10 Juni 2021 | Tourismus

Tourismusbranche ist „sehr nervös“

Infektionswelle führt zu Reisestornierungen - Lockdown wäre „katastrophal“

Angesichts steigender COVID-19-Infektionszahlen ist die Tourismusbranche „sehr nervös“ - Reisestornierungen gibt es bereits. Nun hat das US-Zentrum für Seuchenkontrolle und -Prävention (CDC) Namibia als „sehr hohes“ Risikogebiet eingestuft. Dennoch gibt es in der Branche auch Optimismus.

Von Erwin Leuschner, Swakopmund/Windhoek

„Die Infektionszahlen sind besorgniserregend und viele Unternehmer im Tourismus sind supernervös“, sagte Gitta Paetzold, Geschäftsführerin des Gastgewerbeverbandes (HAN), gestern im Gespräch mit der AZ. Sie ergänzte: „Aber der Tourismus ist nicht der Sündenbock.“

Laut Paetzold meldet die Industrie angesichts der dritten Infektionswelle Reisestornierungen für die Monate Juli bis September. Einige Länder hätten Namibia als hohes Risikogebiet eingestuft und vor touristischen Reisen gewarnt - dazu gehört inzwischen auch das US-Zentrum für Seuchenkontrolle und -Prävention (CDC) und seit wenigen Tagen auch Israel. „Touristen wollen reisen, aber sie müssen wegen strenger Auflagen im Heimatland nach der Rückkehr zwei Wochen in Quarantäne verbringen, was sie nicht machen wollen“, sagte Paetzold.

Trotz der steigenden Infektionszahlen zeigt sie sich aber optimistisch, denn bei der aktuellen Infektionswelle handele es sich vielmehr um eine lokale Übertragung - besonders in Schulen - und kaum um Fälle bei Touristen, weil sie ein negatives PCR-Testergebnis vor der Einreise präsentieren müssten. „Wir im Tourismus versuchen wirklich alles und legen großen Wert auf sämtliche Sicherheitsprotokolle und geben uns Mühe, die Impfkampagne zu unterstützen“, sagte sie.

Sollte aber wegen steigender Infektionszahlen erneut ein Lockdown verhängt werden, würde dies „katastrophal“ für die Industrie sein. „Viele Hotels haben ihre Geldreserven im vergangenen Jahr erschöpft, um den Kopf über Wasser zu halten und können sich eine erneute Auszeit ohne Einkommen einfach nicht leisten“, sagte sie. Viele Gästebetriebe würden „bluten“, da die Betriebskosten im Gegensatz zum vergangenen Jahr gestiegen seien, im gleichen Atemzug das Einkommen aber wegen Sonderangeboten zurückgegangen sei.

Wegen der aktuellen COVID-19-Lage hat HAN den diesjährigen Kongress unter den Motto „Unlocking New Horizons“ auf Anfang September verschoben. Der Kongress sollte bereits im vergangenen Jahr stattfinden. Besonders Lüderitzbucht und der Nationalpark Tsau //Khaeb (früher Sperrgebiet) und somit die bekannten weiten, offenen Flächen stehen dabei im Vordergrund. Indessen soll weiterhin die Konferenz der Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen (VN) vom 14. bis 16. Juni in Windhoek stattfinden. Wegen begrenzter Plätze soll die Konferenz auch online übertragen werden.

„Uns stehen einige harte Wochen bevor, aber wir müssen dennoch alles versuchen, das Geschäft zu erhalten“, sagte Paetzold und fügte abschließend hinzu: „Namibia bietet schließlich ein ideales Produkt an.“

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