15 Juli 2020 | Natur & Umwelt

Ursache für Elefantensterben scheinbar gefunden

Windhoek/Ondangwa (NMH/sb) - Das mysteriöse Elefantensterben während den vergangenen Wochen im Okavango-Delta könnte auf eine Überbevölkerung in der Region und den damit verbundenen Konkurrenzkampf zurückzuführen sein. Das erklärte Umweltminister Pohamba Shifeta am Freitag bei der Vorstellung eines Projekts zu Armutsbekämpfung in Ondangwa.

In dem Kavango-Sambesi-Umweltschutzgebiet (KAZA-Park), das sich über Namibia, Angola, Sambia, Botswana und Simbabwe erstreckt, sind dem Minister zufolge über 200000 Elefanten beheimatet. „Das ist eine eindeutige Überbevölkerung und übersteigt die eigentliche Tragfähigkeit des Gebiets um ein zehnfaches“, sagte Shifeta. „Die Elefanten haben die Natur dort großflächig zerstört, was den Nahrungskampf unter den Tieren erhöht und sie großem Druck aussetzt.“

Seit Mai wurden mehr als 300 Elefantenkadaver im Okavango-Delta gefunden, doch die entnommenen Proben weisen laut dem Umweltminister bei der Laboruntersuchung keine Auffälligkeiten auf. „Mehr Tiere sterben an Stress als an Krankheiten“, so der Umweltminister. „Das würde auch erklären, warum die Teste keine Aufschlüsse geliefert haben.“

Da der Abschuss von Elefanten nicht erlaubt sei, müsste auf umfassende Forschung gesetzt werden, um eine Lösung zu finden. „Es gibt Menschen wie die Jagdgegner, die nicht aufgeklärt sind, und im Töten der Dickhäuter eine Dezimierung der natürlichen Ressourcen sehen“, sagte der Politiker. „Gewisse Wildtierarten sind aber schlichtweg in der Überzahl und die Natur kann diesem Ungleichgewicht nicht weiter standhalten.“ Auf dem AU-UN-Gipfel zur wirtschaftlichen Nutzung von Wildtieren in Afrika Mitte vergangenen Jahres hatten sich bereits Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe zusammengetan und um Erlaubnis gefragt, ihre bisherigen Elfenbeinbestände verkaufen zu dürfen, was jedoch abgelehnt wurde.

Gleiche Nachricht

 

Ölexploration gut für Namibia

vor 13 stunden | Natur & Umwelt

Rundu/Windhoek (Nampa/ste) • Der Geschäftsführer des Staatsunternehmens National Petroleum Corporation in Namibia (NAMCOR), Immanuel Mulunga, behauptet, dass die Suche nach Öl und Gas in den...

Bohrvorhaben voll in Gang

vor 1 tag - 26 Januar 2021 | Natur & Umwelt

Von Frank SteffenWindhoekSpät am vergangenen Donnerstag machte das Ministerium für Kommunikation und Informationstechnik (MICT) auf seiner Facebook-Seite für die Ost-Kavango-Region die amtliche Aufnahme des umstrittenen...

Nachhaltigkeit gefördert

1 woche her - 20 Januar 2021 | Natur & Umwelt

Windhoek (Nampa/sb) - Das Umweltministerium hat Unternehmen zur Einreichung von Zuschussanträgen für Investitionen in den Bereichen Agroforstwirtschaft und nachhaltiger Land- und Ernteverwaltung aufgerufen. Laut einer...

Ein neuer Damm sichert Trinkwasser

1 woche her - 20 Januar 2021 | Natur & Umwelt

Die Farm Uitsig Post-3 im Sorris-Sorris-Hegegebiet erhielt jüngst einen Damm. Das vorherige Trinkwasser-System ging vor drei Jahren kaputt. Der neue Damm wurde mit einer Finanzierung...

Erdbeben in der Nähe von Ai-Ais

1 woche her - 19 Januar 2021 | Natur & Umwelt

Windhoek/Ai-Ais (sb) - Das Ministerium für Bergbau und Energie hat bestätigt, dass am Donnerstag ein Erdbeben etwa 10 Kilometer südwestlich von Ai-Ais aufgezeichnet wurde. „Das...

Bohrung gefährdet Grundwasser

1 woche her - 18 Januar 2021 | Natur & Umwelt

Von Frank SteffenWindhoekIm Jahr 2011 wurde eine hydrologische Studie aus dem Jahr 2001 erneut veröffentlicht. Gemeinsam mit der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR in...

Neue Fälle von Maul- und Klauenseuche

1 woche her - 15 Januar 2021 | Natur & Umwelt

Windhoek (Nampa/cr) - Das Landwirtschaftsministerium hat bekannt gegeben, dass neue Fälle von Maul- und Klauenseuche (MKS) in den Oshana- und Oshikoto-Regionen gemeldet wurden. In einer...

Farmer haben Angst vor Löwen

1 woche her - 14 Januar 2021 | Natur & Umwelt

Windhoek (Nampa/sb) - Mehrere Farmer aus der Kunene-Region haben in einem offenen Brief an die Regierung ihre Sorge über den zunehmenden Mensch-Löwen-Konflikt ausgedrückt. „Das Problem...

EHRA restauriert Tränke in der Anigab-Siedlung

1 woche her - 14 Januar 2021 | Natur & Umwelt

Windhoek (Nampa/cr) - Die Elefantenschutzorganisation EHRA (Elephant Human Relations Aid) hat die Wasserstelle für Elefanten in der Anigab-Siedlung im Sorris-Sorris-Hegegebiet wiederhergestellt. Während den Feiertagen hatten...

Botswana macht ein Zugeständnis

vor 2 wochen - 12 Januar 2021 | Natur & Umwelt

Von Frank Steffen, Windhoek Auf der Internetseite von ReconAfrica () wird um Investoren geworben: „ReconAfrica ist in Besitz einer Schürflizenz, die etwa 8,5 Millionen Morgen...