27 Mai 2011 | Wirtschaft

Teilweise hohe Vieh- und Ernteverluste im Norden

Windhoek - Einem Bericht des Nothilfe-Management-Komitees vom 19. Mai dieses Jahres zufolge wurden im zentralen Norden des Landes und in der Kavango- und Caprivi-Region durch Hochwasser in den vergangenen Monaten insgesamt 24249 bestelltes Ackerland vernichtet oder stark beschädigt. Insgesamt sind 65692 Hektar betroffen. Zudem haben 9586 Kommunal- und Subsistenzfarmer ihre Mais- und Mahanguvorräte verloren, die meist in traditionellen Vorratskammern oder -körben aufbewahrt werden. "Zum Glück haben wir ausreichend Vorräte an Mais und Mahangu in den Silos, die die Regierung in den vergangenen Jahren im Norden des Landes in einigen Orten errichtet hat", sagte der Staatssekretär des Ministeriums für Landwirtschaft, Wasserbau und Forstwirtschaft, Andrew Ndishishi auf Nachfrage. Inzwischen sei das Hochwasser soweit zurückgegangen, dass die Landwirtschaftsbeamten wieder die meisten Kommunal- und Subsistenzfarmer in den zentralen Regionen des Landes erreichen können und dabei seien herauszufinden, welche Farmer Saatgut benötigen. "Nicht nur die Nahrungsvorräte und ein Einkommen wurden zerstört, sondern teilweise auch Saatgut und deshalb muss mein Ministerium diese Farmer vor der nächsten Pflanzungsperiode mit Saat versorgen", sagte der Staatssekretär. Das für die Farmer vorgesehene Saatgut stamme von den Regierungsfarmen im Norden, auf denen künstliche Bewässerung betrieben werde.

Dem Bericht zufolge sind in der Omusati-Region die meisten Verluste zu beklagen. Dort wurden 17934 Felder mit einer Gesamtfläche von 36857 ha durch die Wassermassen zerstört, in der Oshana-Region 5285 Felder und insgesamt 27180 ha, in der Caprivi-Region 793 Felder und 1655 ha und in der Kavango-Region 237 Felder. Von 7334 Farmern wurden in der Omusati-Region die Mahangu- und/oder Maisvorräte durch das Hochwasser vernichtet; in der Oshana-Region sind 1459 Farmer betroffen und in der Caprivi-Region 793. Zudem seien in der Oshana-Region 2592 Äcker schwer beschädigt worden.
In der Omusati-Region kam es zudem zu schweren Viehverlusten. 1388 Tiere sind dem Bericht zufolge allein in der Omusati-Region verendet. In der Oshana-Region sind 83 Ziegen während des Efundja (Hochwassers) zu Tode gekommen. "Bei den Tieren handelt es sich hauptsächlich um Rinder und Ziegen, die durch teilweise eine Woche anhaltenden Regen durch Kälte, Hunger und zahlreiche Krankheiten umgekommen sind. Tiere sind verhungert weil das Gras unter Wasser stand. In den vergangenen Wochen sind die verschiedensten Krankheiten ausgebrochen", sagte Staatssekretär Ndishishi. Landwirtschaftsbeamte seien augenblicklich dabei das Vieh gegen verschiedene Krankheiten zu impfen.

"Ein Lichtblick ist, dass die Vermarktung von Vieh zugenommen hat, da die Tiere die überlebt haben nun in sehr guter Kondition sind, da sehr viel Gras vorhanden ist, nachdem das Hochwasser zurückgegangen ist", sagte Ndishishi. Beamte des Landwirtschaftsministeriums mussten dagegen die Markierung der Rinder mit den neuen Ohrmarken verschieben, da der Start dieser Kampagne in den nördlichen Kommunalgebieten durch das Hochwasser verhindert worden sei. "Wir sollten Anfang Mai in allen Regionen im Norden damit beginnen, die Rinder mit den neuen Ohrmarken zu versehen. Wegen der überfluteten Straßen und Wege musste dies verschoben werden. Nur in der Kavango-Region sind die Beamten dabei die Kampagne durchzuführen", sagte der Staatssekretär.

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