversen Produkten sprunghafte Preisanstiege festgestellt, die sich nicht mit einem mangelnden Angebot erklären ließen.

Von O. Tlhage, M. Springer, Windhoek

Nach Darstellung der NaCC betreffen die Beschwerden vor allem Lebensmittel wie Reis, Ingwer, Orangen und Mandarinen, sowie medizinische Produkte wie Desinfektionsmittel und Gesichtsmasken, deren Preise zwischen April und Mai mit bis zu 1000 Prozent gestiegen seien. Rund 40 Prozent der Beschwerden hätten Naturalien wie Früchte, Gemüse, Maismehl und Milchprodukte betroffen. Weitere 13 Prozent der eingegangenen Klagen hätten sich auf Gesundheits- und Hygieneartikel wie Immunverstärker, Desinfektionsmittel und Gesichtsmasken bezogen.

Eine anschließende Studie habe ergeben, dass der Preis von einem Kilogramm Reis in dem Untersuchzeitraum um 143 Prozent gestiegen sei. Im Falle von Orangen habe dieser Wert bei 267 Prozent gelegen, Zucker und Milch seien um jeweils 52 Prozent und 39 Prozent teurer geworden. Bei Gesichtsmasken sei die Preissteigerung noch höher ausgefallen und habe zwischen 567 Prozent und 1342 Prozent betragen.

Eine Analyse habe ergeben, dass für einen Großteil der betroffenen Produkte aufgrund der Corona-Pandemie ein besonderer Bedarf bestehe, weil z.B. Orangen, Mandarinen und Inger eine immunstärkende Wirkung zugeschrieben werde und sich durch ihren Konsum angeblich die Gefahr einer Corona-Infektion verringere. Dabei seien diese Produkte nicht von Lieferengpässen betroffen und ließen sich die Preisanstiege nicht durch eine Angebot-Knappheit erklären.

Vielmehr würden Großhändler wie Spar, Pick n Pay, Woerman Brock und Shoprite-Checkers und Apotheken wie Dischem beschuldigt, die Preise dieser Waren grundlos angehoben zu haben. Laut NaCC werde sie die Vorwürfe möglicher Preisabsprachen untersuchen. Dies bedeute jedoch nicht, dass die beschuldigten Betriebe tatsächlich an derlei Praktiken beteiligt seien.

Deshalb werde sich die Kommission strikt an die dafür geltenden Vorschriften und allgemeingültige Preisvorgaben halten. Eine mögliche Untersuchung werde sich zunächst auf angeblich überteuerte Waren konzentrieren, die als essentielle Güter klassifiziert seien.

Ferner appelliert die NCC an Verbraucher, weiterhin sämtliche Beschwerden über mögliche Preisabsprachen per email an [email protected] oder telefonisch bzw. per Textnachricht oder über WhatsApp an 0813774800 zu richten.

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