25 Januar 2019 | Lokales

Uis-Bewohner über die Wasserversorgung besorgt

Swakopmund/Uis (er) – Viele Bewohner der Ortschaft Uis am Fuße des Brandberg-Massivs sind über ihre künftige Wasserversorgung besorgt. Grund dafür ist die aktuelle, unterdurchschnittliche Regensaison, wobei gleichzeitig große Mengen Wasser beim Ausbau der Schotterstraße C36 (zwischen Uis und Omaruru) sowie bei der Erschließung etlicher Grundstücke beansprucht werden.

Der staatliche Wasserversorger NamWater kann diese Sorge nicht teilen: „Wir können aktuell keine Wasserknappheit oder einen möglichen Notfall bei der Wasserversorgung im Namib-Wasserversorgungsgebiet feststellen“, teilte der Pressesprecher der Regierungsinstanz, Johannes Shigwedha, auf Nachfrage der AZ mit.

Shigwedha nannte jedoch ein Beispiel aus vergangener Zeit: Tubussis. Bei diesem kleinen Dorf sei die Wasserversorgung vollständig ausgefallen, nachdem die Bohrlöcher ausgetrocknet seien. „Das ist während der Regenzeiten 2016/17 und 2017/18 passiert. Sollte es erneut zu einem Notfall kommen, wird wie in der Vergangenheit Trinkwasser mit Tankern angefahren“, sagte er.

Eine ähnliche Krise haben die Bewohner von Uis im Jahr 2016 durchlebt. Damals waren die Rohrleitungen gleich mehrere Wochen lang komplett trocken geblieben, sodass auch dort Trinkwasser angefahren werden musste (AZ berichtete). Bewohner befürchten eine ähnliche Situation in absehbarer Zukunft angesichts der bisherigen dürftigen Regensaison. Zurzeit werden zudem auch noch neue Grundstücke erschlossen, doch es gibt nicht mal genug Wasser für die bestehenden Bewohner. „Wo soll das hinführen?“, fragte eine Bewohnerin von Uis im AZ-Gespräch.

Der Tatsache, dass die aktuelle Regensaison bisher schlecht ausgefallen ist, stimmt auch NamWater zu. „Es ist aber noch immer zu früh, über einen möglichen Einfluss auf die Untergrund-Reserven zu spekulieren oder wie die restliche Regensaison (bis April 2019) ausfallen wird“, meinte Shigwedha.

NamWater versorgt Uis mit Wasser aus einem Aquifer, der etliche Kilometer südlich von der Ortschaft liegt und als Nei-Neis bekannt ist. Laut Shigwedha führt NamWater zurzeit Studien in verschiedenen Gebieten im Damaraland durch, um das Schlagen neuer Bohrlöcher zu ermitteln. Damit wolle man Unterbrechungen bei der Versorgung von Trinkwasser für die Bewohner vermeiden.

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