30 April 2013 | Lokales

Tollwütiger Kudu in Auasblick

Von Tanja Bause, Windhoek In diesem Jahr ist es landesweit zum Ausbruch von Tollwut unter Kudus und Rindern gekommen. „Wir haben von Februar bis gestern 51 Kudus getestet: 38 davon waren positiv auf Tollwut, das ist mehr als in den letzten drei Jahren zusammen”, sagte Dr. Siegfried Khaiseb von der staatlichen Veterinärbehörde gestern auf AZ-Nachfrage. Die Tierärzte hätten auch 89 Rinder getestet, bei 45 Tieren sei Tollwut festgestellt worden. Gestern Morgen ungefähr um 5 Uhr fingen die Hunde von Jerry Claassen an zu bellen. Seine Frau Brenda ging hinaus und sah einen Kudubullen an der Grundstücksmauer in der Sarriastraße im Windhoeker Stadtteil Auasblick stehen. Sie benachrichtigten sofort die Windhoeker Stadtpolizei, die auch nach einer Weile erschien. Das Tier hatte sich inzwischen unter einen Baum in der Sierrestraße gelegt. „Der Kudu hatte überhaupt keine Scheu vor Menschen. Er lag unter dem Baum und viele Personen sind dicht an ihm vorbeigelaufen, ohne dass er sich bewegt hat”, sagte Claassen. Als der Polizist anhielt, stand der Kudu auf. Der Polizist zückte dann seine Waffe und schoss fünfmal auf den flüchtenden Kudu. Er stieg dann wieder in sein Auto und fuhr davon, ohne zu prüfen, ob er ihn getroffen hatte. Claassen beschloss nachzuschauen, ob der Kudu getroffen worden war oder ob er im Rivierlauf im Wundbett lag. Er nahm seinen .38 Special-Revolver und vier Kugeln und ging den Berg hinunter. Im Rivier fand er den Kudu mit zwei Streifwunden, die der Polizist ihm zugefügt hatte. Claassen schoss ihn dann viermal in den Kopf. „Er wollte nicht umfallen, blieb einfach stehen und guckte mich an. Ich bin nach Hause und habe weitere Patronen sowie meinen Nachbarn Abe van der Merwe geholt. Er ist auf einer Farm groß geworden und kennt die Jagd”, sagte Claassen. Indes rief Brenda Claassen nochmals bei der Polizei an, um diese zu bitten, den Kudu zu töten. Die Polizei meinte jedoch, dass sie schon einmal da waren und nicht wieder hinaus kommen würden. Van der Merwe schoss weitere zwölf Kugeln in den Kopf des Kudus. „Nachdem Abe geschossen hatte, stürmte der Kudu plötzlich nach vorn auf Abe zu und stieß ihm sein Horn an die Stirn”, sagte Claassen. Van der Merwe feuerte weitere vier Kugeln ab, bis der Kudu endlich umfiel. Er schoss dann noch zweimal auf den reglosen Körper. Ein Arbeiter schnitt dem Kudu die Kehle durch. „Ich bin auf einer Farm groß geworden und kenne die Jagd und den waidgerechten Schuss auf einen Kudu. So etwas habe ich aber noch nie in meinem Leben gesehen. Der Kudu wollte einfach nicht umfallen und sterben. Nach 20 Schüssen in den Kopf stand er immer noch und hat mich angeguckt, es war einfach unglaublich”, sagte van der Merwe. Mitarbeiter der Veterinärbehörde kamen um 10 Uhr und wollten den Kudu entfernen. Er lag jedoch in einem Rivier und ein Radlader musste eingesetzt werden, um das Tier zu bergen.

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