24 Dezember 2007 | Kommentar

Strom auf vielen Wegen

Viel wurde über die Energiekrise im südlichen Afrika geredet. Und wie so oft blieb es auch dabei. In Namibia folgen den Worten jetzt aber erste Taten. Nach hitzigen Diskussionen über Energieerzeugung von Wind- bis Atomkraft wird in diesem Land deutlich, dass Stromversorger NamPower mehrspurig fährt: Ein breites Angebot von Energieträgern und Technologien soll die Versorgung in der Zukunft sichern.

Schon im Januar 2008 soll der erste Strom aus Simbabwe kommen. Zwar profitiert Namibia dabei von der dortigen Misswirtschaft und Krise, aber das Geschäft ist fair und die Verträge wasserdicht. Mindestens 150 MW für fünf Jahre wurden zugesichert, bei erfolgreichen Nachverhandlungen könnten daraus 180 MW für sieben Jahre werden. In Ruacana soll 2010 eine vierte Turbine ans Netz gehen und weitere 80 MW liefern. Ein neues Kohlekraftwerk in Walvis Bay, für das ein privater Betreiber nicht auszuschließen ist, könnte in rund fünf Jahren gar 400 MW und somit mehr als der jetzige Bedarf Namibias liefern. Und aus dem privaten Windpark an der Küste werden 92 MW erwartet.

Sollte alles so umgesetzt werden wie geplant, ist Namibia vielen anderen Ländern dieser Region mehrere Schritte voraus. Der Energiemix sorgt für Versorgungssicherheit - und auch für Begehrlichkeiten: Vielleicht wird aus Namibia bald schon Strom exportiert!?

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