27 August 2015 | Polizei & Gericht

Tourist deckt Wilderei auf

Von Erwin Leuschner, Swakopmund/Wilhelmstal Gegen einige Bewohner der Farm Okauakondu-Süd droht jetzt eine Strafanzeige wegen Wilderei. Diese Personen sollen schon seit Monaten regelmäßig auf die Nachbarfarm Fahlwater (bei Wilhelmstal) fahren und dort verschiedene Antilopen erlegen. Das Wilderei-Syndikat wurde rein zufällig von einem deutschen Tourist aufgespürt. Der Inhaber der Farm Fahlwater ist Wolfgang Talaska, der sich zurzeit im Urlaub außer Landes befindet. Das teilte seine Schwester Heidi Talaska mit. Auf der Farm wohne zurzeit ein deutscher Tourist, der am vergangenen Sonntag rein zufällig eine Rundfahrt unternommen habe. Plötzlich sei er an einer Stelle auf zwei Erwachsene sowie zwei junge Teenager gestoßen. Ein 15-Jähriger mit einem Gewehr mit Schalldämpfer sei auf den Tourist losgegangen. „Aber der Ausländer hat sich bei der Sache zuerst nichts gedacht“, sagte Heidi Talaska. Die Männer hätten behauptet, sie hätten eine Oryxantilope auf der eigenen Farm Okauakondu Süd angeschossen, die dann nach Fahlwater gerannt sei. Sie seien über den Zaun gefahren, um das Tier zu holen. Nichtsahnend sei der Tourist weitergefahren. Nachdem der Deutsche Heidi Talaska und ihren Vater über den Fall informiert habe, habe sie sofort noch am Sonntag die Polizei in Okahandja benachrichtigt. Die Polizistin habe den Fall am Telefon als „ernst“ beschrieben und versprochen, sie würden sofort kommen. „Das war gegen 15 Uhr. Wir sind zum Farmtor gefahren und haben dort gewartet“, so Talaska. Nach mehr als zwei Stunden habe Talaska die Polizei erneut angerufen. Diese habe aber plötzlich gesagt, dass die Farm Fahlwater nicht zu deren Distrikt gehöre und die Polizei in Karibib dafür zuständig sei. „Man könnte uns doch informiert haben, sonst hätten wir in Ewigkeit gewartet“, so Talaska. Sie habe daraufhin kurz vor Dämmerung in Karibib angerufen. Aber die Polizistin habe trotz widerholten Beschreibungen nicht verstanden, worum es gehe und schließlich gesagt, dass die Polizei in Okahandja dafür zuständig sei. „Sie hat einfach angefangen zu schreien und schließlich den Hörer hingeknallt“, so Talaska. Und: „Wie ist so etwas überhaupt möglich?“ Am Montag habe Talaska völlig verzweifelt beim regionalen Polizeihauptbüro in Walvis Bay Hilfe gesucht. Der Seniorermittler Erastus Iikuyu habe den Fall notiert und Druck gemacht: Nach etwa einer Stunde seien Polizisten aus Karibib auf der Farm eingetroffen. Sie hätten festgestellt, dass es gleich mehrere befahrene Spuren von Okauakondu-Süd nach Fahlwater gebe und der Zaun an verschiedenen Stellen arg beschädigt worden sei. Die Täter hätten sogar eine Tränke an einer Stelle im Veld eingerichtet, um Tiere anzulocken. Die Inhaberin von Okauakondo-Süd, eine gewisse Frau Tironnen, habe zunächst nichts vom Fall wissen wollen. Sie habe behauptet, dass die Farm Okauakondu-Süd „Kalinkie“ heißt, obwohl es diesen Namen auf keiner Karte gibt. „Sie hat uns angefleht, keine Anzeige zu erstatten“, so Talaska. Die Polizei konnte sich bislang nicht zum Fall äußern, weil noch keine Anklage erhoben wurde.

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