30 September 2020 | Gesundheit

Toolkit gegen COVID-19

Dr. Shangula: „Geringste Anzahl Neuinfektionen seit Monaten“

Kaum hatte sich Walvis Bay im Juni zum Epizentrum der COVID-19-Pandemie in Namibia entwickelt, waren sämtliche Instanzen mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Damit andere Regionen nicht die gleichen Fehler begehen, hat die Erongo-Region Erfahrungen und Lektionen zusammengefasst.

Von Erwin Leuschner, Swakopmund/Windhoek

„Dank unserer Maßnahmen ist Walvis Bay heute nicht mehr das Epizentrum der Pandemie in Namibia. Meine Kollegen in den anderen Regionen können aus unseren Erfahrungen lernen, wie wir dies geschafft haben“, sagte Juuso Kambueshe, Vorsitzender des Erongo-Regionalrats, gestern in Swakopmund und verlas die Rede von Erongo-Gouverneur Neville Andre.

Bei dem Anlass präsentierte Kambueshe ein kleines Büchlein, das er als Toolkit bezeichnete. Darin werden alle Erfahrungen, Lehren und noch mehr aufgelistet, die in der Erongo-Region im Kampf gegen die Pandemie gemacht wurden. „Was wir in den vergangenen fünf Monaten durchgemacht haben, ist in diesem Buch enthalten. Dieses Toolkit sollte auch für jede andere übertragbare Krankheit verwendet werden, die in Namibia aufgtreten kann und die in den Umwelt- bzw. Gesundheitsgesetzen angesprochen wird“, sagte Kambueshe.

In dem 20 Seiten langen Büchlein werden demnach elf Säulen aufgelistet, die sämtliche Bereiche im Kampf gegen die Pandemie umfassen und welche Herausforderungen damit verbunden sind. So heißt es beispielweise unter dem Titel „geistige Gesundheit“, dass man schnell festgestellt habe, dass es einen großen Bedarf an psychologischer Hilfe für Gesundheitspersonal gebe. Aber auch in dem Bereich Logistik habe es mehrere Herausforderungen gegeben: zum Beispiel eine Knappheit an Handy-Guthaben, Laptops oder Fahrzeugen.

Was die Quarantäne bzw. Isolation von Patienten betrifft, habe man daraus in der Region unzählige Lehren gezogen. „Es war deutlich, dass die staatliche Quarantäne für möglich infizierte Personen teuer, nicht nachhaltig und in jeder Hinsicht eine logistische Herausforderung war“, heißt es dazu. Und: „Die größte Herausforderung liegt darin, dass sich positiv getestete Personen weigern, sich selbst zu isolieren und zugleich eine staatliche Isolation und Behandlung verweigern. Sie haben Angst vor Stigmatisierung durch Familie und der Gemeinde.“

Das Büchlein wird nun an die Gouverneure in allen anderen Landesregionen verteilt. „Damit stellen wir sicher, dass alle Menschen Zugang zu allen Instrumenten haben, um COVID-19 zu besiegen“, sagte Kambueshe.

Unterdessen hat Gesundheitsminister Dr. Kalumbi Shangula gestern die geringste Anzahl an Neuinfektionen „seit Monaten“ bekanntgegeben: 19 Stück. Zwölf Fälle aus Windhoek, fünf aus Oshakati und jeweils ein Fall aus Karasburg und Oshikuku. „Ich bedanke mich bei allen, die sich an die Regeln zur Eindämmung des Virus halten“, sagte er.

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