18 Mai 2021 | Politik

Urteil im Cloete-Prozess im November erwartet

Windhoek (NMH/km) - Die Anhörungen im Prozess der Transgender-Frau Mercedez Cloete, die angibt, vor vier Jahren von einem Polizisten brutal angegriffen worden zu sein, wurden am Freitag beendet. Ein Urteil wird für den 15. November erwartet. Cloete zufolge wurde sie von Polizist Kavari auf dem Weg in eine Polizeistation grundlos geschlagen und getreten. Kavari hingegen gibt an, aus Selbstverteidigung gehandelt zu haben. Teile des Vorfalls sind auf Videos einer Überwachungskamera festgehalten; die Klägerin fordert 200 000 N$ Schadensersatz. Der Fall obliegt Oberrichterin Esi Schimming-Chase. Während der Anhörungen wies sie Staatsanwalt Ndiriraro Kauari wiederholt darauf hin, für die einst männliche Frau das webiliche Geschlechtspronomen zu verwenden. Diese Bitte hatte dieser teils ignoriert. Der Staat hat die Verhaftung und den Vorfall inzwischen als ungesetzlich anerkannt und eine gütliche Einigung von 10 000 N$ Schadensersatz vorgeschlagen. Cloetes Anwalt Uno Katjipuka-Sibolile hingegen beschrieb die Handgreiflichkeiten als Akt der Gewalt und Diskriminierung gegen Transgender-Menschen. Verschiedene Organisationen nahmen den Prozess zum Anlass, die Diskriminierung und Hetze gegen LGBTQ+-Gemeinschaft in Namibia zu kritisieren.

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