06 April 2011 | Lokales

Umbruch in Lüderitzbucht

Swakopmund/Lüderitzbucht - "Es ist die Verantwortung der Regierung zu verhindern, dass Lüderitzbucht zu einer Geisterstadt wie Kolmanskuppe wird." Das sagte Ulf Grünewald, Manager eines Hotels der Ortschaft, am vergangenen Freitag bei einem Treffen. Anwesend waren Kalumbi Shangula, Staatssekretär vom Tourismusministerium, sowie Ulrich Boois, Vizedirektor für Naturparks, und etwa 50 Personen aus der Geschäftswelt. Vom Bergbauministerium war niemand vertreten.

Lüderitzbucht droht laut Grünewald zur Geisterstadt zu werden. "Derzeit wohnen hier etwa 23000 Personen. Vor einigen Jahren waren es noch 32000. Rund 60 Prozent der derzeitigen Einwohner sind arbeitslos", fügte er hinzu. Die Stagnation der Entwicklung in der ehemaligen Hafenmetropole begründet er mit dem rivalisierenden Hafen Walvis Bay. Nachdem Südafrika Walvis Bay nach der Unabhängigkeit an Namibia (1994) zurückgegeben hatte, seien viele Fischfabriken umgezogen und der Großteil der Schiffe laufe nur noch Walvis Bay an.

Doch es gibt eine Lösung: "Der Tourismus wird Lüderitzbucht aus dieser Flaute hervorheben." Dazu seien allerdings politischer Wille und Engagement nötig. "Es gibt großes Potenzial für Lüderitzbucht und Oranjemund, sobald die Straße zwischen den beiden Städten und sogar nach Alexander Bay in Südafrika eröffnet ist", so Grünewald. Er erhofft, dass dieser Weg zu einer Nationalstraße proklamiert werde. Ihm zufolge wollen Touristen oftmals nicht nach Lüderitzbucht fahren, da die Straße von Aus einer Sackgasse gleicht. "Das Argument war stets, dass das Sperrgebiet komplett geschlossen ist. Uns wird aber gesagt, dass keine Diamanten auf dem Land gesammelt werden und nur noch in der See liegen", so Grünewald. Und: "Vor knapp zwei Jahren wurde der Sperrgebiet-Nationalpark proklamiert, doch das Gebiet ist immer noch abgesperrt, wie seit 102 Jahren."

Grünewald schlägt ferner vor, dass in einem kleinen Dünengebiet in der Wüste, etwa 25 Quadratkilometer, eine Allradwagenakademie aufmachen könnte. Dort könnte man Personen im Dünenfahren ausbilden. "Dies würde den Druck von Swakopmunds Dünen nehmen", so Grünewald.

Zudem müssten die beiden Ortschaften Lüderitzbucht und Aus enger zusammenarbeiten. Hierbei nannte er die Koichab-Pfanne als Beispiel. Touristen könnten entweder von einer der beiden Städte eine Tagestour in die Pfanne unternehmen. Eine Tour stelle ein einmaliges Erlebnis dar, denn die Touristen würden ähnlich hohe Dünen wie bei Sossusvlei sehen und den alten Kameldornwald.

Laut Grünewald gibt es in Lüderitzbucht genug Potenzial. Die Stadt habe viel zu bieten. Die Straßen würden derzeit gepflastert und der Stadtrat wolle 2000 Palmen pflanzen. "Lüderitzbucht ist für großes Wachstum bereit - wir haben nur Besucher, Touristen und Investoren nötig", sagte er. Zur Umsetzung der Pläne setzt er für Juli dieses Jahres eine Sperrfrist an. Sollten diese Projekte verwirklicht werden, "werden wir einen Unterschied und große Entwicklung in den beiden Ortschaften (Aus und Lüderitzbucht) sehen", sagte er.

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