25 April 2012 | Wirtschaft

Uranförderung: "Kein Grund zur Besorgnis"

Windhoek - Nachdem Strahlungsexperten und Umweltaktivisten eigene Messungen auf Radioaktivität in Namibia als "besorgniserregend" bezeichnet haben, geben das namibische Uraninstitut und andere Experten Entwarnung. Wie Sylvain Saint-Pierre, Uranfachmann von der Internationalen Atomlobby (WNA) aus London, gestern im AZ-Gespräch meinte, gebe es keinen Grund zur Besorgnis. "Die Uranminen in diesem Land arbeiten mit Material, das sehr niedrige Strahlungswerte aufweist", meinte Saint-Pierre. Ihm zufolge könne man irgendwo in Namibia Messungen durchführen und ähnliche Werte aufzeichnen.

Die Messungen aus der Uranminen-Gegend und der vorläufige Bericht der Forschungsorganisation CRIIRAD und der Umweltorganisation Earthlife Namibia zeigen laut eigenen Angaben "besorgniserregende" Werte (AZ berichtete). Daraufhin trafen sich die CRIIRAD- und Earthlife-Vertreter mit den Repräsentanten der Minen, des Uraninstituts sowie der Bergbaukammer. Dabei einigte man sich laut Bergbaukammer darauf, dass weitere Forschung notwendig sei. Ebenso wollen die Beteiligten kooperieren, damit die Resultate schließlich so objektiv wie nur möglich sind.

Der CRIIRAD-Nuklearexperte Bruno Chareyron sprach allerdings auch ein Informationsheftchen des Uraninstituts an. Zwar hält er dieses für eine willkommene Initiative, bemängelt allerdings eine Grafik, bei der die Gefahr von verschiedenen Strahlungswerten - gemessen in Millisievert pro Jahr (mSv/p.a.) - aufgelistet wird. "Ein mSv/p.a. ist der Grenzwert für die Öffentlichkeit. In dem Heftchen steht, dass bei unter 100 mSv/p.a. das geringste Risiko für Krebs besteht", so Chareyron. Er meint, dass diese Aussage ein falsches Gefühl der Sicherheit vermittele.

Uraninstitut-Direktor Dr. Wotan Swiegers erklärte dazu der AZ, dass diese Information mit internationalen Richtlinien übereinstimme. Er stritt zwar nicht ab, dass dieser Wert für den Einzelnen hoch sei, erklärte aber, dass man eine Strahlung unter 100 mSv/p.a. nicht als Ursache für Krebs nachweisbar sei.

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